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Kompressoren für die Befüllung von Tube-Trailern müssen naturgemäß oft starten und stoppen. Das ist eine Herausforderung für den zuverlässigen Betrieb. Außerdem müssen alle geplanten Stillstandszeiten der Kompressoren mit denjenigen anderer Anlagenkomponenten abgestimmt werden, um Betriebsunterbrechungen auf ein Minimum zu reduzieren. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Praxisbeispiel von Burckhardt Compression und Infraserv Höchst. Die 2001 gelieferten Kompressoren erreichen heute noch eine ausgezeichnete Verfügbarkeit und eine mittlere Zeit zwischen Revisionsarbeiten (mean time between overhauls, MTBO) zwischen 8.000 und 9.000 Stunden.
Vor 25 Jahren wenige Lösungen verfügbar
Vor 25 Jahren war die Bereitstellung von Hochdruck-Wasserstoff noch mit enormen Schwierigkeiten verbunden. Um die kleinsten Moleküle der Welt zu handhaben und dabei sicherzustellen, dass Kompressoren bei 230 bar Überdruck (bar (g)) dicht bleiben, gab es nur wenige technische Lösungen. Heute werden ähnliche Anlagen mit bis zu 550 bar (g) spezifiziert, auch dank der Branchenlösungen von Burckhardt Compression.
Bei den beiden Wasserstoffkompressoren vom Typ 2CS in der Infraserv-Anwendung war von häufigen Start-Stopp-Vorgängen im Rahmen des normalen Betriebs auszugehen. Dies wirkt sich normalerweise negativ auf die Wartungsintervalle aus. Die Betriebskosten der neuen Trailer-Tankstelle sollten naturgemäß möglichst niedrig sein und die Kompressoren maximal verfügbar. Das Ziel von 8.000 bis 9.000 MTBO wurde in Abstimmung mit den Instandhaltungsanforderungen anderer Anlagenkomponenten festgelegt. Burckhardt Compression hätte bei Bedarf auch eine MTBO von 12.000 Stunden realisieren können.
Eigene Materialien und Komponenten
Für eine solche Standzeit und Effizienz müssen Expertise in der Auslegung und sorgfältig ausgewählte Werkstoffe zusammenwirken. Burckhardt Compression hat mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung eigene Materialien entwickelt, wie zum Beispiel die Persisto-Ringe und Redura-Dichtungssysteme – Schlüsselkomponenten für trockenlaufende Hochdruckkompressoren.
Die Anlage arbeitet mit vielen Kompressoren für verschiedene Gase, die über den gesamten Standort verteilt sind. Darunter befinden sich zahlreiche Laby-Kompressoren (ölfreie Kolbenkompressoren mit Labyrinthdichtung), die von Technikern von Burckhardt Compression vor Ort betreut werden.
Starke Präsenz und Kommunikation
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit mit Infraserv ist Kommunikation. Burckhardt Compression benannte einen zentralen Ansprechpartner, um einen effektiven Informationsaustausch zu gewährleisten. Dies ermöglichte die effiziente Abwicklung aller Aspekte des Kompressormanagements von der ersten Inbetriebnahme und Schulung bis zur geplanten Wartung und Fehlerbehebung.
Die Präsenz von Burckhardt Compression in Deutschland umfasst vier Standorte. Sie bieten den Kunden einen kompetenten Support, der rund um die Uhr verfügbar ist und dazu beiträgt, die Gesamtbetriebskosten (total cost of ownership, TCO) möglichst niedrig zu halten.
Optimierung der Produktivität für die Zukunft
Steffen Enghard, Betriebstechnik Mechanik, Infraserv Höchst: „In den letzten Jahren konnten wir einen nahezu durchgehend störungsfreien Betrieb verzeichnen – kaum ungeplante Wartungseinsätze, kaum unerwartete Ausfälle. Das hat es uns ermöglicht, eine optimale Produktivität für unser Unternehmen sicherzustellen. Die kontinuierliche Unterstützung durch Burckhardt Compression war von unschätzbarem Wert und hat dafür gesorgt, dass unsere Anlagen einwandfrei funktionieren. Der Befüllprozess der Wasserstoff-Trailer ist ein zentrales Element unserer Anlagen und eine hohe Verfügbarkeit ist dabei essenziell.“
Für Infraserv Höchst gab die Kombination aus den technischen Lösungen und der Unterstützung vor Ort den Ausschlag für die langjährige Geschäftsbeziehung. Und mit dem Wasserstoffhochlauf weitet auch Burckhardt Compression sein Netz von Experten für den 24/7-Support aus – im vorigen Jahr kamen weltweit sechs neue Servicecenter hinzu.