A bumpy ride für Brennstoffzellen-Aktien

Weichai Minen- Truck, © Ballard
Weichai Minen- Truck, © Ballard

Die Hochs und Tiefs der Aktien aus den Bereichen Brennstoffzellen und Wasserstoff in den vergangenen Wochen lassen sich am besten mit einem „bumpy ride“ umschreiben – einer „holprigen Fahrt“ nach einer kräftigen Kurssteigerung in kurzer Zeit. Es scheint mir gerade eine wichtige Konsolidierungsphase begonnen zu haben. Indes ist dies kein Grund, den Optimismus zu verlieren, denn die seit Anfang Dezember 2020 sehr starken Kursausschläge – mit teilweise mehr als 50 Prozent Steigerung in nur einem Monat – bedurften einer notwendigen Korrektur. Und diese ist nun in vollem Gange. Was letztlich zählt, ist die Zukunft der Branche, und da halte ich es mit einer alten Börsenweisheit: The trend is your friend.

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Bloom – 25 Prozent Unternehmenswachstum angepeilt

Bloom, © www.wallstreet-online.de
Stand: 15. März 2021, © www.wallstreet-online.de

Der Umsatz im vierten Quartal 2020 zog um 16,8 Prozent auf 249,4 Mio. US-$ an und erreichte damit 794,2 Mio. US-$ für das Gesamtjahr. Das Minus betrugt 0,16 US-$/Aktie und weist damit einen stark gefallenen Verlust für das Gesamtjahr in Höhe von 1,14 US-$/Aktie nach einem Minus von 2,67 US-$ in 2019 aus. Die Non-GAAP-Gewinnmarge konnte um 11,3 auf 27 Prozent gesteigert werden. Zukünftig rechnet Bloom mit einer Gewinnmarge von durchschnittlich 25 Prozent per anno.

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Plug Power – bald Elektrolyse und eigene H2-Produktion?

Plug Power geht nun genau den richtigen Weg, so meine Einschätzung: Man baut die Produktion von flüssigem Wasserstoff auf und aus und plant dazu die Übernahme von United Hydrogen, das über eine Jahreskapazität von 6,5 Tonnen verfügt, welche auf 10 Tonnen gesteigert werden soll, und dann 25 Prozent des Wasserstoffbedarfs von Plug intern selbst abdeckt. Damit kann dann perspektivisch auch die Gewinnmarge aus dem Bereich der Consumables kommen. Parallel verhandelt Plug mit einem Unternehmen, welches Elektrolyseure produziert und das übernommen werden könnte oder soll. All das sehe ich als sehr positiv an. In wenigen Jahren will man seitens Plug über 50 % der eigenen Wasserstoffproduktion mit grünem Wasserstoff abdecken.

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Wasserstoff zur Windenergiespeicherung

Wespe-Elektrolyseur

Wasserstoff als idealer chemischer Energieträger für die Langzeitspeicherung im Strom- und Wärmesektor und für die Verwendung in der Mobilität sowie als Grundstoff für die chemische Industrie hat für das zukünftig verstärkt sektorengekoppelte deutsche Energiesystem eine zentrale Bedeutung.

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Zweistufige Hochtemperaturwasserspaltung

Hydrosol

Wasserstoff weist ein hohes Potenzial auf, einer der dominierenden Energieträger in allen Bereichen der Energiewirtschaft zu werden, da er ohne kohlenstoffhaltige Rohstoffe und rein unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen hergestellt werden kann. Er wird zurzeit als Fahrzeugtreibstoff für Autos, Busse, Lkw und Züge eingeführt.

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Elektrolyse: Entwicklungstrends und Herstellerübersicht

Akzo
Alkalischer Elektrolyseur, © Nel Hydrogen

Die Aufspaltung von Wasser mit Hilfe elektrischer Energie in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff wird allgemein als Wasserelektrolyse bezeichnet. Dieser Vorgang entspricht der aus dem Schulunterricht bekannten Knallgas-Reaktion in entgegengesetzter Richtung. Sofern die Anode und die Kathode in einer Elektrolysezelle durch eine semipermeable Membran oder ein Diaphragma getrennt sind, können die produzierten Gase getrennt aus der Zelle abgeführt werden.

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Hochspannung bei Graforce Hydro

Hanke
Jens Hanke, © Graforce Hydro

Die Graforce Hydro GmbH aus Berlin-Köpenick arbeitet derzeit an der sogenannten Hochfrequenz-Elektrolyse. Dabei soll mit Hilfe eines elektrischen und eines magnetischen Felds Wasser in seine Bestandteile zerlegt werden, so erklärte Geschäftsführer Dr. Jens Hanke. Seit 2010 arbeitet er im Technologiepark Adlershof an dieser Idee, bei der gemäß seinen Ausführungen mit einem Hochspannungsfeld direkt über dem Wasserspiegel „ein Plasma wie auf der Sonne erzeugt“ wird

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Der Bau in Aarau kann beginnen

Jetzt wird’s konkret in der Schweiz: Wie die IBAarau AG Mitte Juni 2016 vermeldete, hat der schweizerische Energieversorger konkrete Schritte in die Wege geleitet, um das von H2 Energy und Coop Mineraloel AG initiierte Vorhaben (s. HZwei-Hefte Juli 2015 u. April 2016) in die Praxis umzusetzen. Und zwar reichte IBAarau kürzlich ein Baugesuch ein, um eine H2-Produktionsanlage an seinem Wasserkraftwerk in Aarau zu errichten. Das Kraftwerk soll ab 2017 zwei Prozent seiner Stromproduktion für die geplante Elektrolyse-Anlage nebst Verdichterstation abzweigen.

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Weltweiter Markt für Elektrolyseure wächst dramatisch

Hydrogenics-Elektrolyseur
PEM-Elektrolyseur im Container
(Quelle: Hydrogenics)

Die derzeit an der Börse gehandelten Aktien von Brennstoffzellenunternehmen befinden sich alle auf einem Kursniveau, als wenn bereits ein Crash eingetreten sei. Es wirkt, als wenn die technologischen Durchbrüche bei der Weiterentwicklung der Brennstoffzelle überhaupt nicht stattgefunden hätten, als wenn die Erzeugung, die Speicherung und die Nutzung von Wasserstoff keine Chancen auf Erfolg hätten. Aber mitnichten – das Gegenteil ist der Fall. Wir befinden uns am Anfang

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Neue Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg eingeweiht

Shell-H2-Tankstelle
Neuer Hyundai ix35 Fuel Cell an neuer H2-Station

Hamburg hat seine dritte Wasserstoff-Tankstelle erhalten. Am 16. März 2015 nahm der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundes-Verkehrsministerium Enak Ferlemann gemeinsam mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch die neue Station in der Schnackenburgallee in Betrieb. Die in die dortige Shell-Tankstelle integrierte Betankungsanlage erzeugt den Wasserstoff per Elektrolyse direkt vor Ort, und zwar aus 50 % erneuerbar produziertem Strom und 50 % Regelenergie.

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