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Der finnische E-Methan-Entwickler Nordic Ren-Gas und der Dresdner Elektrolyse-Hersteller Sunfire haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen. Sunfire wird damit bevorzugter Technologiepartner für die Wasserstoff- und E-Methan-Projekte von Ren-Gas.
Die Südostbayernbahn setzt ab Dezember 2026 als erste Bahn in Bayern Wasserstoffzüge im Regelbetrieb ein. Drei Mireo Plus H von Siemens Mobility werden auf der nicht elektrifizierten Strecke Mühldorf–Burghausen den Dieselbetrieb ablösen. Aktuell laufen Test- und Schulungsfahrten.
RCT Hydrogen aus Konstanz liefert einen schlüsselfertigen 10-MW-Elektrolyseur für das Projekt „Green Hydrogen Sines“ im Hafen von Sines. Auftraggeber ist das Projektentwicklungsunternehmen Beyond Green. Die Auslieferung soll 2026 beginnen, die Produktion im Sommer 2027 anlaufen.
Die EU-Kommission hat ihre Revision des Emissionshandelssystems und den Electrification Action Plan vorgelegt. Beide Vorhaben haben laut dem Branchenverband Hydrogen Europe große Bedeutung für die Wasserstoffwirtschaft. Auch eine 100-Milliarden-Euro-Bank für industrielle Dekarbonisierung ist geplant.
Der Bund hat ein neues Förderprogramm für grüne Binnenschifffahrtskorridore aufgelegt. Es unterstützt auch den Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur an den Wasserstraßen. Zwei Branchenverbände begrüßen den Schritt, sehen aber Nachbesserungsbedarf für kleinere Unternehmen.
Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) dürfen ihre geplante Wasserstofferzeugungsanlage im Stuttgarter Hafen in geänderter Ausführung bauen. Das Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart hat den entsprechenden Änderungsantrag genehmigt. Zuvor hatten die SWS den Lieferanten der Elektrolyseure gewechselt.
Die Arboris GmbH & Co. KG, das Family Office der Familie Tschira, beteiligt sich an der Green Hydrogen Technology GmbH (GHT). Das Augsburger Unternehmen wandelt nicht recycelbare Abfälle dezentral in Wasserstoff um. Mit dem Kapital will GHT seine Technologie industriell skalieren.
Techfem hat den Bau des ersten Hydrogen Valley in Kalabrien in Lamezia Terme abgeschlossen. Das Produktions- und Verteilzentrum für grünen Wasserstoff, das für den Betreiber Teca Gas entwickelt wurde, basiert auf einem PEM-Elektrolyseur mit 2 MW Leistung. Nach behördlichen Prüfungen soll die Anlage im September 2026 den Betrieb aufnehmen.
Das französische Unternehmen Mantle8 hat von der spanischen Generaldirektion für Energiepolitik und Bergbau zwei Explorationsgenehmigungen erhalten. Die Lizenzen Aralar I und Aralar II umfassen rund 960 Quadratkilometer in Navarra und im Baskenland. Sie erlauben die Suche nach natürlichem Wasserstoff und Helium.
Die chinesische Tochterfirma des US-Unternehmens Verde Hydrogen liefert Kernkomponenten für eine netzunabhängige Erzeugung von grünem Wasserstoff für die China Coal Energy Group. Der Auftrag umfasst vier alkalische Elektrolyseure mit je 1.200 Nm³/h sowie eine integrierte Einheit zur Gas-Flüssig-Trennung und Reinigung.
Mikroskopische Blasen bei der Elektrolyse drücken die Effizienz, können aber auch nützlich sein. Ein Forschungsteam aus Frankfurt hat sie mit einem neuen Verfahren untersucht. Eine Erkenntnis: Bei hoher Leistung blubbern die Bläschen besonders wild durcheinander.
Ein finnisches Forschungskonsortium will Wasserstoff aus Methanpyrolyse in die Stahlproduktion bringen. Das Projekt FutSteel hat ein Volumen von 17 Millionen Euro, startet im Juni 2026 und läuft drei Jahre. Geleitet wird es von der Universität Oulu und dem Stahlkonzern SSAB.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat das US-Unternehmen Power to Hydrogen (P2H2) als Technology Pioneer 2026 ausgezeichnet. Die Firma aus Columbus, Ohio, entwickelt Elektrolyseure auf Basis von Anionenaustauschmembranen (AEM) und ist das einzige Wasserstoff-Unternehmen in der diesjährigen Auswahl.
