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Baumaschinen

Bauunternehmen Eberhard will ab 2027 Solar-Diesel von Synhelion beziehen


Die Eberhard Bau AG wird ab 2027 erneuerbaren Diesel vom Cleantech-Unternehmen Synhelion beziehen. Ein entsprechender Abnahmevertrag wurde Anfang Februar unterzeichnet. Damit ist Eberhard das erste Bauunternehmen, das die synthetischen Solartreibstoffe von Synhelion im Baustellenbetrieb einsetzen will.

Synhelion produziert synthetische Treibstoffe mithilfe von konzentrierter Solarenergie. Diese sind kompatibel mit bestehenden Dieselmotoren. Dabei geht Synhelion nicht den Weg über die Elektrolyse, sondern setzt auf ein thermochemisches Verfahren, das mit Solarwärme betrieben wird. Synhelion nutzt konzentriertes Sonnenlicht, um hohe Temperaturen zu erzeugen und bei diesen aus Biogas und Wasser Synthesegas herzustellen, ein Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid (CO). Synthesegas wiederum ist der Ausgangsstoff für viele alternative Treibstoffe. Damit unterscheidet sich das Verfahren auch von dem des australischen Forschungsinstituts CSIRO, über das HZwei ebenfalls berichtete. Dieses setzt ebenfalls auf konzentriertes Sonnenlicht, nutzt dieses aber zur Spaltung von Wasser. Synhelion betreibt seit 2024 die Demonstrationsanlage „Dawn“, die einige tausend Liter Solartreibstoff pro Jahr produziert und die Prozesskette mit industriellen Komponenten demonstriert. Die erste kommerzielle Anlage ist in Spanien geplant und soll 2027 den Betrieb aufnehmen.

Die Technologie wurde 2024 mit der Inbetriebnahme der industriellen Anlage DAWN in Deutschland erstmals im industriellen Maßstab umgesetzt.

Mit dem Vertrag erschließt Synhelion erstmals den Bausektor als Anwendungsfeld für seine Solartreibstoffe. Bislang lag der Fokus auf Luftfahrt, Schifffahrt und Straßenverkehr. Baumaschinen gelten als besonders schwer elektrifizierbar, da sie unter hoher Last und oft in abgelegenen Gebieten betrieben werden.

„Unsere Maschinen sind täglich im harten Einsatz – Zuverlässigkeit ist entscheidend. Mit dem Solar-Diesel von Synhelion können wir CO2 genau dort senken, wo es bisher keine praktikable Alternative gab“, sagt Silvan Eberhard, Leiter Logistik der Eberhard Unternehmungen.

Die erste kommerzielle Produktionsanlage von Synhelion soll 2027 in Betrieb gehen. Neben Eberhard haben bisher Swiss International Air Lines, Pilatus Flugzeugwerke, der Flughafen Zürich, die AMAG Group und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees Abnahmeverträge mit Synhelion geschlossen.

Auch für Wasserstoff ist die Baubranche ein harter Markt, wie HZwei-Autor Leonhard Fromm für die Ausgabe 5-2025 recherchierte. Nur wenige Unternehmen sind bereit, in die innovative Technologie zu investieren. Mit einem HZwei-Abo oder kostenlosen Probeabo können Sie hier mehr erfahren: www.hzwei.info/mobilitaet/baumaschinen-wasserstoff-ist-teuer-und-schwer-verfuegbar