EN
Das Fraunhofer ISE hat im Projekt Carbon2Chem mithilfe eines digitalen Zwillings die Methanolproduktion aus Stahlwerks-Abgasen um 39 Prozent gesteigert. Die Simulationsplattform soll künftig auch für die Herstellung von Flugkraftstoffen genutzt werden.
Dilico Engineering zeigt auf der Hannover Messe 2026 den Cell Voltage Pickup (CVP). Das modulare System kombiniert Zellkontaktierung und Datenerfassung für Brennstoffzellen-Stacks, Elektrolyseure und Batteriesysteme und wird im Betrieb demonstriert.
Das Verbundprojekt H2Sky ist abgeschlossen. Unter Führung des Airbus-Elring-Klinger-Joint-Ventures Aerostack hat ein Konsortium einen Brennstoffzellen-Stack speziell für die Luftfahrt entwickelt und demonstriert. Das Bundesverkehrsministerium förderte das Vorhaben mit rund 26,5 Millionen Euro.
Das Fraunhofer ISE zeigt auf der Hannover Messe seine neue Produktionsforschung für Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. Im Fokus stehen ein neues Technikum sowie Analysen zu Power-to-X und Wasserstoff-Lieferketten.
SolydEra zeigt auf der Hannover Messe die aktuelle PMX-Plattform für Festoxid-Brennstoffzellen. Das integrierte System bündelt Stack, heißgasführende Peripherie und Steuerung. Es ist modular aufgebaut und für Leistungen von einigen zehn bis mehreren hundert Kilowatt ausgelegt.
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg hat eine Methode entwickelt, mit der sich die thermomechanische Ermüdung von Werkstoffen unter Wasserstoffeinfluss wirtschaftlich im Labor bestimmen lässt. Das Verfahren nutzt sogenannte Hohlproben - von innen durchströmte Prüfkörper - und soll die Bauteilauslegung für Gasturbinen und Großmotoren erleichtern.
Der Stahlkonzern Voestalpine hat an seiner Wasserstoff-Pilotanlage H2Future im österreichischen Linz zwei Hochdruck-Kompressoren des spanischen Herstellers Hiperbaric installiert. Die Geräte verdichten grünen Wasserstoff auf bis zu 500 bar – unter anderem für den Einsatz im wasserstoffbasierten Stahlherstellungsverfahren Hyfor.
Celeroton TurboCell zeigt auf der Hannover Messe zwei Turbokompressoren für Brennstoffzellen: den CTi-110x auf Basis der zweiten CTi-1x-Generation mit integriertem Wechselrichter sowie den neuen CTE-400x mit CC-4000 für 100 bis 200 Kilowatt.
Asahi Kasei hat gemeinsam mit Nippon Steel und Nippon Steel Trading eine Initiative gestartet, um Titan aus Produktionsabfällen von Chlor-Alkali-Elektrolysezellen zu recyceln. Das hochreine Metall soll in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.
Dana hat eine metallische Bipolarplatte für Elektrolyseure vorgestellt. Die am Standort Neu-Ulm entwickelte Komponente aus Titan oder Stahl ist nur 0,1 Millimeter dünn und soll durch höhere Leistungsdichte die Systemkosten senken.
Ein europäisches Konsortium unter Leitung des spanischen Forschungszentrums Cener will die Festoxid-Elektrolyse weiterentwickeln. Im Projekt Desiree soll bis 2029 ein 40-kW-Prototyp entstehen, der einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent erreicht und Wasserstoff ohne zusätzliche elektrische Kompression bereitstellt.
Das EU-geförderte Konsortium Eco2Fuel will Ende April Fortschritte bei der elektrochemischen CO2-Reduktion vorstellen. Im Mittelpunkt steht ein validiertes 50-kW-Elektrolyseur-System, das CO2 mithilfe von Strom in synthetische Kraftstoffe und Chemikalien umwandeln soll.
AGC Vinythai hat in Map Ta Phut, Thailand, den kommerziellen Betrieb seiner erweiterten Chlor-Alkali-Anlage aufgenommen. Kernstück ist ein e-BiTAC-v7-Elektrolyseur von Thyssenkrupp Nucera. Die Anlage zählt zu den größten Anwendungen dieser Technologie.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Forscher des DLR haben sechs verschiedene Luftversorgungssysteme für Brennstoffzellen in Flugzeugen verglichen. Die Ergebnisse zeigen: Mit optimierten Kompressor-Turbinen-Kombinationen lässt sich die Gesamtmasse von Brennstoffzellensystem und Tank um bis zu 8,1 Prozent reduzieren.
Das niedersächsische Start-up H2Green Oil führt die cloudbasierten Lösungen CIM Database Cloud und Elements for IoT von Contact Software ein. Damit will das Unternehmen Produktentwicklung, Betrieb und Service seiner dezentralen Wasserstoffsysteme verknüpfen.
Das Wiesbadener Unternehmen Hyting hat nach eigenen Angaben die weltweit erste katalytische Wasserstoff-Luftheizung bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die 10-kW-Anlage beheizt eine Produktionshalle des Pumpenherstellers Flusys in Offenbach.
Bis 2030 könnten Elektrolyseure mit bis zu 6,6 Gigawatt gebaut werden – vorausgesetzt, die Finanzierung gelingt. Viele Projekte konkurrieren jedoch in Ausschreibungen um begrenzte Mittel. Größere Anlagen könnten besser über langfristige Stromlieferverträge abgesichert werden.
Ein Katalysator mit Nickel und Schwefel und einer nanostrukturierten Oberfläche kann Elektroden für AEM-Elektrolyseure deutlich effizienter machen. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie von ZBT, fem Forschungsinstitut und Ruhr-Universität Bochum.
Im deutsch-chilenischen Projekt Power-to-MEDME-FuE haben Forschende des Fraunhofer IAP neue PEM-Katalysatoren mit deutlich reduziertem Iridiumanteil entwickelt. Sie sollen die Wasserstoffproduktion günstiger und skalierbar machen – ohne Leistungseinbußen.
Im EU-Projekt H2Loop soll Wasserstoff aus Hochofengasen gewonnen werden. Rouge H2 Engineering bringt dafür ein Chemical-Looping-Verfahren ein. Eine Pilotanlage ist im italienischen Stahlwerk Acciaierie d’Italia geplant.
Verde Hydrogen hat ein Plattform-Konzept für seine Alkali-Elektrolyseure entwickelt, das flexibel und skalierbar zugleich sein soll. Wesentlich ist dabei die Montage auf Skids.
Der Eisennugget-Speicher im Containerformat von Ambartec hat die nötigen Sicherheitsprüfungen bestanden. Gemeinsam mit Purem by Eberspächer bereitet Ambartec nun die Serienfertigung vor.
Das Catalonia Institute for Energy Research (IREC) hat eine Pilotanlage zur Herstellung von Festoxid-Zellen (Solid Oxide Cell, SOC) mittels 3D-Druck in Betrieb genommen. Die Technologie soll die industrielle Fertigung von hocheffizienten Brennstoffzellen und Elektrolyseuren beschleunigen.
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) und das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) entwickeln gemeinsam ein Modell zur Lebensdauerprognose von Materialien in Wasserstoffanwendungen. Ziel ist eine schnellere und kosteneffizientere Qualifizierung von Komponenten.