Das offene Rennen bei Langstrecken-Lkw

Betankt werden soll das Kryogas-Speichersystem an solch einer Versuchstankstelle, © Cryomotive
Versuchstankstelle für Kryogas-Speichersysteme, © Cryomotive

Gasförmiger oder flüssiger Wasserstoff? Diese Frage stellt sich bei der Betankung schwerer Nutzfahrzeuge. Dem Antriebssystem ist es egal, denn die Brennstoffzelle kann sowohl flüssigen als auch gasförmigen Wasserstoff verarbeiten. Anders sieht es bei der Infrastruktur aus. Experten sind sich einig, dass die Tankstellenbetreiber aus wirtschaftlicher Sicht nicht alle Technologien auf Dauer unterstützen können. Eine Alternative ist Kryogas, das sich sowohl durch die Kühlung von Druckgas auf tiefkalte Temperaturen als auch durch die direkte Verdichtung von LH2 erzeugen lässt. Entsprechende Aktivitäten, etwa im Projekt CryoTRUCK oder bei der Salzburger Aluminium Group (SAG), zielen auf ein Tanksystem ab, das eine Reichweite von rund 1.000 km erlaubt.

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Regionen-Serie: HyExperts Fulda

Hyundai Xcient, © Hyundai
© Hyundai

Große Freude am 12. Mai 2022 im Konferenzhotel Titanic in der Berliner Chausseestraße: Die NOW GmbH übergibt medienwirksam zusammen mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Förderbescheide für die neuen HyStarter-Regionen und die Teilnehmer der zweiten Runde des HyExperts-Programms. Auch schon vor gut zwei Jahren stand ein Vertreter der Region Fulda, Projektkoordinator Martin Thaler, in Berlin auf der Bühne, um als Gewinner der ersten Runde des HyExperts-Wettbewerbs aus den Händen des damaligen Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro entgegenzunehmen. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Was ist das Besondere an der Wasserstoff-Region Fulda?

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Die hocheffiziente hybride Energiepipeline

Schematischer Aufbau einer kombinierten Pipeline, © KIT ITEP
Schematischer Aufbau einer kombinierten Pipeline, © KIT ITEP

Allgemein bekannt ist die sich stetig verstärkende Notwendigkeit des Energietransportes von Nord nach Süd innerhalb Deutschlands. Die rasch auszubauenden Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energie aus Wind in der Nordsee und die Anlandung von Flüssig-Erdgas (LNG) bzw. Wasserstoff an den deutschen Seehäfen – ob nun als internationaler Import oder offshore erzeugt – erhöhen diese Notwendigkeit weiter.

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Siemens Energy baut in Berlin

Thomas Bagus (l.) wird die industrielle Fertigung in Berlin leiten, © Siemens Energy
Thomas Bagus (l.) wird die Fertigung in Berlin leiten, © Siemens Energy

Die Bundeshauptstadt wird auch für die Wasserstoffbranche immer wichtiger – auch als Industriestandort. So gab die Siemens Energy AG Ende März 2022 bekannt, dass die Fertigung ihrer Elektrolyseure an ihrem Standort an der Huttenstraße in Berlin-Moabit erfolgen wird. Ab 2023 sollen dort Elektrolysekapazitäten im Gigawattmaßstab produziert werden.

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Finnland noch zögerlich bei eigener Wasserstoffstrategie

Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions
Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions

Die natürlichen Voraussetzungen dieses skandinavischen Landes für die Wasserstoffwirtschaft sind im Vergleich zu vielen mitteleuropäischen Ländern relativ gut: Finnland hat ausreichend erneuerbare Energieressourcen, verfügt über enorme Wasserressourcen und hat wettbewerbsfähige Strompreise. Der finnische Strommix stützte sich im Jahr 2021 mehrheitlich auf einen hohen Anteil der Kernenergie (35,6 %) und Wasserkraft, die mit 22,5 Prozent fast ein Viertel beigetragen hatte. Die Windkraft war mit 12,5 Prozent die drittwichtigste Stromquelle. Gleich dahinter mit 10,3 Prozent die Biomasse. Hinzu kommt ein hoch entwickeltes und zuverlässiges Energieübertragungsnetz und technologisches und digitales Know-how, dass die Stromerzeugung in Finnland besonders effizient und günstig macht.

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Warum unser Nachbarkontinent noch immer unterschätzt wird

Hafen Barra do Dande in Angola, wo ein H2-Projekt gebaut werden könnte, © Lars Schneider
Barra do Dande in Angola,pot. Standort f. H2-Projekt, © Lars Schneider

Während Wirtschaftsminister Robert Habeck nach Katar und Norwegen reist, um Deutschland unabhängiger von russischen Energielieferungen zu machen, zieht es Vertreter der italienischen Regierung nach Algerien, Angola und in den Kongo. Nicht nur als Lieferant von Erdgas, sondern auch als Partner für neue Wasserstoffprojekte wird Afrika von der Bundesregierung noch unterschätzt.

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Hamburg erhält H2-Demo-Zentrum

Deutschlandweit entstehen immer mehr Standorte, die sich schwerpunktmäßig um Wasserstoff kümmern. Neben Reallaboren, HyLand-Regionen und ITZ-Satelliten gibt es auch Zentren, wo die H2-Forschung und -Entwicklung vorangetrieben wird. Eine zusätzliche Anlaufstelle soll jetzt in Hamburg geschaffen werden: ein Demonstrationszentrum für Sektorkopplungs- und Wasserstofftechnologien. In dem neuen Demo-Zentrum sollen die Kompetenzen des Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) sowie des Fraunhofer IWES gebündelt werden.

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Lohscheller geht zu Nikola

Portrait Lohscheller, © VinFast
© VinFast

Der frühere Opel-CEO Michael Lohscheller ist zu Nikola gewechselt. Ende Februar gab der US-amerikanische Nfz-Hersteller bekannt, dass Lohscheller zum Präsidenten des Unternehmens ernannt wurde. Zuvor war der Manager nach nur vier Monaten, in denen er als Geschäftsführer des vietnamesischen Automobilisten VinFast agierte, von diesem Amt zurückgetreten. Davor leitete er vier Jahre lang die Opel Automobile GmbH.

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Vom Ende der Klimakrise

Cover "Vom Ende der Klimakrise - Eine Geschichte unerer Zukunft" - Luisa Neubauer und Alexander Repenning

Dieses Buch trägt den mehrdeutigen Untertitel „Eine Geschichte unserer Zukunft“ und bietet einen umfassenden Überblick über die größten Probleme der Klimakrise. Sowohl geschichtliche als auch gesellschaftspolitische Zusammenhänge werden anschaulich erläutert, ohne die Lesenden mit allzu ausführlichen Schilderungen historischer Hintergründe zu ermüden. Luisa Neubauer und Alexander Repenning mischen auf unterhaltsame Weise Anekdoten, Fakten und Analysen und berichten dabei auch über sich selbst sowie ihre Beweggründe dafür, dass sie sich so vehement gegen ein „Weiter so“ engagieren.

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Hans Sandlaß ist verstorben

Am 15. April 2022 ist ein langjähriger Vorkämpfer für grünen Wasserstoff von uns gegangen. Dr. Hans Sandlaß setzte sich seit 1983 in der damaligen DDR für die Nutzung regenerativer Energien ein. 1990 gründete er die IEE Ingenieurbüro Energieeinsparung GmbH und engagierte sich frühzeitig für den Einsatz von Wasserstoff. Bis zuletzt mischte er sich immer wieder … Weiterlesen