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Forschungsplattform für Wasserstoffsysteme gestartet

Die Universität Stuttgart hat die Forschungsplattform WAVE-H2 für neue Wasserstofftechnologien gestartet. Ziel ist es, Lösungen für die Dekarbonisierung von Industrie und Mobilität zu entwickeln. Die Plattform soll neue Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforschen – von der Erzeugung bis zur Anwendung in Industrie und Energiesystemen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben mit rund 36 Millionen Euro.

Der Campus Vaihingen bildet den experimentellen Kernstandort. Ein zweiter Standort in Freudenstadt soll im Sommer 2026 folgen. Dort sollen die entwickelten Technologien im industriellen Maßstab getestet werden.

Am WAVE-H2 Campus wird neben der Elektrolyse vor allem auch an der Umwandlung in Energieträger wie Methanol oder Ammoniak geforscht sowie an der Rückgewinnung von Wasserstoff aus Ammoniak. Letzteres gilt als vielversprechender Ansatz für den Transport von Wasserstoff.

Ein Brennstoffzellen-Teststand ermöglicht zudem, die Umwandlung von Wasserstoff in Strom und Wärme zu untersuchen. Weitere Projekte befassen sich mit der Herstellung von Flugbenzin aus Biogas sowie der Produktion von Grundchemikalien aus Abfällen mittels Pyrolyse.

Betreiber der Plattform sind das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) und der Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichersysteme am Institut für Photovoltaik (ipv). Projektleiter Alexander Sauer, Direktor des EEP, betont: „Mit unserer Plattform leisten wir auf regionaler, landes- und bundesweiter Ebene einen starken Beitrag zu innovativen und flexiblen Wasserstofflösungen und zur Dekarbonisierung der Industrie.“

Die Forschung ist eng mit der industriellen Praxis verknüpft. Der Standort Vaihingen liegt in unmittelbarer Nähe zur Forschungsfabrik ARENA2036. Zudem kooperiert WAVE-H2 mit der Initiative CHEMampere, die an CO2-neutralen Verfahren zur Chemikalienproduktion arbeitet.

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