Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search
Technologie

Armenischer Premierminister informiert sich am Fraunhofer LBF über Wasserstoffsicherheit

Eine armenische Delegation hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt besucht. Angeführt wurde die Delegation von Nikol Pashinyan, Premierminister der Republik Armenien. Begleitet wurde er vom armenischen Außenminister Ararat Mirzoyan sowie vom armenischen Botschafter in Deutschland, Viktor Yengibaryan. Der Besuch fand im Anschluss an die Verleihung des Hessischen Friedenspreises an Pashinyan statt.

Im Zentrum des Austauschs stand die Frage, welchen Beitrag Bewertungs- und Monitoringmethoden zur Sicherheit und Zuverlässigkeit von Wasserstoffsystemen leisten können. Das Fraunhofer LBF untersucht nach eigenen Angaben Werkstoffe, Komponenten und Systeme entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis zur Nutzung.

Einblicke in Forschung und Prüfmethoden

Institutsleiter Tobias Melz begrüßte die Delegation und stellte das Fraunhofer LBF sowie dessen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen vor. Anschließend gab Saskia Biehl einen Überblick über die Arbeiten des Instituts im Bereich Wasserstofftechnologien. Anhand eines Versuchsaufbaus zeigten die Forscher, wie sich das Verhalten von Werkstoffen unter Wasserstoffeinfluss und realitätsnahen zyklischen Belastungen untersuchen lässt.

Das Fraunhofer LBF entwickelt nach eigenen Angaben Methoden, mit denen die Zuverlässigkeit von Materialien, Komponenten und Systemen praxisnah untersucht werden kann. Dazu zählen Werkstoffuntersuchungen unter Druckwasserstoff sowie Prüfungen von Komponenten und Systemen unter realitätsnahen Bedingungen. Ergänzend kommen Simulationen, digitale Modelle und integrierte Sensorik zum Einsatz. Damit sollen kritische Schwachstellen frühzeitig erkannt, Komponenten sicherer ausgelegt und Entwicklungsrisiken reduziert werden.

Bedeutung für internationale Kooperationen

Der Besuch der armenischen Regierungsspitze verdeutlicht das Interesse Armeniens an deutscher Forschungskompetenz im Bereich Wasserstoff. Für das Fraunhofer LBF bietet der Austausch die Möglichkeit, seine Ansätze zur Sicherheit und Zuverlässigkeit von Wasserstofftechnologien international sichtbar zu machen. Wie sich die Gespräche konkret in Kooperationen übersetzen lassen, blieb bei dem Besuch offen.