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Der finnische E-Methan-Entwickler Nordic Ren-Gas und der Dresdner Elektrolyse-Hersteller Sunfire haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen. Sunfire wird damit bevorzugter Technologiepartner für die Wasserstoff- und E-Methan-Projekte von Ren-Gas.
Der Bund hat ein neues Förderprogramm für grüne Binnenschifffahrtskorridore aufgelegt. Es unterstützt auch den Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur an den Wasserstraßen. Zwei Branchenverbände begrüßen den Schritt, sehen aber Nachbesserungsbedarf für kleinere Unternehmen.
Die EU-Kommission überprüft wichtige Regeln für grünen Wasserstoff. Hintergrund sind geopolitische Risiken und stockende Investitionen. Der Elektrolyseur-Hersteller Quest One nennt konkrete regulatorische Hürden und schlägt Anpassungen für einen schnelleren Markthochlauf vor.
Das Fraunhofer IEG und die Stadtwerke-Kooperation Trianel starten das Projekt O2Hamm. Es untersucht, wie sich der bei der Elektrolyse anfallende Sauerstoff wirtschaftlich nutzen lässt. Im Wasserstoffzentrum Hamm sollen jährlich rund 12.000 Tonnen Sauerstoff anfallen.
Katalysatoren aus Platin und Iridium sind noch immer ein Kostentreiber in der Wasserstoffwirtschaft. Christian Mohrdieck hat im April die Leitung des Katalysatorherstellers Pajarito Powder übernommen und ist überzeugt, dass die Produkte seines Unternehmens die Kosten für Brennstoffzellen um ein Fünftel reduzieren können.
Mikroskopische Blasen bei der Elektrolyse drücken die Effizienz, können aber auch nützlich sein. Ein Forschungsteam aus Frankfurt hat sie mit einem neuen Verfahren untersucht. Eine Erkenntnis: Bei hoher Leistung blubbern die Bläschen besonders wild durcheinander.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat das US-Unternehmen Power to Hydrogen (P2H2) als Technology Pioneer 2026 ausgezeichnet. Die Firma aus Columbus, Ohio, entwickelt Elektrolyseure auf Basis von Anionenaustauschmembranen (AEM) und ist das einzige Wasserstoff-Unternehmen in der diesjährigen Auswahl.
Heraeus Precious Metals und VSParticle wollen gemeinsam poröse Transportelektroden (PTEs) mit deutlich reduziertem Iridiumgehalt für die PEM-Wasserelektrolyse entwickeln. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die beiden Unternehmen unterzeichnet.
Stellt man sich Stromnetz und Elektrolyseure als Paar vor, ist ihr Beziehungsstatus vermutlich „kompliziert“. Eigentlich sollten sie sich gegenseitig unterstützen, doch wer genau was wann zu tun hat und was dafür bekommt oder bezahlt – das ist mühsam auszuhandeln. Die Bundesnetzagentur, in diesem Beziehungsgeflecht zugleich Richterin und Mediatorin, hat nun einen Zwischenstand ihrer Überlegungen veröffentlicht, der Elektrolyse-Betreiber aufatmen lässt.
Eine Absolventin der Frankfurt University of Applied Sciences hat additiv gefertigte metallische Strömungsfelder für die alkalische Elektrolyse entwickelt. Damit ließ sich der Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Drahtgeweben um rund 11,4 Prozent steigern. Für ihre Arbeit erhält Roxana Tennert den Hans-Messer-Preis 2025.
Sunfire errichtet im Industriepark Lausitz in Schwarzheide eine Testanlage für seine Hochtemperatur-Elektrolyse. Der Dresdner Elektrolyseur-Hersteller will damit Praxiserfahrungen für den industriellen Einsatz der SOEC-Technologie sammeln. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.
Der Markt für erneuerbaren und kohlenstoffarmen H2 wird sich bis 2060 verhundertfachen. Das prognostiziert die norwegische Prüfgesellschaft DNV in ihrem neuen „Energy Transition Outlook Hydrogen to 2060“. China soll 35 Prozent der neuen Produktion und Nutzung stellen. Gegenüber 2022 hat DNV ihre Prognose jedoch um 35 Prozent gesenkt.
