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Die EU-Kommission hat ihre Revision des Emissionshandelssystems und den Electrification Action Plan vorgelegt. Beide Vorhaben haben laut dem Branchenverband Hydrogen Europe große Bedeutung für die Wasserstoffwirtschaft. Auch eine 100-Milliarden-Euro-Bank für industrielle Dekarbonisierung ist geplant.
Die EU-Kommission überprüft wichtige Regeln für grünen Wasserstoff. Hintergrund sind geopolitische Risiken und stockende Investitionen. Der Elektrolyseur-Hersteller Quest One nennt konkrete regulatorische Hürden und schlägt Anpassungen für einen schnelleren Markthochlauf vor.
Stefan Dohler von EWE übernimmt den Vorsitz des Beratungsgremiums der Bundesregierung, der bisherige kommissarische Vorsitzende Felix Matthes wird sein Stellvertreter. Doch wer sind die anderen Mitglieder? HZwei hat die Eckdaten zu neuen und ausscheidenden Mitgliedern zusammengestellt.
In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung neue Mitglieder in den Nationalen Wasserstoffrat (NWR) berufen. Den Vorsitz übernimmt Stefan Dohler, Chef von EWE. Von den 17 Mitgliedern sind zehn neu berufen.
Der DVGW sieht beim Wasserstoffhochlauf in Deutschland deutliche Fortschritte, mahnt aber offene Baustellen an. In einem Positionspapier lobt der Gas- und Wasserverband mehrere Gesetzesvorhaben der Bundesregierung. Unterm Strich fehlt es jedoch an Geld.
Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) hat in Brüssel für verlässlichere Investitionsbedingungen geworben. Beim Policy Dialogue am 1. Juli forderten Vertreter aus Politik und Industrie eine Überarbeitung der RFNBO-Regeln, die aus ihrer Sicht den Markthochlauf bremsen.
Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) sieht die Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz allenfalls als zeitlich begrenzte Übergangslösung. In einem am 18. Juni veröffentlichten Informations- und Grundlagenpapier warnt das Beratungsgremium davor, der Fokus auf Beimischung könne den Aufbau einer eigenen Wasserstoffinfrastruktur verzögern.
Der Wasserstoffhochlauf in Bayern kommt langsamer voran als ursprünglich angenommen. Das geht aus dem Fortschrittsbericht des Zentrums Wasserstoff.Bayern (H2.B) hervor, der am 24. Juni 2026 dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie übergeben wurde.
Die größte Hürde für Wasserstoffimporte sind nicht die Kosten, sondern die zögerliche Regulierung in der EU – das sagt Cornelius Matthes von DII Desert Energy im Podcast „The Hydrogen Elevator“. Laurent Antoni von IPHE, einem zwischenstaatlichen Zusammenschluss für gemeinsame Wasserstoff-Spielregeln, sieht diese Herausforderung ebenfalls. Er betont aber die Fortschritte in diesem Feld und die Notwendigkeit, gemeinsame Lösungen zu suchen.
Ein Bündnis aus 16 deutschen und europäischen Wirtschaftsverbänden fordert eine europäische Wasserstoffallianz auf Ebene der Mitgliedstaaten. Deutschland soll dabei eine führende Rolle übernehmen. Der Hochlauf komme zwar voran, bleibe aber hinter den Erfordernissen zurück.
Andreas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV), ist in das Board of Directors von Hydrogen Europe gewählt worden. Er vertritt dort die europäischen nationalen Wasserstoffverbände. Sein Mandat läuft bis Juni 2029.
Die Umsetzung der RED-III-Industriequote in Deutschland kann je nach regulatorischem Ansatz Wettbewerbsnachteile für hiesige Produktionsstandorte verursachen. Das zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).
Der Wasserstoffmonitor des BDEW, der auf Basis der Wasserstoff-Datenbanken des EWI entstanden ist, zeigt eine Projektpipeline für die Wasserstofferzeugung von fast 12.000 MW – doch nicht einmal 200 MW sind in Betrieb. Der Verband fordert daher bessere Rahmenbedingungen.
