EN
Der Energiepark Bad Lauchstädt hat den Hydrogen TCP Award of Excellence 2026 erhalten. Die Internationale Energieagentur würdigt damit den integrierten Ansatz des Reallabors, das Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung von grünem Wasserstoff verbindet. Zweiter Preisträger ist das EU-Projekt H2GLASS.
Die EWE AG und die österreichische Verbund AG bündeln ihre Wasserstoff-Aktivitäten in einem Joint Venture. In Nordenham in der Wesermarsch wollen die Partner einen Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung errichten. Ab 2032 soll die Anlage rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr liefern.
Trotz klammer Stadtkasse und steigender Kosten hält Stuttgart an seinem Green Hydrogen Hub fest. Drei Elektrolyseure sollen ab 2028 pro Jahr 900 Tonnen Wasserstoff liefern.
Namibia hat beste Voraussetzungen zur Produktion von grünem Wasserstoff und die Regierung große Pläne. Eisen, Dünger, Arbeitsplätze – der Wasserstoff soll die Wirtschaft voranbringen und das Land unabhängiger machen. Der Journalist Klaus Sieg und der Fotograf Martin Egbert waren in Namibia unterwegs und haben Projekte, Hoffnungen und Herausforderungen kennengelernt.
170 Unternehmen aus der europäischen Energiebranche haben sich in einem Brief an die EU-Kommission gewandt. Sie fordern, die verbindlichen RFNBO-Ziele für Wasserstoff in Verkehr und Industrie auch nach 2030 beizubehalten. Eine Abschaffung würde Investitionen von über 15 Milliarden Euro gefährden.
Zahlreiche europäische Verbände aus Energie-, Wasserstoff- und Industriewirtschaft drängen die EU-Kommission zu einer schnellen Überarbeitung der Delegierten Verordnung (EU) 2023/1184. Die anhaltende Unsicherheit über die Produktionskriterien für erneuerbaren Wasserstoff gefährde Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland sind die ersten 14 von insgesamt 150 Elektrolyse-Stacks für das Projekt Refhyne 2 eingetroffen. Der 100-MW-PEM-Elektrolyseur soll nach Unternehmensangaben 2027 in Betrieb gehen und bis zu 16.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugen.
Ein Bündnis aus Industrie, Gewerkschaften und Verbänden um die Initiative AquaVentus fordert, Wasserstoff stärker als Flexibilitäts- und Speicheroption im Energiesystem zu verankern. Offshore-Elektrolyseure sollen als eigene Kategorie ins Windenergie-auf-See-Gesetz aufgenommen werden.
Air Products hat mit RWE einen langfristigen Stromabnahmevertrag geschlossen. RWE liefert jährlich bis zu 75 GWh Wind- und Solarstrom für die Wasserstoffanlagen in Rotterdam. Damit soll auch die im Bau befindliche Wasserstoffverflüssigungsanlage versorgt werden.
ABO Energy und die finnische Stadt Oulu haben eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung einer Anlage für grünen Wasserstoff unterzeichnet. Die Elektrolyseleistung könnte laut ABO Energy in mehreren Phasen auf bis zu 600 MW ausgebaut werden.
Die Erneuerbare-Energien-Branche in der Metropolregion Hamburg beschäftigt laut einer neuen Studie des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) rund 31.000 Menschen. Die Bruttowertschöpfung liegt bei 5,3 Milliarden Euro. Auch die Wasserstoffwirtschaft ist mit etwa 50 Projekten breit aufgestellt.
Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat für ihren Grünen Mobilhof in Bergisch Gladbach Förderbescheide über insgesamt 29,5 Millionen Euro erhalten. Das Projekt umfasst eine Wasserstofftankstelle mit eigenem Elektrolyseur. Die Wasserstoffeinheit soll Ende 2026 in Betrieb gehen.
Der estnische Elektrolyseur-Hersteller Stargate Hydrogen verstärkt sein Geschäft in Finnland. Als Country Director übernimmt Petri Sarnes die Leitung. Er kommt von Siemens und soll die Position des Unternehmens im wachsenden finnischen Wasserstoffmarkt ausbauen.
Der norwegische Elektrolyseur-Hersteller HydrogenPro hat seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz lag bei 15 Millionen NOK, das Nettoergebnis bei minus 51 Millionen NOK. Parallel startete die Produktion einer neuen Elektrodengeneration.
Auf dem früheren Kohlekraftwerksgelände Moorburg errichten die Hamburger Energienetze den H2-Connector. Die Anlage soll ab Herbst 2027 als Schaltstelle zwischen Großelektrolyseur, bundesweitem Wasserstoff-Kernnetz und dem Verteilnetz HH-WIN dienen.
Sunfire hat den Bau einer Testanlage für seine neueste Generation von Hochtemperatur-Elektrolyseuren (SOEC) im Industriepark Lausitz in Schwarzheide begonnen. Dort will das Dresdner Unternehmen die Technologie unter industriellen Bedingungen langfristig validieren.
Die geplante Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes öffnet erstmals den Weg für kombinierte Strom- und Wasserstofferzeugung auf See. Die Initiative AquaVentus begrüßt den Referentenentwurf, kritisiert aber die Beschränkung auf einzelne Flächen. Nach Berechnungen der Initiative ließen sich zweistellige Milliardenbeträge einsparen.
Der Branchenverein AquaVentus fordert in seiner Stellungnahme zum Flächenentwicklungsplan 2025 den Erhalt der Offshore-Fläche SEN-1. Andernfalls sei der Hochlauf der Offshore-Elektrolyse in der deutschen Nordsee gefährdet. Der Verein schlägt zwei Elektrolyse-Plattformen mit je 250 MW vor.
Der finnische E-Methan-Entwickler Nordic Ren-Gas und der Dresdner Elektrolyse-Hersteller Sunfire haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen. Sunfire wird damit bevorzugter Technologiepartner für die Wasserstoff- und E-Methan-Projekte von Ren-Gas.
Der Bund hat ein neues Förderprogramm für grüne Binnenschifffahrtskorridore aufgelegt. Es unterstützt auch den Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur an den Wasserstraßen. Zwei Branchenverbände begrüßen den Schritt, sehen aber Nachbesserungsbedarf für kleinere Unternehmen.
Der Industriegasekonzern Messer beteiligt sich mit 30 Prozent an vier Produktionsstandorten von Lhyfe für erneuerbaren Wasserstoff in Frankreich und Deutschland. Zusätzlich haben beide Unternehmen einen zehnjährigen Liefervertrag geschlossen.
In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung neue Mitglieder in den Nationalen Wasserstoffrat (NWR) berufen. Den Vorsitz übernimmt Stefan Dohler, Chef von EWE. Von den 17 Mitgliedern sind zehn neu berufen.
Thyssenkrupp nucera will zusammen mit dem indischen Staatskonzern BHEL eine Produktion von Elektrolysemodulen in Indien aufbauen. Die Firmen planen auch, gemeinsam an Ausschreibungen für Projekte teilzunehmen.
Techfem hat den Bau des ersten Hydrogen Valley in Kalabrien in Lamezia Terme abgeschlossen. Das Produktions- und Verteilzentrum für grünen Wasserstoff, das für den Betreiber Teca Gas entwickelt wurde, basiert auf einem PEM-Elektrolyseur mit 2 MW Leistung. Nach behördlichen Prüfungen soll die Anlage im September 2026 den Betrieb aufnehmen.
Die Umsetzung der RED-III-Industriequote in Deutschland kann je nach regulatorischem Ansatz Wettbewerbsnachteile für hiesige Produktionsstandorte verursachen. Das zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).