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Daimler Truck will ab Ende 2026 eine Kleinserie von 100 Brennstoffzellen-Lkw mit Flüssigwasserstoff in den Kundeneinsatz bringen. Der Mercedes-Benz NextGenH2 Truck basiert auf dem GenH2-Prototyp und nutzt Komponenten aus dem eActros 600.
Der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen hat einen modularen Brennstoffzellen-Antrieb für schwere Lkw entwickelt. Der Prototyp mit Straßenzulassung entstand im Projekt SeLv, das nun nach fünf Jahren abgeschlossen wurde.
In Deutschland sind 2025 rund 41 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen geschlossen worden. Die Initiative „Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen“ warnt vor massiven Versorgungslücken und fordert Übergangslösungen sowie Reaktivierungen.
Der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen entwickelt mit Partnern eine digitale Plattform für die Wasserstofflogistik. Ziel ist es, Tankstellenkapazitäten effizient zu verwalten und die Versorgungssicherheit für Wasserstoff-Lkw zu erhöhen.
Automobilhersteller sollen ab 2035 die Emissionen ihrer Fahrzeugflotten um 90 Prozent senken. Die übrigen zehn Prozent können sie mit E-Fuels und grünem Stahl aus Europa kompensieren. Hydrogen Europe hofft auf einen neuen Leitmarkt für klimafreundlichen Stahl.
Rewe Nord hat für den Einsatz eines Wasserstoff-Lkw erstmals einen CO2-Nachweis von Hylane erhalten. Die DEKRA-geprüfte Bilanz bestätigt eine Einsparung von 48 Tonnen CO2 im Jahr 2024 – ein Schritt hin zu einer emissionsarmen Lieferkette.
Der Vermieter emissionsfreier Lkw Hylane hat mit Palladio Partners einen neuen Investor gewonnen. Die Investmentgesellschaft übernimmt im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Stimmrechtsmehrheit für bestimmte Bereiche und will einen dreistelligen Millionenbetrag in den Flottenausbau investieren.
Die Regierung hat den Entwurf für die neuen Treibhausgasminderungsquoten im Mobilitätssektor vorgelegt. Grüner Wasserstoff soll nun eine Option zur Senkung der Emissionen werden, doch die Höhe der Quoten fällt geringer aus als im Referentenentwurf.
In Deutschland sollen bis Ende 2025 vierzehn Wasserstofftankstellen stillgelegt werden – obwohl die meisten von ihnen öffentliche Förderung bekommen haben. Eine Petition fordert nun den Erhalt der Infrastruktur. Kritiker sehen nationale und europäische Wasserstoffziele gefährdet.
Die Clean Energy Partnership (CEP) hat ihren Vorstand neu aufgestellt. Mit Vertretern aus Infrastruktur und Fahrzeugindustrie will das Expertengremium seine Rolle bei der Standardisierung und dem Ausbau der Wasserstoffmobilität in Europa weiter stärken.
Air Products hat in Meckenheim eine neue Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Die Anlage versorgt künftig die Busflotte der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) und ist Teil eines Infrastrukturprojekts zur emissionsfreien Mobilität im Rhein-Sieg-Kreis.
Das Stuttgarter Unternehmen Smart Testsolutions hat einen neuen Serienentwicklungsauftrag für Zellspannungsüberwachungssysteme in Brennstoffzellen-Lkw erhalten. Zum Einsatz kommt das CVM-G6S-Modul, das eine hohe Messgenauigkeit mit reduzierten Kosten verbindet.
Methanol Reformer liefert an den spanischen Fährbetreiber Baleària den ersten autonomen "Stromcontainer" Europas. Er soll für eine Elektrofähre aus E-Methanol zuerst Wasserstoff, dann Strom erzeugen.
Eine neue Studie des Deutschen Wasserstoff-Verbands bestätigt in einer neuen Detailtiefe, dass die vollständige Elektrifizierung des Lkw-Fernverkehrs das Stromnetz stark belasten würde. Wasserstoff könnte laut Analyse eine wichtige entlastende Rolle spielen – sowohl bei Ladezeiten als auch bei den Netzanschlüssen.
Eine Reihe von Herstellern setzt statt auf Brennstoffzellenantrieb auf Wasserstoff-Verbrenner. Was öffentlich kaum präsent ist: Für diese greift eine andere Besteuerung. Wenn das Problem nicht schnell politisch zu lösen ist, muss ein technischer Workaround her, um H2-Verbrenner rechtssicher zu betanken.
Ammoniak, Methanol, Wasserstoff – sie alle können als Treibstoff für Festoxid-Brennstoffzellen dienen. Doch der Vergleich der Kennwerte von Treibstoff- und Technologiepfaden ist bisher schwierig. Das EU-Projekt Fuelsome soll das ändern.
Die Einführung von Wasserstoffantrieben für Baumaschinen stockt. Das liegt an Fortschritten bei der Elektrifizierung auch im Schwerlastbereich, geringer Verfügbarkeit des Wasserstoffs sowie hohen Kosten. Doch trotz widriger Umstände gibt es noch Interesse.
Unter dem Motto „Connecting the Dots” wollen sechs europäische Betreiberfirmen von Wasserstofftankstellen die Infrastruktur auf den wichtigsten europäischen Routen ausbauen. Im Fokus stehen mehr Tankstellen und Fahrzeuge – vor allem kurzfristig bis 2028.
Hylane-Kunden sollen bald Wasserstoff für rund 8 Euro netto pro Kilogramm tanken können, wenn auch nur an einigen Tankstellen von H2 Mobility-Tankstellen in Düsseldorf und Rhein-Neckar. Die Kooperation soll den wirtschaftlichen Betrieb von Wasserstoff-Lkw ermöglichen.
Daimler Truck beginnt die zweite Phase der Praxistests seines wasserstoffbetriebenen GenH2 Trucks. Fünf Logistikunternehmen setzen die Brennstoffzellen-Lkw im regulären Betrieb ein. Ziel ist die Vorbereitung auf die Serienproduktion ab 2026.
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz haben sich die Umweltminister der EU darauf geeinigt, die europäischen Klimaziele abzuschwächen. Dazu gehört auch eine spätere Einführung des Emissionshandels ETS2.
Lhyfe hat einen Liefervertrag über rund 90 Tonnen RFNBO-zertifizierten Wasserstoff mit einem deutschen Tankstellenbetreiber geschlossen. Der Wasserstoff soll innerhalb von 15 Monaten zur Betankung einer Busflotte eingesetzt werden.
Wie kann der Betrieb von Wasserstoff-Lkw wirtschaftlich werden? H2 Energy aus der Schweiz setzte früh auf ein „Pay-per-Use“-Modell und baute parallel Infrastruktur und Flotte auf.
Wie lässt sich ein bestehender Lkw mit Wasserstoffantrieb nachrüsten – und wann lohnt sich der Einsatz einer Brennstoffzelle statt einer Batterie? Am Lehrstuhl Production Engineering of E‑Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen wurde ein Konzept entwickelt, um Lkw nach dem Baukastenprinzip umzurüsten. Philipp Euchner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am PEM, erläutert im Gespräch mit HZwei, was die Tests zeigen, wie Zulieferer die Plattform nutzen und welche Antriebsform sich für welche Anwendung eignet.
Rheinmetall plant ein europaweites Netz modularer e-Fuel-Anlagen zur dezentralen Versorgung von Streitkräften mit synthetischen Kraftstoffen. Partner wie Sunfire, Greenlyte und Ineratec liefern zentrale Technologien für das Projekt „Giga PtX“.