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Das Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln stellt einen kostenlosen Elektrolyse-Rechner bereit. Das Online-Tool hilft Unternehmen und Ingenieurbüros bei der ersten Abschätzung einer Elektrolyseanlage – von Volllaststunden über Stoff- und Energiebilanzen bis hin zu den Gesamtkosten.
Das Unternehmen Schrand.energy betreibt an seinem Standort in Essen (Oldenburg) ein integriertes Energiesystem aus Photovoltaik, Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle. Die Anlage soll den Betrieb weitgehend unabhängig von externen Energieversorgern machen.
Auf der Hannover Messe zeigt das Fraunhofer LBF Methoden, mit denen sich Materialien, Komponenten und komplette Wasserstoffsysteme unter mechanischen, thermischen, elektrischen und elektrochemischen Belastungen über den gesamten Lebenszyklus bewerten lassen.
Das Materials Processing Institute (MPI) in Großbritannien hat eine Testanlage in Betrieb genommen, die Materialprüfungen in reiner Wasserstoffatmosphäre bei Temperaturen bis 1.650 °C ermöglicht. Die Anlage soll helfen, Wissenslücken über das Verhalten von Werkstoffen unter Wasserstoffbedingungen zu schließen.
Die Elektrochemische Impedanz-Spektroskopie ist eine bewährte Methode, um Elektrolysestacks im Labormaßstab auf Herz und Nieren zu prüfen. Für voll skalierte Industriestacks sind die Stromversorgung mit mehreren tausend Ampere und die gleichzeitige präzise Modulation des AC-Signals eine Herausforderung.
Warum Strom erst an Land bringen, wenn man ihn direkt auf See nutzen kann? Ein schwimmender Offshore‑Wasserstoffgenerator wandelt Windenergie unmittelbar in grünen Wasserstoff um. Transport und Speicherung übernehmen flüssige Wasserstoffträger und Tanker – nach dem Vorbild der Offshore‑Ölindustrie.
Mechanische Verdichter sind wartungsintensiv und laut. Letzteres ist vor allem ein Problem beim Einsatz in Wohngebieten. Das Projekt ELCHPEM 2.0 entwickelt einen elektrochemischen Verdichter auf Basis hydraulischer Zellverpressung, der diese Nachteile überwinden und bis zu 300 bar erreichen soll.
Das Wasserstoffland Japan nutzt Brennstoffzellen häufig in Heizungen und Fahrzeugen. Deutschland setzt vor allem auf große industrielle Prozesse mit Wasserstoff, etwa in der Stahl-, Chemie- oder Grundstoffindustrie. Keramikspezialist Kyocera ist überzeugt, dass seine in Japan erprobten Werkstoffe trotz der Unterschiede auch in Deutschland Vorteile haben.
Die Festoxidtechnologie könnte Elektrolyseure und Brennstoffzellen effizienter, robuster und besser thermisch integrierbar machen. Damit diese beim Klimaschutz wirklich eine Rolle spielen, müsste ihre Produktion bis 2035 um den Faktor Tausend steigen. Mehrfach-Fügestationen von Horiba sollen dabei helfen.
Siemens hat für eine Elektrolyse-Anlage von Turn2X in Spanien einen digitalen Zwilling erstellt – nachdem das Projekt bereits im Betrieb war. Nun lässt sich die Anlage besser aus der Ferne kontrollieren. Eine zweite Anlage, die nebenan entsteht, soll von Anfang an digital arbeiten und weitere Vorteile bieten.
Das Fraunhofer ISE hat im Projekt Carbon2Chem mithilfe eines digitalen Zwillings die Methanolproduktion aus Stahlwerks-Abgasen um 39 Prozent gesteigert. Die Simulationsplattform soll künftig auch für die Herstellung von Flugkraftstoffen genutzt werden.
Dilico Engineering zeigt auf der Hannover Messe 2026 den Cell Voltage Pickup (CVP). Das modulare System kombiniert Zellkontaktierung und Datenerfassung für Brennstoffzellen-Stacks, Elektrolyseure und Batteriesysteme und wird im Betrieb demonstriert.
