Die Europäische Kommission hat den Industrial Accelerator Act (IAA) als Verordnungsentwurf veröffentlicht. Das Gesetz führt „Made in EU"- und CO2-Anforderungen bei öffentlicher Beschaffung, Auktionen und Förderprogrammen ein. Betroffen sind strategische Sektoren wie Stahl, Zement, Aluminium, Automobil sowie Netto-Null-Technologien wie Batterien, Solar, Wind, Wärmepumpen und Nukleartechnik. Der Vorschlag geht nun in die Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament und Rat.
Keine Nachfragemaßnahmen für E-Fuels und andere Wasserstoff-Erzeugnisse
Für Elektrolyseure sieht der IAA „Made in EU"-Anforderungen bei wettbewerblichen Ausschreibungen für Fördermittel vor: Ab einem Jahr nach Inkrafttreten müssen Stacks und eine weitere Hauptkomponente aus der EU stammen, ab drei Jahren Stacks plus zwei Komponenten. Dieselben Regeln gelten bei staatlicher Förderung von Elektrolyseur-Fertigungskapazitäten.. Wasserstoffderivate, Düngemittel und E-Fuels werden im gesamten Entwurf nicht mit eigenen Nachfragemaßnahmen bedacht.
Hydrogen Europe fordert Nachbesserungen
Der Branchenverband Hydrogen Europe begrüßt den Fokus auf „Made in Europe", kritisiert aber den eingeschränkten Anwendungsbereich. Hydrogen-Europe-CEO Jorgo Chatzimarkakis sagte: „Wir fordern die Gesetzgeber auf, das Gesetz zu stärken und die Lücken bei Ambition, Anwendungsbereich und Klarheit zu schließen. Europa muss sicherstellen, dass seine Industrie bei strategischen sauberen Technologien wie Wasserstoff wachsen, wettbewerbsfähig sein und weltweit führend werden kann." Die vorgeschlagene Quote von 25 Prozent für CO2-armen Stahl in der öffentlichen Beschaffung sei zudem zu niedrig, um einen echten Leitmarkt zu schaffen.
Mehr über den Industrial Accelerator Act lesen Sie in der nächsten Ausgabe der HZwei.