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Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat einen Förderaufruf über bis zu 8 Millionen Euro für die Erzeugung und Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff veröffentlicht. Unternehmen können Projektvorschläge bis zum 24. April 2026 einreichen.
Die Schweizer Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben eine gemeinsame Strategie für grünen Wasserstoff vorgelegt. Darin definieren sie Einsatzbereiche, fordern technologieoffene Anreize und positionieren die Region als Knotenpunkt im europäischen Wasserstoffnetz.
Ein europäisches Konsortium unter Leitung des spanischen Forschungszentrums Cener will die Festoxid-Elektrolyse weiterentwickeln. Im Projekt Desiree soll bis 2029 ein 40-kW-Prototyp entstehen, der einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent erreicht und Wasserstoff ohne zusätzliche elektrische Kompression bereitstellt.
Der schwedische Leistungselektronik-Spezialist Kraftpowercon liefert ein 5-MW-Gleichrichtersystem für ein Wasserstoffprojekt auf der südkoreanischen Insel Jeju, die ein Experimentierfeld für neue Energietechnologien ist.
Das französische Geowissenschaftsunternehmen Mantle8 hat eine strategische Partnerschaft mit dem Seismik-Dienstleister S³ geschlossen. Damit sichert sich Mantle8 Zugang zu einer eigenen Flotte seismischer Sensoren, um schneller natürliche Wasserstoffvorkommen weltweit zu erkunden.
Das Berliner Unternehmen Graforce hat eine strategische Finanzierungsrunde in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen. Ein internationales Investorenkonsortium finanziert die industrielle Skalierung der Methan-Plasmapyrolyse, die perspektivisch Wasserstoff zu Kosten von 2 bis 3 Euro pro Kilogramm erzeugen soll.
Das 220-MW-Wasserstoffprojekt ACES Delta in Utah steht vor der Fertigstellung. Alle 40 alkalischen Hochdruck-Elektrolyseure von HydrogenPro laufen nach Unternehmensangaben bei voller Last. Das Projekt soll täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und in Salzkavernen speichern.
Baden-Württemberg setzt sein Förderprogramm für Elektrolyseure fort. Für die zweite Runde stehen erneut mehr als 50 Millionen Euro bereit. Anträge können bis zum 18. Mai 2026 eingereicht werden. In der ersten Runde erhielten acht Projekte mit insgesamt 55 MW Elektrolyseleistung eine Förderung.
Die Clusteragentur Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion veröffentlicht. Die kostenlose Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette vernetzen.
Ein Konsortium aus Unternehmen in Österreich, Frankreich und Deutschland hat sich mit dem Projekt Alpine Hydrogen um Fördermittel aus der EU Hydrogen Bank beworben. In Tirol soll grüner Wasserstoff für die regionale Industrie produziert werden – mit alkalischer Elektrolyse und neuartigen Elektroden.
Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoff-Gasturbine einen Laufzeitrekord von 303 Sekunden aufgestellt. Zuvor war es ihnen erstmals gelungen, mit einer solchen Turbine Strom zu erzeugen.
Das Fraunhofer ISE hat ein Verfahren entwickelt, das die Herstellung von Dimethylether, kurz DME, deutlich günstiger macht. Der Energieträger könnte künftig eine wichtige Rolle beim Wasserstoffimport spielen. In Chile soll nun eine Pilotanlage entstehen.
Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland scheitert nicht an mangelndem Interesse der Unternehmen. Ganz im Gegenteil: Regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Risiken auch auf EU-Ebene bremsen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette. Das zeigt eine Studie von BDEW und Capgemini.
Chantiers de l'Atlantique hat zwei Offshore-Umspannwerke für das Nordseecluster A fertiggestellt. Die Plattformen sollen Ende Februar zur Baustelle in der deutschen Nordsee transportiert werden. Das Projekt von RWE und Norges Bank Investment Management soll 2027 ans Netz gehen.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Thyssenkrupp Nucera verzeichnet im ersten Quartal 2025/2026 einen Umsatzrückgang von 44 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig meldet der Elektrolyse-Spezialist den größten Chlor-Alkali-Auftrag für ein Neubauprojekt in der Unternehmensgeschichte und bestätigt die Prognose für 2025/26.
Zwei 100-MW-Anlagen sollen ab 2029 grünen Wasserstoff für Raffinerien von Repsol in Cartagena und Muskiz liefern. Sunfire setzt dabei auf seine Druck-Alkali-Technologie.
Der Bosch-Konzern und die Linz AG wollen gemeinsam Wasserstofftechnologien in Linz voranbringen. Eine neue Partnerschaft sieht unter anderem die Nutzung von Wasserstoff aus dem Bosch-Prüffeld und den Aufbau weiterer Elektrolysekapazitäten vor.
Der Ausbau der Elektrolysekapazität in Deutschland kommt langsamer voran als geplant. Laut einer Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) könnten bis 2030 nur 8,7 Gigawatt erreicht werden – das Ziel liegt bei 10 Gigawatt.
Die Unternehmen H2Apex und East Energy haben das Joint Venture „Hanseatic H2“ gegründet. Ziel ist die Entwicklung standardisierter 5-MW-Elektrolyseanlagen und der gemeinsame Vertrieb von RFNBO-konformem Wasserstoff.
Im EU-Projekt H2Loop soll Wasserstoff aus Hochofengasen gewonnen werden. Rouge H2 Engineering bringt dafür ein Chemical-Looping-Verfahren ein. Eine Pilotanlage ist im italienischen Stahlwerk Acciaierie d’Italia geplant.
Zwei Projekte von Partnern des trinationalen Wasserstoffnetzwerks 3H2 erhalten Fördermittel aus dem Landesprogramm ELY. In Achern und Kehl sollen Elektrolyseure mit insgesamt 2 MW Leistung entstehen. Ziel ist der Aufbau regionaler Wasserstoff-Hubs.
Stargate Hydrogen hat im Kalla-Projekt des Energieunternehmens Fortum in Finnland erstmals Wasserstoff produziert. Der Meilenstein markiert einen wichtigen Schritt bei der Inbetriebnahme eines 1-MW-Elektrolyseurs mit keramischer Technologie.
Die Stadtwerke Stuttgart ergänzen ihren Green Hydrogen Hub Stuttgart um einen vierten Elektrolyseur. Das Land Baden-Württemberg fördert den Ausbau mit rund 2,9 Millionen Euro.
Verde Hydrogen hat ein Plattform-Konzept für seine Alkali-Elektrolyseure entwickelt, das flexibel und skalierbar zugleich sein soll. Wesentlich ist dabei die Montage auf Skids.