Das Verbundprojekt H2Sky ist abgeschlossen. Unter Führung des Airbus-Elring-Klinger-Joint-Ventures Aerostack hat ein Konsortium einen Brennstoffzellen-Stack speziell für die Luftfahrt entwickelt und demonstriert. Das Bundesverkehrsministerium förderte das Vorhaben mit rund 26,5 Millionen Euro.
Das Fraunhofer ISE zeigt auf der Hannover Messe seine neue Produktionsforschung für Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren. Im Fokus stehen ein neues Technikum sowie Analysen zu Power-to-X und Wasserstoff-Lieferketten.
SolydEra zeigt auf der Hannover Messe die aktuelle PMX-Plattform für Festoxid-Brennstoffzellen. Das integrierte System bündelt Stack, heißgasführende Peripherie und Steuerung. Es ist modular aufgebaut und für Leistungen von einigen zehn bis mehreren hundert Kilowatt ausgelegt.
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg hat eine Methode entwickelt, mit der sich die thermomechanische Ermüdung von Werkstoffen unter Wasserstoffeinfluss wirtschaftlich im Labor bestimmen lässt. Das Verfahren nutzt sogenannte Hohlproben - von innen durchströmte Prüfkörper - und soll die Bauteilauslegung für Gasturbinen und Großmotoren erleichtern.
Der Stahlkonzern Voestalpine hat an seiner Wasserstoff-Pilotanlage H2Future im österreichischen Linz zwei Hochdruck-Kompressoren des spanischen Herstellers Hiperbaric installiert. Die Geräte verdichten grünen Wasserstoff auf bis zu 500 bar – unter anderem für den Einsatz im wasserstoffbasierten Stahlherstellungsverfahren Hyfor.
Celeroton TurboCell zeigt auf der Hannover Messe zwei Turbokompressoren für Brennstoffzellen: den CTi-110x auf Basis der zweiten CTi-1x-Generation mit integriertem Wechselrichter sowie den neuen CTE-400x mit CC-4000 für 100 bis 200 Kilowatt.
Asahi Kasei hat gemeinsam mit Nippon Steel und Nippon Steel Trading eine Initiative gestartet, um Titan aus Produktionsabfällen von Chlor-Alkali-Elektrolysezellen zu recyceln. Das hochreine Metall soll in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.
Dana hat eine metallische Bipolarplatte für Elektrolyseure vorgestellt. Die am Standort Neu-Ulm entwickelte Komponente aus Titan oder Stahl ist nur 0,1 Millimeter dünn und soll durch höhere Leistungsdichte die Systemkosten senken.
Ein europäisches Konsortium unter Leitung des spanischen Forschungszentrums Cener will die Festoxid-Elektrolyse weiterentwickeln. Im Projekt Desiree soll bis 2029 ein 40-kW-Prototyp entstehen, der einen Wirkungsgrad von über 85 Prozent erreicht und Wasserstoff ohne zusätzliche elektrische Kompression bereitstellt.
Das EU-geförderte Konsortium Eco2Fuel will Ende April Fortschritte bei der elektrochemischen CO2-Reduktion vorstellen. Im Mittelpunkt steht ein validiertes 50-kW-Elektrolyseur-System, das CO2 mithilfe von Strom in synthetische Kraftstoffe und Chemikalien umwandeln soll.
AGC Vinythai hat in Map Ta Phut, Thailand, den kommerziellen Betrieb seiner erweiterten Chlor-Alkali-Anlage aufgenommen. Kernstück ist ein e-BiTAC-v7-Elektrolyseur von Thyssenkrupp Nucera. Die Anlage zählt zu den größten Anwendungen dieser Technologie.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Forscher des DLR haben sechs verschiedene Luftversorgungssysteme für Brennstoffzellen in Flugzeugen verglichen. Die Ergebnisse zeigen: Mit optimierten Kompressor-Turbinen-Kombinationen lässt sich die Gesamtmasse von Brennstoffzellensystem und Tank um bis zu 8,1 Prozent reduzieren.