Frankreich hat Mantle8 eine exklusive Explorationslizenz für natürlichen Wasserstoff und Helium in den Pyrenäen erteilt. Mit dem Projekt Hydrogeco startet das Unternehmen in die nächste Phase – eine Förderung ist bisher aber noch nicht genehmigt.
Mehrere Elektrolyseprojekte in Dänemark sollen ab 2031 Wasserstoff für den deutschen Markt erzeugen. Der Deutsche Wasserstoffverband spricht von guten Konditionen dank wettbewerblicher Förderung. Gleichzeitig dürfe man die H2-Produktion in Deutschland nicht vernachlässigen.
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Elektrolyseure, die in die dänische Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen und Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz beliefern.
Ein Forschungsteam aus Kassel, Bochum und Lissabon hat eine Methode entwickelt, mit der Cyanobakterien länger und stabiler Wasserstoff produzieren können. Ein Redoxpolymer schützt die Zellen vor dem hemmenden Sauerstoff aus der Photosynthese.
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe und der Baukonzern Strabag haben eine strategische Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten für grünen Wasserstoff in Deutschland unterzeichnet. Langfristig könnte die Kooperation auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden.
Sunfire errichtet im Industriepark Lausitz in Schwarzheide eine Testanlage für seine Hochtemperatur-Elektrolyse. Der Dresdner Elektrolyseur-Hersteller will damit Praxiserfahrungen für den industriellen Einsatz der SOEC-Technologie sammeln. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.
Das US-Unternehmen Power to Hydrogen (P2H2) liefert einen 0,5-MW-Elektrolyseur an das norwegische Forschungsinstitut SINTEF. Die Anlage soll grünen Wasserstoff für die Herstellung von emissionsfreiem Aceton aus CO2 erzeugen. Sie ist Teil des EU-Projekts PYROCO2. Power to Hydrogen (P2H2) aus Columbus, Ohio, hat einen verbindlichen kommerziellen Auftrag des norwegischen Forschungsinstituts SINTEF erhalten. Das Unternehmen soll ein Elektrolyseursystem auf Basis einer Anionenaustauschmembran (AEM) mit einer Leistung von 0,5 MW liefern. Die Lieferung ist nach Unternehmensangaben für das vierte Quartal 2026 geplant. Installiert werden soll die Anlage am SINTEF-Standort in Tiller, Norwegen.
Die Stadtwerke Stuttgart haben mit dem Bau einer rund vier Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline entlang des Neckars begonnen. Sie soll grünen Wasserstoff vom geplanten Green Hydrogen Hub im Stuttgarter Hafen zu Abnehmern in drei Stadtbezirken transportieren.
Das französische Explorationsunternehmen Mantle8 hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 31 Millionen Euro eingesammelt. Mit dem Kapital will das Unternehmen eine weltweite Bohrkampagne zur Erschließung von natürlichem Wasserstoff finanzieren.
Thyssenkrupp Nucera hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 den Auftragseingang fast vervierfacht. Treiber waren ein 300-MW-Auftrag des spanischen Unternehmens Moeve sowie ein Rekordauftrag im Chlor-Alkali-Geschäft. Umsatz und Ergebnis brachen jedoch durch Sondereffekte ein.
Der Markt für erneuerbaren und kohlenstoffarmen H2 wird sich bis 2060 verhundertfachen. Das prognostiziert die norwegische Prüfgesellschaft DNV in ihrem neuen „Energy Transition Outlook Hydrogen to 2060“. China soll 35 Prozent der neuen Produktion und Nutzung stellen. Gegenüber 2022 hat DNV ihre Prognose jedoch um 35 Prozent gesenkt.
Der Bundesrat hat den Weg für die Umsetzung der EU‑Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie RED III in deutsches Recht freigemacht. Raffinerien sollen künftig verbindlich erneuerbaren Wasserstoff nach RFNBO‑Kriterien einsetzen. Der Wasserstoffproduzent Lhyfe erwartet dadurch zusätzlichen Bedarf im deutschen Markt.