RCT Hydrogen will im Juni 2026 mit der Fertigung alkalischer Druckelektrolyseure in Saarbrücken beginnen. Produktionspartner ist die Brück GmbH – und auch die chinesische Guofuhee ist im Boot. Die Jahreskapazität soll 250 MW betragen. Erster Auftrag ist ein 5-MW-Elektrolyseur für einen deutschen Industriekunden.
Das Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln stellt einen kostenlosen Elektrolyse-Rechner bereit. Das Online-Tool hilft Unternehmen und Ingenieurbüros bei der ersten Abschätzung einer Elektrolyseanlage – von Volllaststunden über Stoff- und Energiebilanzen bis hin zu den Gesamtkosten.
Die Briten wollen eine Gigawatt-Fertigung für die neueste Elektrolyseurgeneration – und ITM Power soll sie bauen. Das Unternehmen gab heute bekannt, gleich zwei staatliche Finanzspritzen erhalten zu haben. In Summe geht es um 86,5 Mio. GBP – fast 100 Millionen Euro.
Thyssenkrupp Nucera soll 15 alkalische Elektrolyseure mit insgesamt 300 MW Leistung für das Projekt Onuba im südspanischen Huelva liefern. Laut Moeve handelt es sich um die größte Anlage für grünen Wasserstoff in Südeuropa.
Das Land Hessen fördert den Bau einer Elektrolyseanlage von Entega auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks mit rund 1,65 Millionen Euro. Die Anlage soll ab Anfang 2027 jährlich rund 310 Tonnen grünen Wasserstoff für den Busbetrieb erzeugen.
Dana hat eine metallische Bipolarplatte für Elektrolyseure vorgestellt. Die am Standort Neu-Ulm entwickelte Komponente aus Titan oder Stahl ist nur 0,1 Millimeter dünn und soll durch höhere Leistungsdichte die Systemkosten senken.
Ein europäisches Konsortium unter Leitung des spanischen Forschungszentrums Cener will die Festoxid-Elektrolyse weiterentwickeln. Im Projekt Desiree soll bis 2029 ein 40-kW-Prototyp entstehen, der einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent erreicht und Wasserstoff ohne zusätzliche elektrische Kompression bereitstellt.
Das EU-geförderte Konsortium Eco2Fuel will Ende April Fortschritte bei der elektrochemischen CO2-Reduktion vorstellen. Im Mittelpunkt steht ein validiertes 50-kW-Elektrolyseur-System, das CO2 mithilfe von Strom in synthetische Kraftstoffe und Chemikalien umwandeln soll.
Der schwedische Leistungselektronik-Spezialist Kraftpowercon liefert ein 5-MW-Gleichrichtersystem für ein Wasserstoffprojekt auf der südkoreanischen Insel Jeju, die ein Experimentierfeld für neue Energietechnologien ist.
Die Hochschule Rottenburg hat auf ihrem Campus eine Wasserstoff-Anlage mit einem 100-kW-Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher und einer 8-kW-Brennstoffzelle eröffnet. Die Anlage ist Teil des Projekts H2-Grid innerhalb der Modellregion H2-Wandel in Baden-Württemberg.
Der estnische Elektrolyse-Entwickler Stargate Hydrogen ist eine Partnerschaft mit der britischen Seacht Group eingegangen. Die Vereinbarung markiert den Einstieg des Unternehmens in den britischen Wasserstoffmarkt und ist Teil einer europäischen Wachstumsstrategie.
Anlässlich des Nordsee-Gipfels in Hamburg fordern BDEW und AquaVentus eine stärkere europäische Zusammenarbeit beim Offshore-Wind-Ausbau – und eine konsequente Integration der Offshore-Elektrolyse in die nationale und regionale Planung. Eine Studie zeigt: Weniger dichte Bebauung, grenzüberschreitende Flächenkooperationen und kombinierte Infrastrukturen können Kosten senken und Effizienz steigern.
Die Wasserstoffinitiative AquaVentus fordert im Rahmen der WindSeeG-Novelle die gesetzliche Verankerung kombinierter Anschlusskonzepte für Offshore-Windparks. Ziel ist eine effizientere Nutzung von Windstrom und eine kostengünstigere Wasserstoffproduktion.