EN
EWE hat mit dem Bau einer 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden begonnen. Die Anlage ist Teil des Projekts „Clean Hydrogen Coastline“ und soll ab Ende 2027 grünen Wasserstoff für industrielle Abnehmer liefern.
Die HANNOVER MESSE 2026 zeigt, wie die produzierende Industrie ihre Energieversorgung resilient, sicher und emissionsarm gestaltet. Intelligente Energieautomatisierung, Wasserstoffsysteme und flexible Speicherlösungen machen sichtbar, wie effiziente, flexible und CO₂-arme Energieversorgung in der Praxis funktioniert. Produktionsanlagen passen ihre Energiequellen dynamisch an – von Eigenstrom über Netzstrom bis hin zu Wasserstoff aus Partnersystemen – und sichern so einen kontinuierlichen Betrieb bei minimalem Energieeinsatz.
Auch, wenn am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg zeitweise so aussieht, als hätte es dort einen Erdstoß gegegeben: Der Bau der Hamburger Wasserstoff-Fabrik schreitet wie geplant voran. Ab 2027 sollen hier jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugt werden.
Gegen Abend auf der Messe zeigt sich, dass die H2-Branche nicht nur Katalystoren, Kompressoren und Sensoren zu bieten hat, sondern auch genießen kann. Da hieven holländische Aussteller ein großen Käselaib auf den Empfangstresen und offerieren die zehn Jahre lang gereifte Spezialität häppchenweise auf Holzspießen.
Im finnischen Harjavalta ist die erste industrielle Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in Betrieb gegangen. Gebaut wurde sie vom Unternehmen P2X Solutions. Der Elektrolyseur stammt vom Dresdner Hersteller Sunfire und hat eine Leistung von 20 Megawatt.
Wie lässt sich Wasserstoff effizienter komprimieren – ohne bewegliche Teile und mit geringen Energieverlusten? Im Gespräch mit HZwei erläutert David Colomar, CEO des französischen Unternehmens Eifhytec, das Prinzip einer thermochemischen Verdichtung. Die Technologie ersetzt die klassische mechanische Kompression und wurde mit dem hy-fcell Award 2025 in der Kategorie Products & Markets ausgezeichnet. Colomar erklärt, wie das Verfahren funktioniert und welche Vorteile es bei Speicherung und Transport von Wasserstoff bringen kann.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert die Einschätzung des Bundesrechnungshofs zu angeblichen Milliardenrisiken beim Wasserstoffhochlauf. Der Verband sieht in grünem Wasserstoff eine volkswirtschaftlich sinnvolle Investition mit langfristigem Nutzen.
Die Energiewende tritt in ihre dritte Phase ein: Integrierte Energiesysteme sind erforderlich, um konventionelle, fossile Kraftwerksstandorte vollständig zu ersetzen. Als Pionier in der Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff treibt ENERTRAG diese Transformation aktiv voran. Bereits 2011 haben wir das weltweit erste Wasserstoff-Hybridkraftwerk in der Uckermark in Betrieb genommen und damit einen Meilenstein für die Energiewende gesetzt. Heute entwickeln und bauen wir weitere Wasserstoffwerke in ganz Deutschland.
Die BtX energy GmbH ist mit ihrem Verfahren zur Wasserstofferzeugung aus Biogas mit dem Innovationspreis der European Biogas Association ausgezeichnet worden. Die Technologie ermöglicht eine dezentrale H2-Produktion und findet auch politisch zunehmend Anerkennung.
Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger der klimaneutralen Zukunft. Damit sein Potenzial wirksam wird, müssen Politik, Wirtschaft und Bildung koordiniert handeln. Verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen und gut ausgebildete Fachkräfte entscheiden über den Markthochlauf.
Der Wasserstoffproduzent Lhyfe hat für vier seiner Standorte in Deutschland und Frankreich die RFNBO-Zertifizierung erhalten. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben größter europäischer Produzent von zertifiziertem grünem Wasserstoff nach RED-III-Standard.
