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Der Bundestag hat das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote verabschiedet. Die Industrie sieht darin ein Signal für den Hochlauf von Wasserstoff und strombasierten Kraftstoffen. Kritik gibt es am späten Anstieg der Unterquote für RFNBO.
Das von GP Joule initiierte Wasserstoffökosystem eFarm Nordfriesland wird ausgebaut. Für die Erweiterung der Elektrolyse in Bosbüll erhält die Betreibergesellschaft eFarming einen Förderbescheid über knapp 1,6 Millionen Euro vom Land Schleswig-Holstein.
Natürlicher Wasserstoff aus geologischen Quellen weckt Hoffnungen als günstige Energiequelle. Ein aktuelles Impulspapier der Initiative ESYS zeigt jedoch erheblichen Forschungsbedarf. Als Gamechanger taugt der weiße Wasserstoff nach Einschätzung der Fachleute jedoch nicht.
Der Dresdner Elektrolyseur-Hersteller Sunfire hat ein neues 50-MW-Druck-Alkali-Elektrolysemodul vorgestellt. Das outdoor-fähige System Hylink Alkaline 23 soll die Gesamtanlagenkosten großer Wasserstoffprojekte nach Unternehmensangaben um bis zu 50 Prozent senken.
Das Norddeutsche Reallabor geht nach fünf Jahren Laufzeit in die Ergebnisphase. Das mit 30 Mio. Euro vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Großprojekt legt Handlungsempfehlungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vor.
Thyssenkrupp Nucera soll 15 alkalische Elektrolyseure mit insgesamt 300 MW Leistung für das Projekt Onuba im südspanischen Huelva liefern. Laut Moeve handelt es sich um die größte Anlage für grünen Wasserstoff in Südeuropa.
Thyssenkrupp Nucera hat einen Vertrag über eine Front-End-Engineering- und Design-Studie (FEED) mit dem indischen Unternehmen Juno Joule unterzeichnet. Es geht dabei um eine alkalische Elektrolyseanlage mit 260 MW Leistung für die Produktion von grünem Ammoniak.
Das Land Hessen fördert den Bau einer Elektrolyseanlage von Entega auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks mit rund 1,65 Millionen Euro. Die Anlage soll ab Anfang 2027 jährlich rund 310 Tonnen grünen Wasserstoff für den Busbetrieb erzeugen.
Asahi Kasei hat mit der Installation eines alkalischen Wasserelektrolyseurs vom Typ Aqualyzer-C3 mit 1 MW Leistung in Jyväskylä begonnen. Dort entsteht Finnlands erste kommerzielle Wasserstofftankstelle. Der Betrieb soll im Sommer 2026 starten.
Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat einen Förderaufruf über bis zu 8 Millionen Euro für die Erzeugung und Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff veröffentlicht. Unternehmen können Projektvorschläge bis zum 24. April 2026 einreichen.
Die Schweizer Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben eine gemeinsame Strategie für grünen Wasserstoff vorgelegt. Darin definieren sie Einsatzbereiche, fordern technologieoffene Anreize und positionieren die Region als Knotenpunkt im europäischen Wasserstoffnetz.
Ein europäisches Konsortium unter Leitung des spanischen Forschungszentrums Cener will die Festoxid-Elektrolyse weiterentwickeln. Im Projekt Desiree soll bis 2029 ein 40-kW-Prototyp entstehen, der einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent erreicht und Wasserstoff ohne zusätzliche elektrische Kompression bereitstellt.
Der schwedische Leistungselektronik-Spezialist Kraftpowercon liefert ein 5-MW-Gleichrichtersystem für ein Wasserstoffprojekt auf der südkoreanischen Insel Jeju, die ein Experimentierfeld für neue Energietechnologien ist.
Das französische Geowissenschaftsunternehmen Mantle8 hat eine strategische Partnerschaft mit dem Seismik-Dienstleister S³ geschlossen. Damit sichert sich Mantle8 Zugang zu einer eigenen Flotte seismischer Sensoren, um schneller natürliche Wasserstoffvorkommen weltweit zu erkunden.
Das Berliner Unternehmen Graforce hat eine strategische Finanzierungsrunde in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen. Ein internationales Investorenkonsortium finanziert die industrielle Skalierung der Methan-Plasmapyrolyse, die perspektivisch Wasserstoff zu Kosten von 2 bis 3 Euro pro Kilogramm erzeugen soll.
Das 220-MW-Wasserstoffprojekt ACES Delta in Utah steht vor der Fertigstellung. Alle 40 alkalischen Hochdruck-Elektrolyseure von HydrogenPro laufen nach Unternehmensangaben bei voller Last. Das Projekt soll täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und in Salzkavernen speichern.
Baden-Württemberg setzt sein Förderprogramm für Elektrolyseure fort. Für die zweite Runde stehen erneut mehr als 50 Millionen Euro bereit. Anträge können bis zum 18. Mai 2026 eingereicht werden. In der ersten Runde erhielten acht Projekte mit insgesamt 55 MW Elektrolyseleistung eine Förderung.
Die Clusteragentur Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion veröffentlicht. Die kostenlose Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette vernetzen.
Ein Konsortium aus Unternehmen in Österreich, Frankreich und Deutschland hat sich mit dem Projekt Alpine Hydrogen um Fördermittel aus der EU Hydrogen Bank beworben. In Tirol soll grüner Wasserstoff für die regionale Industrie produziert werden – mit alkalischer Elektrolyse und neuartigen Elektroden.
Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoff-Gasturbine einen Laufzeitrekord von 303 Sekunden aufgestellt. Zuvor war es ihnen erstmals gelungen, mit einer solchen Turbine Strom zu erzeugen.
Das Fraunhofer ISE hat ein Verfahren entwickelt, das die Herstellung von Dimethylether, kurz DME, deutlich günstiger macht. Der Energieträger könnte künftig eine wichtige Rolle beim Wasserstoffimport spielen. In Chile soll nun eine Pilotanlage entstehen.
Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland scheitert nicht an mangelndem Interesse der Unternehmen. Ganz im Gegenteil: Regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Risiken auch auf EU-Ebene bremsen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette. Das zeigt eine Studie von BDEW und Capgemini.
Chantiers de l'Atlantique hat zwei Offshore-Umspannwerke für das Nordseecluster A fertiggestellt. Die Plattformen sollen Ende Februar zur Baustelle in der deutschen Nordsee transportiert werden. Das Projekt von RWE und Norges Bank Investment Management soll 2027 ans Netz gehen.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Thyssenkrupp Nucera verzeichnet im ersten Quartal 2025/2026 einen Umsatzrückgang von 44 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig meldet der Elektrolyse-Spezialist den größten Chlor-Alkali-Auftrag für ein Neubauprojekt in der Unternehmensgeschichte und bestätigt die Prognose für 2025/26.