Deutsch-amerikanische Übernahme

Venturi, © Eberspächer
Dr. Massimo Venturi, © Eberspächer

Es geht auch andersherum: Während meistens große US-amerikanische Konzerne ausländische Unternehmen übernehmen, ist es in diesem Fall eine deutsche Firma, die ViCTORi, LLC aufgekauft hat. Anfang Juli vermeldete die Eberspächer Group, dass sie 100 Prozent des nordamerikanischen Verdichterherstellers aus Boulder, Colorado, erworben hat. Mit diesem Schritt sicherte sich der Automobilzulieferer aus Esslingen den Zugang zum weltweiten Wasserstoff- und Brennstoffzellenmarkt.

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Kommentar zur leidigen Wasserstoff-Farbenlehre

Vielleicht täuscht mein Eindruck, aber ich habe das Gefühl, dass immer mehr Akteure der Wasserstoff-Community die Diskussion über die verschiedenen Farben des Wasserstoffs leid sind. Schon seit Monaten wird nun überall über grünes, blaues und türkisfarbenes Gas debattiert. Erst hier in Deutschland, jetzt auch in Brüssel.

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Kommt die Wasserstoff-Gesellschaft Japan?

H2 als wichtiger Baustein der Green-Growth-Strategie

Fukushima Hydrogen Research Field,
© Toshiba
Fukushima Hydrogen Research Field, © Toshiba

Als erste Industrienation der Welt legte Japan bereits 2017 einen nationalen Wasserstoffplan vor. Im Rahmen der Hydrogen-Society-Strategie wurde dort massiv in wegweisende Pilotprojekte investiert, allerdings mit einem deutlichen Fokus auf den Import von blauem Wasserstoff. Zur japanischen Hydrogen Roadmap gehören der Ausbau der Nutzerseite (Brennstoffzellenfahrzeuge, Mini-BHKW in Gebäuden, Energieversorgung) sowie der Infrastruktur und vor allem der zügige Aufbau von Lieferketten aus dem Ausland. Mit dem neuen Klimaziel und der Green-Growth-Strategie der Regierung Suga hat das Thema noch mehr an Bedeutung gewonnen.

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Direkter Weg zu grünem Wasserstoff

Interview mit Christiane Averbeck von der Klima-Allianz Deutschland

Christiane Averbeck, © Klima-Allianz
© Klima-Allianz

Die Diskussion über die Marschrichtung Deutschlands beim Thema Wasserstoff ist in vollem Gange. Verschiedene Mitglieder der Bundesregierung betonen zwar immer wieder, dass vorrangig grüner Wasserstoff mit öffentlichen Geldern gefördert werden soll, aber es gibt auch Stimmen, die blauem und türkisfarbenem Wasserstoff zentrale Aufgaben zubilligen wollen – auch im Nationalen Wasserstoffrat. Demgegenüber gaben jetzt die Umweltverbände BUND und Klima-Allianz gemeinsam ein Votum ab, in dem sie den Einsatz von fossilem Wasserstoff und von Erdgas ablehnen. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz, erläuterte im Interview ihre Kritikpunkte an dem Plan, der in diesem Frühjahr im NWR diskutiert wurde. Die Klima-Allianz Deutschland ist ein Bündnis aus rund 140 Organisationen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft. Averbeck ist seit Juni 2020 Mitglied des Nationalen Wasserstoffrates.

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Sensibler, stromfreier Sensor

Seit vielen Jahren wird an Sensoren für Wasserstoff geforscht. Jetzt haben Wissenschaftler der University of Georgia eine Möglichkeit gefunden, wie möglichst einfach kleinste Gasmengen detektiert werden können. Wie in einer Veröffentlichung bei Nature Communications im April 2021 bekanntgegeben wurde, entwickelte das Team von George Larsen vom Savannah River National Laboratory ein optisches Messverfahren, das ohne Elektronik auskommt. Sein Kollege Prof. Tho Nguyen vom Franklin College of Arts and Sciences erklärte: „Unsere funkenfreien Wasserstoffsensoren auf optischer Basis erkennen das Vorhandensein von Wasserstoff ohne Elektronik, was den Prozess viel sicherer macht.“

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Ballard Power – Positionierung läuft geräuschlos

© JCB Group
© JCB Group

Ballard schmiedet weltweit diverse Allianzen, ausgedrückt in Prototypenentwicklungen, die sicherlich zu Joint Ventures und gemeinsamen Serienproduktionen von Stacks und Modulen wie auch Zulieferteilen führen. Von Mahle habe ich bereits berichtet. Nun kamen Chart Industries dazu, die u. a. Kompressoren bauen, wie auch die kanadische Linamar. Bei Letzterem handelt es sich um einen Kfz-Zulieferer mit einem Umsatz von 7,5 Mrd. US-$ und über 26.000 Mitarbeitern. Man wolle zusammen Powertrains für leichte Nutzfahrzeuge bis 5 Tonnen entwickeln, aber auch solche Systeme für SUVs und später auch Pkw. Auch mit Firmen wie Honeywell könnte über kurz oder lang ein Joint Venture entstehen, hat Ballard diesem Unternehmen doch den Brennstoffzellenbereich der ehemaligen Tochter Protonex für den Einsatz in Drohnen verkauft und eine Kooperation angedeutet.

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Das ist die Heilung, nicht die Therapie

Hydrogen House Project, Toyota Mirai

Mike Strizki baut energieautarke H2-Häuser in den USA

Mike Strizki ist mehr als begeistert vom Wasserstoff. Er hat sich diesem verschrieben und sagt, dass er sich zeitlebens für das am häufigsten im Universum vorkommende Element einsetze, das entscheidend sei, um CO2-neutral zu werden. Und dass er seinen acht Enkeln ein besseres und saubereres Leben bieten möchte.

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Sind Erdgasbetriebene BZ-Heizgeräte zukunftsfähig?

H2-Kessel von Remeha © BDR
© BDR

Warten auf die Wasserstoffheizung

Brennstoffzellenheizgeräte sind mittlerweile seit einigen Jahren auf dem Markt. Doch das Segment will nicht so recht in Schwung kommen, die Anzahl der installierten Geräte steigt nur langsam. Dies könnte an der begrenzten Auswahl und den noch hohen Preisen liegen. Doch berücksichtigt man die aktuell recht großzügigen Fördergelder, die beim Wechsel zu energieeffizienten Heizgeräten, insbesondere beim Ausbau einer alten Ölheizung, in Anspruch genommen werden können, muss man annehmen, dass es noch andere Gründe für die Kaufzurückhaltung gibt. Einer könnte darin liegen, dass heutige BZ-Aggregate – genau wie Brennwertthermen – Erdgas verbrennen und somit CO2-Emissionen verursachen.

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Saubere Zukunft mit Wasserstoff am Bodensee

Vierter Teil der Regionen-Serie: HyExpert HyAllgäu

HyExpert  HyAllgäu

Vor Beginn der HyExperts-Studie glichen im Allgäu die zahlreichen Ideen rund um den Wasserstoff einem Faden mit vielen losen Enden. Die vom Bundesverkehrsministerium geförderte und von der NOW GmbH betreute Maßnahme konnte jedoch in kürzester Zeit konkrete Pläne für ein Reallabor mit dem Ziel der Produktion und Verwertung von 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr im Allgäu präsentieren. Die NOW-Initiative HyLand war somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor und Impulsgeber für die Transformation der Region in Richtung einer Wasserstoffwirtschaft.

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