Nach dem Vorliegen des vom BMWE beauftragten „Monitorings“ lassen die Reaktionen der Verbände nicht lange auf sich warten. Sie fallen gemischt aus.
Linde hat am Infineon-Standort Villach eine Elektrolyseanlage zur lokalen Produktion von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen. Die Anlage deckt den gesamten Wasserstoffbedarf der Halbleiterfertigung und ersetzt fossile Lieferungen aus Deutschland.
Linde und die Mainzer Stadtwerke verlängern ihr gemeinsames Wasserstoffprojekt im Energiepark Mainz. Geplant ist der Austausch der zehn Jahre alten Elektrolyseure durch moderne PEM-Technologie mit 5 Megawatt Leistung. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.
Eine Studie in „nature-energy“ kommt zu dem Ergebnis, dass ohne politische Absicherung durch europäische Staaten grüner Wasserstoff aus Afrika bis 2030 wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig sei. Nur wenige Standorte könnten mit gezieltem De-Risking wettbewerbsfähig werden.
Eine neue Studie zur Wasserstoffpreisentwicklung in der Emscher-Lippe Region zeigt: Grüner Wasserstoff bleibt vorerst teuer. Für den Markthochlauf sind laut Studie gezielte Fördermaßnahmen und eine bessere Anbindung an das Wasserstoffkernnetz entscheidend.
Die Wasserstoff-Rennserie Extreme H ist neues Mitglied im britischen Branchenverband Hydrogen UK. Ziel ist es, Motorsport als Plattform für Forschung, Technologieentwicklung und öffentliche Akzeptanz von Wasserstoff zu nutzen.
Der von ABO Energy in Hünfeld-Michelsrombach produzierte Wasserstoff ist nun offiziell als grün zertifiziert. Die Anlage gehört damit zu den wenigen in Deutschland, die bereits eine RNFBO-Zertifizierung nach dem europäischen CertifHy-Standard erhalten haben.
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe hat erstmals erfolgreich die Verbrennung von grünem Wasserstoff als Ersatz für Erdgas in der Industrie getestet. Zudem lieferte das Unternehmen erstmals grünen Wasserstoff nach Spanien.
Die EU-Kommission hat ein neues Klimaziel für 2040 vorgeschlagen: Die Netto-Treibhausgasemissionen sollen gegenüber 1990 um 90 Prozent sinken. Der Vorschlag soll Investitionen in saubere Technologien stärken und die Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen, heißt es von der Kommission. Das könnte eine Chance für Wasserstoff sein.
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe hat als erstes Unternehmen in Frankreich Wasserstoff mit dem neuen RFNBO-Zertifikat der EU ausgeliefert. Die Zertifizierung bescheinigt die Einhaltung höchster ökologischer Standards bei der Herstellung von grünem Wasserstoff.
ABO Energy hat in Hünfeld-Michelsrombach sein erstes Wasserstoffprojekt in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert Windkraft, eine 5-MW-Elektrolyse und eine Wasserstofftankstelle. Sie soll jährlich bis zu 450 Tonnen zertifizierten grünen Wasserstoff erzeugen.
Die HZwei stellt sich neu auf – doch das Kernteam bleibt erhalten. Immerhin steht das Magazin seit über 20 Jahren für Kompetenz rund um das Thema Wasserstoff. Neu ist vor allem die stärkere Vernetzung mit anderen Medien aus dem Hause Gentner Energy Media und der Fokus auf digitale Formate.
Im Hafen von Rotterdam entsteht die zentrale Infrastruktur für grünen Wasserstoff in Europa. Ab 2026 wird sie schrittweise in Betrieb gehen. Bis 2030 soll der Hafen mit Deutschland und anderen europäischen Ländern verbunden sein.
Im Verbundkraftwerk Uckermark wirken viele dezentrale Anlagen zusammen wie ein großes Kraftwerk. Der Prototyp von Enertrag zeigt, wie eine Kombination aus Sonne, Wind und grünem Wasserstoff ein fossiles Kraftwerk komplett ersetzen kann – und stößt international auf Interesse.