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Die größte Hürde für Wasserstoffimporte sind nicht die Kosten, sondern die zögerliche Regulierung in der EU – das sagt Cornelius Matthes von DII Desert Energy im Podcast „The Hydrogen Elevator“. Laurent Antoni von IPHE, einem zwischenstaatlichen Zusammenschluss für gemeinsame Wasserstoff-Spielregeln, sieht diese Herausforderung ebenfalls. Er betont aber die Fortschritte in diesem Feld und die Notwendigkeit, gemeinsame Lösungen zu suchen.
Der finnische Methanspaltungs-Spezialist Hycamite stellt seine Führung neu auf. Jukka Nieminen wird Vorstandsvorsitzender, Matti Malkamäki rückt zum CEO auf, Laura Rahikka übernimmt die Position der COO. Das Unternehmen will damit seine internationale Expansion vorantreiben.
Die Wolfram Bergbau und Hütten AG und die Energie Steiermark haben einen Liefervertrag für grünen Wasserstoff unterzeichnet. Energie Steiermark plant dafür eine PEM-Elektrolyse mit mehr als 5 MW Leistung. Wolfram wird Ankerkunde.
Der Wasserstoffmonitor des BDEW, der auf Basis der Wasserstoff-Datenbanken des EWI entstanden ist, zeigt eine Projektpipeline für die Wasserstofferzeugung von fast 12.000 MW – doch nicht einmal 200 MW sind in Betrieb. Der Verband fordert daher bessere Rahmenbedingungen.
Die Bürkert-Tochter BDG Testing und Automation übernimmt EP Ehrler von ABB. Damit erweitert die Bürkert-Gruppe ihr Portfolio in der Prüf-, Mess- und Kalibriertechnik – auch für den Wasserstoffbereich.
Thyssenkrupp Uhde hat von Fuella AS zwei Pre-FEED-Aufträge für Großanlagen zur Produktion von grünem Ammoniak in Brasilien erhalten. An den Häfen Pecém und Açu sollen diese jeweils 400.000 Tonnen Ammoniak jährlich erzeugen. Das norwegische Unternehmen Fuella AS hat Thyssenkrupp Uhde mit der Pre-FEED-Phase für zwei Großprojekte zur Erzeugung von grünem Ammoniak in Brasilien beauftragt. Die Projekte PeGA in Pecém und AçuGA in Açu sehen jeweils eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen Ammoniak vor, der vollständig auf Basis erneuerbarer Energien erzeugt werden soll.
In Hohenwart versorgt Deutschlands erstes Wasserstoffnetz private Haushalte und Gewerbe über bestehende Gasleitungen mit reinem Wasserstoff.
Der norwegische PEM-Elektrolyseur-Hersteller Hystar zählt laut Time und Statista zu den weltweit führenden GreenTech-Unternehmen 2026. Im Ranking kletterte das Unternehmen von Platz 142 auf Rang 81 und gehört damit erstmals zu den Top 100.
Das e4 Testival am Hockenheimring gibt dem Thema Wasserstoff 2026 erstmals eine eigene Bühne. Vom 16. bis 18. Oktober sollen Brennstoffzellen- und H2-Verbrennungsfahrzeuge für Pkw-, Logistik-, Kommunal- und Schwerlastanwendungen ausgestellt und auf der Grand-Prix-Strecke gefahren werden.
EWE und Salzgitter Flachstahl haben einen langfristigen Liefervertrag über grünen Wasserstoff geschlossen. Ab 2030 sollen jährlich rund 10.000 Tonnen aus der im Bau befindlichen 320-MW-Elektrolyse in Emden über das Wasserstoff-Kernnetz nach Salzgitter fließen.
Am 20. Oktober 2026 soll in Hamburg erstmals das Global Hydrogen Associations Meeting stattfinden. Ausrichter sind die Hydrogen Technology World Expo und der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV). Ziel sei ein internationaler Austausch zur Beschleunigung der Wasserstoffwirtschaft, so die Veranstalter.
