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Die EU-Kommission hat Anfang März den lang erwarteten Vorschlag für den Industrial Accelerator Act (IAA) vorgelegt. Das Gesetz soll die Nachfrage nach in Europa hergestellten, CO2-armen Technologien und Produkten stärken. Wasserstoff profitiert dabei weniger, als manche gehofft hatten.
Sunfire-CEO Nils Aldag und Hydrogen-Europe-Chef Jorgo Chatzimarkakis fordern einen stärkeren Schutz der europäischen Elektrolyseur-Industrie. Europäische Anlagen seien preislich konkurrenzfähig – doch ohne politische Flankierung drohe ein Verlust wie einst bei der Solarindustrie. Das ist eine Kernbotschaft aus dem Podcast "The Hydrogen Elevator", der nun erstmals in Kooperation mit dem Wasserstoff-Magazin HZwei erschienen ist.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Es enthält 67 Maßnahmen, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen sollen. Beim Thema Wasserstoff sehen Branchenverbände jedoch erhebliche Lücken.
Das Norddeutsche Reallabor geht nach fünf Jahren Laufzeit in die Ergebnisphase. Das mit 30 Mio. Euro vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Großprojekt legt Handlungsempfehlungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vor.
Das Wasserstoff-Cluster HyWheels lädt am 27. März 2026 nach Fulda ein, um über den aktuellen Förderaufruf des Bundesverkehrsministeriums für H2-Tankstellen und -Nutzfahrzeuge zu informieren. Das Cluster bereitet zudem einen eigenen Förderantrag vor.
Die EU-Kommission hat am 4. März den Industrial Accelerator Act vorgelegt. Das Gesetz soll europäische Fertigung über „Made in EU"- und CO2-Anforderungen stärken. Für Wasserstoff bringt es weniger, als sich manche erhofft hatten.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert ein eigenständiges Wasserstoffgesetz. Das „H2G" soll nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den stockenden Markthochlauf beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.
Baden-Württemberg setzt sein Förderprogramm für Elektrolyseure fort. Für die zweite Runde stehen erneut mehr als 50 Millionen Euro bereit. Anträge können bis zum 18. Mai 2026 eingereicht werden. In der ersten Runde erhielten acht Projekte mit insgesamt 55 MW Elektrolyseleistung eine Förderung.
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält 54 Millionen Euro vom Bund. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab den Förderbescheid. Der Freistaat Bayern steuert weitere 10 Millionen Euro bei.
Die EU-Kommission hat ein deutsches Beihilfeprogramm über drei Milliarden Euro genehmigt. Es soll Investitionen in die Produktion von Cleantech-Technologien fördern – darunter auch Elektrolyseure. Die Förderung läuft bis Ende 2030.
Das Projekt IN4climate.RR hat eine verlängerte Förderzusage von Bund und Land bis Ende 2029 erhalten. In der zweiten Förderphase sollen Industrieunternehmen im Rheinischen Revier konkret bei der Umsetzung von Transformationsprojekten unterstützt werden.
Das Bundesverkehrsministerium stellt 220 Millionen Euro für den Aufbau eines initialen Wasserstofftankstellen-Netzes für Lkw bereit. Gefördert werden bis zu 40 Tankstellen und bis zu 400 Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb.
Eine neue Studie des Norddeutschen Reallabors zeigt: Der Markthochlauf von grünem Wasserstoff wird durch einen komplexen Hemmniskreislauf aus Regulatorik, fehlender Wirtschaftlichkeit und Infrastrukturproblemen gebremst. Die Analyse basiert auf Diskussionen aus den NRL-Transformation Labs.
Zwei Projekte von Partnern des trinationalen Wasserstoffnetzwerks 3H2 erhalten Fördermittel aus dem Landesprogramm ELY. In Achern und Kehl sollen Elektrolyseure mit insgesamt 2 MW Leistung entstehen. Ziel ist der Aufbau regionaler Wasserstoff-Hubs.
Die Stadtwerke Stuttgart ergänzen ihren Green Hydrogen Hub Stuttgart um einen vierten Elektrolyseur. Das Land Baden-Württemberg fördert den Ausbau mit rund 2,9 Millionen Euro.
Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt den Wasserstoff-Hub RKN/Rheinland mit 750.000 Euro über fünf Jahre. Ziel ist es, die regionale Wasserstoffwirtschaft zu stärken und den Strukturwandel im Rheinischen Revier aktiv zu begleiten.
Mit der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank und dem Innovationsfonds 2025 stellt die EU bis zu sechs Milliarden Euro für Wasserstoffprojekte bereit. Deutschland und Spanien beteiligen sich mit zusätzlichen nationalen Mitteln.
Der Branchenverband BDEW sieht im Haushaltsentwurf 2026 der Bundesregierung erhebliche Lücken bei der Förderung der Wasserstoffwirtschaft. Der Verband fordert zusätzliche Mittel für Elektrolyse, Speicher und Infrastruktur.
Der Bundestag berät in dieser Woche über den Haushalt 2026. Der BDEW warnt in diesem Zusammenhang vor deutlichen Kürzungen in der mittelfristigen Finanzplanung, die den Wasserstoffhochlauf gefährden könnten.
Die niederländische Regierung hat über 40 Millionen Euro an Fördermitteln für Wasserstoffmobilität vergeben. Ein Großteil davon geht an ein Konsortium um Fountain Fuel, das ein Netzwerk von H2-Tankstellen in Logistikzentren und entlang europäischer Verkehrsachsen aufbauen will.
Die Landesinitiative IN4climate.NRW hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das die EU-Regulatorik für grünen Wasserstoff kritisiert. Die darin geäußerten Empfehlungen erhalten Unterstützung von mehr als 20 Unternehmen und Branchenverbänden sowie Forschungseinrichtungen.
Nach dem Vorliegen des vom BMWE beauftragten „Monitorings“ lassen die Reaktionen der Verbände nicht lange auf sich warten. Sie fallen gemischt aus.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert von der Bundesregierung und der EU eine konsequente Umsetzung regulatorischer Rahmenbedingungen für den Wasserstoffhochlauf. Ein aktuelles Monitoring zeigt Fortschritte, aber auch große Herausforderungen.
Die Bundesnetzagentur hat heute das Hochlaufentgelt für das Wasserstoff-Kernnetz mit 25 €/kWh/h/a festgelegt. „Wir schaffen Planungssicherheit für alle Marktbeteiligten und ermöglichen den Zugang zum Wasserstoff-Kernnetz zu einem angemessenen Preis", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Das Bundesverkehrsministerium hat einen neuen Förderaufruf zur Umstellung von Busflotten auf alternative Antriebe gestartet. Auch Brennstoffzellenbusse und zugehörige Infrastruktur sind förderfähig. Projektskizzen können bis 31. August eingereicht werden.