Das Versorgungssicherheitsgesetz hat in erster Lesung den Bundestag passiert. Es soll die Verfügbarkeit von Kraftwerkskapazitäten sicherstellen. Der Deutsche Wasserstoff-Verband fordert, früher auf Wasserstoff zu setzen und dabei auch den Aufbau der Infrastruktur in den Blick zu nehmen.
Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen. Die vom Wirtschaftsministerium genannten Ziele lassen aufhorchen. Unter anderem soll das Gremium neu besetzt und besser mit der Bundespolitik „verzahnt“ werden.
Stellt man sich Stromnetz und Elektrolyseure als Paar vor, ist ihr Beziehungsstatus vermutlich „kompliziert“. Eigentlich sollten sie sich gegenseitig unterstützen, doch wer genau was wann zu tun hat und was dafür bekommt oder bezahlt – das ist mühsam auszuhandeln. Die Bundesnetzagentur, in diesem Beziehungsgeflecht zugleich Richterin und Mediatorin, hat nun einen Zwischenstand ihrer Überlegungen veröffentlicht, der Elektrolyse-Betreiber aufatmen lässt.
Ein resilientes Europa braucht Wasserstoff – doch eine überstürzte Skalierung in den Gigawatt-Maßstab könnte nach hinten losgehen. Timo Bollerhey (H2Global) und Michael Gauglitz (ST Engineering) erklären im Podcast „Hydrogen Elevator“, warum ein schrittweiser Hochlauf wichtig ist und wie Europa trotzdem mit Asien Schritt halten kann.
Der Bundesrat hat den Weg für die Umsetzung der EU‑Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie RED III in deutsches Recht freigemacht. Raffinerien sollen künftig verbindlich erneuerbaren Wasserstoff nach RFNBO‑Kriterien einsetzen. Der Wasserstoffproduzent Lhyfe erwartet dadurch zusätzlichen Bedarf im deutschen Markt.
Zur ersten Lesung der EnWG-Novelle im Bundestag kritisiert FNB Gas zentrale Lücken im Gesetzesentwurf. Der Verband fordert bessere Finanzierungsregeln, mehr Flexibilität beim Kernnetz und klare Vorgaben für den Wasserstoffhochlauf.
Ein Verbändebündnis aus Energiewirtschaft, Industrie, Mittelstand und Kommunen appelliert an die Bundesregierung, in den aktuellen Verhandlungen für den Bundeshaushalt 2027 auch Geld für den Wasserstoffhochlauf einzuplanen, insbesondere für einen CfD-Mechanismus mit Garantieinstrumenten entlang der Wertschöpfungskette.
Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) hat ein Strategiepapier mit dem Titel „H2026 - Resilienz durch Wasserstoff gestalten" vorgelegt. Friederike Lassen, Vorständin des DWV und Hauptautorin des Papiers, erklärt im Podcast „The Hydrogen Elevator", wie sie sich einen verbindlichen Nachfragepfad und eine Entlastung bei Strom- und Netzkosten für Elektrolyseure vorstellt.
Die EU-Kommission hat Anfang März den lang erwarteten Vorschlag für den Industrial Accelerator Act (IAA) vorgelegt. Das Gesetz soll die Nachfrage nach in Europa hergestellten, CO2-armen Technologien und Produkten stärken. Wasserstoff profitiert dabei weniger, als manche gehofft hatten.
Sunfire-CEO Nils Aldag und Hydrogen-Europe-Chef Jorgo Chatzimarkakis fordern einen stärkeren Schutz der europäischen Elektrolyseur-Industrie. Europäische Anlagen seien preislich konkurrenzfähig – doch ohne politische Flankierung drohe ein Verlust wie einst bei der Solarindustrie. Das ist eine Kernbotschaft aus dem Podcast "The Hydrogen Elevator", der nun erstmals in Kooperation mit dem Wasserstoff-Magazin HZwei erschienen ist.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Es enthält 67 Maßnahmen, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen sollen. Beim Thema Wasserstoff sehen Branchenverbände jedoch erhebliche Lücken.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die EnWG-Novelle zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffbinnenmarktpakets beschlossen. Der Entwurf verankert Wasserstoff umfassend im Energierecht. BDEW und Thüga begrüßen das, verlangen aber Änderungen bei Fristen und Finanzierung.