Air Products beliefert die ArianeGroup für drei Jahre mit kohlenstoffarmem Flüssigwasserstoff für Triebwerkstests. Verflüssigt wird das Gas im Rotterdamer Hafen, eingesetzt wird es am französischen Standort Vernon für die europäische Trägerrakete Ariane 6.
Das H2Reallabor Castrop-Rauxel tritt in seine Abschlussphase. Das Projektteam um Fraunhofer IEG, Westfälische Hochschule, Gelsenwasser und Stadtwerke entwickelt Handlungsempfehlungen für den Wasserstoffeinsatz, vor allem in Gewerbeclustern mit kleinen und mittleren Unternehmen.
Mehrere Elektrolyseprojekte in Dänemark sollen ab 2031 Wasserstoff für den deutschen Markt erzeugen. Der Deutsche Wasserstoffverband spricht von guten Konditionen dank wettbewerblicher Förderung. Gleichzeitig dürfe man die H2-Produktion in Deutschland nicht vernachlässigen.
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe und der Baukonzern Strabag haben eine strategische Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten für grünen Wasserstoff in Deutschland unterzeichnet. Langfristig könnte die Kooperation auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden.
Thyssenkrupp Nucera hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 den Auftragseingang fast vervierfacht. Treiber waren ein 300-MW-Auftrag des spanischen Unternehmens Moeve sowie ein Rekordauftrag im Chlor-Alkali-Geschäft. Umsatz und Ergebnis brachen jedoch durch Sondereffekte ein.
Der Markt für erneuerbaren und kohlenstoffarmen H2 wird sich bis 2060 verhundertfachen. Das prognostiziert die norwegische Prüfgesellschaft DNV in ihrem neuen „Energy Transition Outlook Hydrogen to 2060“. China soll 35 Prozent der neuen Produktion und Nutzung stellen. Gegenüber 2022 hat DNV ihre Prognose jedoch um 35 Prozent gesenkt.
Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank veröffentlicht. Neun Projekte in sieben Ländern erhalten zusammen mehr als 1,09 Milliarden Euro Förderung. Erstmals ist auch elektrolytisch erzeugter kohlenstoffarmer Wasserstoff förderfähig.
Eine Präsentation von Nurettin Tekin von Kawasaki greift den Gartner Hype Cycle für Wasserstofftechnologien auf. Das Jahr 2026 ist demnach das Tal der Tränen - und mit dem Wasserstoffkernnetz soll es bald wieder aufwärts gehen.
RCT Hydrogen will im Juni 2026 mit der Fertigung alkalischer Druckelektrolyseure in Saarbrücken beginnen. Produktionspartner ist die Brück GmbH – und auch die chinesische Guofuhee ist im Boot. Die Jahreskapazität soll 250 MW betragen. Erster Auftrag ist ein 5-MW-Elektrolyseur für einen deutschen Industriekunden.
Die Hannover Messe hatte in diesem Jahr mit einem merklichen Rückgang an Ausstellern und Besuchern zu kämpfen. Das zeigte sich auch auf der Wasserstofffläche in Halle 11. Spannende Neuheiten gab es trotzdem zu sehen.
Der auf kohlenstoffarmen Wasserstoff spezialisierte Vermögensverwalter Hy24 hat eine Mehrheitsbeteiligung an Enagás Renovable erworben. Damit baut der französische Fonds sein Engagement im spanischen Wasserstoffmarkt aus. Bereits 2022 war Hy24 mit 30 Prozent eingestiegen.
Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) hat das Wifor Institute und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) mit einer Studie beauftragt. Diese soll die Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale der Wasserstoffwirtschaft in den neuen Bundesländern analysieren.
Im Sommer 2025 erklärte der Automobilkonzern Stellantis seinen Ausstieg aus der Wasserstofftechnologie. Im gerade vorgelegten Geschäftsbericht für das vorige Jahr schlägt dies nun mit einer Gesamtbelastung von 1,1 Milliarden Euro zu Buche.
Eine britische Brancheninitiative hat in sechsmonatiger Arbeit die Berufsbilder, Qualifikationen und Kompetenzen definiert, die für den Aufbau einer Wasserstoff- und CCUS-Wirtschaft im Vereinigten Königreich nötig sind. Nun soll das Modell landesweit ausgerollt werden.