Hochlauf einer weltweiten Wasserstoffwirtschaft

Grafik Jan 2022, © www.wallstreet-online.de
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Anfang 2021 haben wir noch einen regelrechten Hype um Wasserstoffaktien gesehen. Anschließend kam es dann zu einer kräftigen Gegenreaktion. Ich nenne dies eine gesunde Bereinigung einer kurzfristigen Übertreibung, die aber nun deutlich sichtbar ihren Boden findet und 2022 in einen stabilen langfristigen Aufwärtstrend dieser Aktien führen wird, auch wenn es jüngst wieder zu einem Rückgang kam. Dennoch lassen die derzeit weltweit ausgerufenen Pläne zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft förmlich eine Goldgräberstimmung entstehen. Nicht nur die vielen Konferenzen, Strategien und Projekte, sondern die konkreten Vorhaben vieler Länder und Unternehmen, sich dem Klimawandel technologisch entgegenzustellen, bestimmen das Bild.

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Ballard Power – Hohes Umsatz- und Gewinnwachstum erwartet

Rechenzentren Bloom
Solche Rechenzentren sind bereits in Bearbeitung, © Bloom

Ballard Power als der eindeutige Marktführer in Sachen PEM-Brennstoffzelle arbeitet geräuschlos an der Positionierung des Unternehmens in diversen BZ-Märkten. Da werden Kapazitäten für Stacks auf- und ausgebaut, da wird massiv in F&E investiert, da finden Joint Ventures statt und viele Prototypenentwicklungen zusammen mit strategischen Partnern. Zudem wird an neuen Einsatzfeldern wie der Elektrolyse und begleitenden Technologien gearbeitet – mit dem Ziel, Produkte abzuliefern, die leistungs- und wettbewerbsfähig sind, kostengünstiger werden, lange Einsatzzeiten haben und über eine kompakte Bauweise verfügen. All dies ist die Basis für zukünftige Aufträge und natürlich den Übergang in den nachhaltig und stark steigenden Gewinn. Die Börse antizipiert all dies in den Aktienkursen, lange bevor die Fakten auf dem Tisch liegen. Erinnern Sie sich an Kurse von Ballard bei 1, 2, 3 US-$? Das liegt erst zwei Jahre zurück.

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Plug Power – Viele Projekte weltweit. Zu viele?

Hyvia-Transporter von Renault und Plug, © Hyvia
© Hyvia

Plug Power profitiert davon, dass verschiedene Analysten das Unternehmen für 2023/24 als einen Frontrunner in der amerikanischen Wasserstoffwirtschaft sehen, der durch den Aufbau von eigener Elektrolysekapazität zur Produktion von grünem Wasserstoff perspektivisch sehr gut aufgestellt sein dürfte. In neun Jahren sollen gar 9 Mrd. US-$ Umsatz möglich sein. Bis dahin soll ein Wasserstoffpreis von 1 US-$ pro kg erreichbar sein, so Evercore-Analyst James West.

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Siemens Energy – Immer noch interessantes Einstiegsniveau

PEM-Hydrolyseur Silyzer 200 in Werlte, © Siemens Energy
© Siemens Energy

Liest man über all die Großprojekte in Sachen Wasserstoff, die da auf den Weg gebracht werden, kommt man unschwer an Siemens Energy vorbei. Aufträge wie jüngst im Wert von 700 Mio. Euro sollten an der Tagesordnung sein. Auch die Probleme der Windkrafttochter Gamesa sehen lösbar aus, da der Markt unabhängig von kurzfristigen Problemen (Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Zulieferteilen) stark wächst. Hier würde ich dem Unternehmen den Vorschlag machen, Windanlagen in bestehende Projekte und Angebote via PPA von vornherein zu integrieren. Dann könnte man eine Anlage aus einer anderen Ertragssicht und Marge sehen.

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FCH JU wird Clean Hydrogen Partnership

Ursula von der Leyen, © European Union
© European Union

Während der European Hydrogen Week in Brüssel hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, Anfang Dezember 2021 die Führungsrolle Europas beim Ausbau der Produktion von sauberem Wasserstoff bekräftigt. Sie erklärte den fast 2.000 registrierten TeilnehmerInnen: „Dies ist zweifellos ein globales Unterfangen, aber ich möchte, dass Europa das Rennen anführt.“

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Havelstoff – Wasserstoff aus dem Havelland

© Shutterstock
Abfall ist reichlich vorhanden, © Shutterstock

Die Idee ist geradezu genial: Aus den Rotorblättern ausrangierter Windkraftanlagen hochreinen Wasserstoff erzeugen. Sollte sich dies skalieren lassen, ließen sich mit einem Streich gleich mehrere Herausforderungen bewältigen: Erstens müssten die alten Flügel deinstallierter Windturbinen nicht aufwändig zerschreddert, recycelt oder entsorgt werden. Stattdessen könnte ihr Material sinnvoll verwertet werden. Zweitens würde sich eine zusätzliche Wasserstoffquelle eröffnen, um die rasant steigende H2-Nachfrage befriedigen zu können. Und drittens käme dabei sehr sauberes Kohlenstoffdioxid heraus, das in unterschiedlichen Industriezweigen genutzt werden könnte. Bis es allerdings so weit ist, müssen noch etliche Fragen geklärt werden. 

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H2Global – Aufbau internationaler Wasserstoffmärkte

Import- (l.) und Exportvolumina von erneuerbaren wasserstoffbasierten Energieträgern 2050, © dena & LUT/Global Alliance Powerfuels
© dena & LUT/Global Alliance Powerfuels

Ungefähr auf halber Strecke zwischen Montreal und der Stadt Québec liegt das Städtchen Bécancour am Sankt-Lorenz-Strom mit seinen 13.000 Einwohnern. Im Industriepark, zwischen mittelständischen Chemie- und Raffineriebetrieben, steht der aktuelle Weltrekordhalter der Membranelektrolyse. Mit einer Leistung von 20 MW, gespeist aus reichlich verfügbarer Wasserkraft, versorgt der PEM-Elektrolyseur mit 8,2 t Wasserstoff pro Tag einen Teil der örtlichen Industrie. 

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HyGlass – Prozesswärme für industrielle Anwendungen

Prozess der Glasherstellung, © GWI
© GWI

Wasserstoff wird zurzeit als Dekarbonisierungsoption für viele, teils sehr unterschiedliche Sektoren diskutiert, vom Verkehrssektor bis hin zur Prozesswärme in der Industrie. Das öffentlich geförderte Forschungsprojekt HyGlass untersucht, wie Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoff-Gemische genutzt werden können, um die energieintensiven Hochtemperaturprozesse in der Glasindustrie zu dekarbonisieren. 

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Wasserstoffkompression mit Metallhydriden

Projektumfang COSMHYC

Die Gaskompression ist ein zentraler Prozess für die Beförderung, Verteilung, Speicherung und Abgabe von Wasserstoff. Sie hat einen hohen Anteil an den Kosten und am Energieverbrauch in den meisten H2-Wertschöpfungsketten, von der Wasserstoffbeschaffung bis zur Endanwendung. Mittlerweile werden, abhängig von den Anwendungsfällen, den Durchsatzraten und dem Ein- und Ausgangsdruck, verschiedene Verdichtungstechnologien angewendet. 

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