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Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland scheitert nicht an mangelndem Interesse der Unternehmen. Ganz im Gegenteil: Regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Risiken auch auf EU-Ebene bremsen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette. Das zeigt eine Studie von BDEW und Capgemini.
Chantiers de l'Atlantique hat zwei Offshore-Umspannwerke für das Nordseecluster A fertiggestellt. Die Plattformen sollen Ende Februar zur Baustelle in der deutschen Nordsee transportiert werden. Das Projekt von RWE und Norges Bank Investment Management soll 2027 ans Netz gehen.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Thyssenkrupp Nucera verzeichnet im ersten Quartal 2025/2026 einen Umsatzrückgang von 44 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig meldet der Elektrolyse-Spezialist den größten Chlor-Alkali-Auftrag für ein Neubauprojekt in der Unternehmensgeschichte und bestätigt die Prognose für 2025/26.
Zwei 100-MW-Anlagen sollen ab 2029 grünen Wasserstoff für Raffinerien von Repsol in Cartagena und Muskiz liefern. Sunfire setzt dabei auf seine Druck-Alkali-Technologie.
Der Bosch-Konzern und die Linz AG wollen gemeinsam Wasserstofftechnologien in Linz voranbringen. Eine neue Partnerschaft sieht unter anderem die Nutzung von Wasserstoff aus dem Bosch-Prüffeld und den Aufbau weiterer Elektrolysekapazitäten vor.
Der Ausbau der Elektrolysekapazität in Deutschland kommt langsamer voran als geplant. Laut einer Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) könnten bis 2030 nur 8,7 Gigawatt erreicht werden – das Ziel liegt bei 10 Gigawatt.
Die Unternehmen H2Apex und East Energy haben das Joint Venture „Hanseatic H2“ gegründet. Ziel ist die Entwicklung standardisierter 5-MW-Elektrolyseanlagen und der gemeinsame Vertrieb von RFNBO-konformem Wasserstoff.
Im EU-Projekt H2Loop soll Wasserstoff aus Hochofengasen gewonnen werden. Rouge H2 Engineering bringt dafür ein Chemical-Looping-Verfahren ein. Eine Pilotanlage ist im italienischen Stahlwerk Acciaierie d’Italia geplant.
Zwei Projekte von Partnern des trinationalen Wasserstoffnetzwerks 3H2 erhalten Fördermittel aus dem Landesprogramm ELY. In Achern und Kehl sollen Elektrolyseure mit insgesamt 2 MW Leistung entstehen. Ziel ist der Aufbau regionaler Wasserstoff-Hubs.
Stargate Hydrogen hat im Kalla-Projekt des Energieunternehmens Fortum in Finnland erstmals Wasserstoff produziert. Der Meilenstein markiert einen wichtigen Schritt bei der Inbetriebnahme eines 1-MW-Elektrolyseurs mit keramischer Technologie.
Die Stadtwerke Stuttgart ergänzen ihren Green Hydrogen Hub Stuttgart um einen vierten Elektrolyseur. Das Land Baden-Württemberg fördert den Ausbau mit rund 2,9 Millionen Euro.
Verde Hydrogen hat ein Plattform-Konzept für seine Alkali-Elektrolyseure entwickelt, das flexibel und skalierbar zugleich sein soll. Wesentlich ist dabei die Montage auf Skids.
Mit der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank und dem Innovationsfonds 2025 stellt die EU bis zu sechs Milliarden Euro für Wasserstoffprojekte bereit. Deutschland und Spanien beteiligen sich mit zusätzlichen nationalen Mitteln.
Mauretanien hat mit Möhring Energie einen Rahmenvertrag zur Entwicklung eines PtX-Großprojekts unterzeichnet. Die Anlage soll ab 2029 bis zu 140.000 Tonnen grünen Wasserstoff und 400.000 Tonnen grünen Ammoniak jährlich für den Export produzieren.
Eine neue Studie des Projekts TransHyDE analysiert mögliche Entwicklungspfade für das europäische Wasserstoffsystem bis 2050. Sie fordert schnelle politische Entscheidungen, um Kosten zu senken, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Fehlinvestitionen zu vermeiden.
In Hamburg-Moorburg hat der Bau eines 100-MW-Elektrolyseurs begonnen. Das Projekt Hamburg Green Hydrogen Hub soll ab 2027 jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern. Betreiber sind Luxcara und die Hamburger Energiewerke.
EWE hat mit dem Bau einer 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden begonnen. Die Anlage ist Teil des Projekts „Clean Hydrogen Coastline“ und soll ab Ende 2027 grünen Wasserstoff für industrielle Abnehmer liefern.
Beim Parlamentarischen Abend des Deutschen Wasserstoff-Verbands (DWV) in Berlin diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über zentrale Hebel für den Markthochlauf von Wasserstoff – darunter Nachfrageinstrumente, Strompreise und Genehmigungen.
Im Projekt KISSSEs arbeiten das Fraunhofer ILT, iGas energy und dLS LichtSchneiderei an laserbasierten Fertigungsprozessen für PEM-Elektrolyseure. Ziel ist es, Edelmetalle durch leitfähige Titan-Streckgitter zu ersetzen und so die Produktionskosten zu senken.
Der Rostocker Systemanbieter Cytok meldet für seine Power-to-Gas-Anlagen einen Nutzungsgrad von über 85 Prozent. Die Technologie wandelt überschüssigen Strom in synthetisches Methan um – und nutzt dabei CO₂ und Sauerstoff vollständig im Kreislauf.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhält rund 157 Millionen Euro für den Betrieb der Technologieplattform für strombasierte Kraftstoffe in Leuna. Die Anlage soll bis 2035 im semi-industriellen Maßstab Power-to-Liquid-Verfahren erproben.
Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Holst Centre in den Niederlanden arbeiten gemeinsam an einem neuen AEM-Elektrolyseur-Stack. Ziel ist eine serientaugliche, kosteneffiziente und skalierbare Lösung für die Wasserstoffproduktion in Europa.
Ein Forschungsteam der Universitäten Stuttgart und Hohenheim entwickelt ein künstliches Enzym, das Mikroorganismen zur effizienteren Herstellung von grünem Wasserstoff aus Abfällen befähigen soll. Das Projekt wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.
Quest One und Ryze Power haben eine Partnerschaft zur Bereitstellung von grünem Wasserstoff geschlossen. Am Hamburger Standort von Quest One wird künftig Wasserstoff aus Testprozessen über eine Trailerstation von Ryze Power in den Markt gebracht.