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RCT Hydrogen will im Juni 2026 mit der Fertigung alkalischer Druckelektrolyseure in Saarbrücken beginnen. Produktionspartner ist die Brück GmbH – und auch die chinesische Guofuhee ist im Boot. Die Jahreskapazität soll 250 MW betragen. Erster Auftrag ist ein 5-MW-Elektrolyseur für einen deutschen Industriekunden.
Die Hannover Messe hatte in diesem Jahr mit einem merklichen Rückgang an Ausstellern und Besuchern zu kämpfen. Das zeigte sich auch auf der Wasserstofffläche in Halle 11. Spannende Neuheiten gab es trotzdem zu sehen.
Der auf kohlenstoffarmen Wasserstoff spezialisierte Vermögensverwalter Hy24 hat eine Mehrheitsbeteiligung an Enagás Renovable erworben. Damit baut der französische Fonds sein Engagement im spanischen Wasserstoffmarkt aus. Bereits 2022 war Hy24 mit 30 Prozent eingestiegen.
Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) hat das Wifor Institute und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) mit einer Studie beauftragt. Diese soll die Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale der Wasserstoffwirtschaft in den neuen Bundesländern analysieren.
Im Sommer 2025 erklärte der Automobilkonzern Stellantis seinen Ausstieg aus der Wasserstofftechnologie. Im gerade vorgelegten Geschäftsbericht für das vorige Jahr schlägt dies nun mit einer Gesamtbelastung von 1,1 Milliarden Euro zu Buche.
Eine britische Brancheninitiative hat in sechsmonatiger Arbeit die Berufsbilder, Qualifikationen und Kompetenzen definiert, die für den Aufbau einer Wasserstoff- und CCUS-Wirtschaft im Vereinigten Königreich nötig sind. Nun soll das Modell landesweit ausgerollt werden.
Die Briten wollen eine Gigawatt-Fertigung für die neueste Elektrolyseurgeneration – und ITM Power soll sie bauen. Das Unternehmen gab heute bekannt, gleich zwei staatliche Finanzspritzen erhalten zu haben. In Summe geht es um 86,5 Mio. GBP – fast 100 Millionen Euro.
Der asiatisch-pazifische Raum hat eine der weltweit größten Wasserstoff-Projektpipelines aufgebaut. Doch laut einem neuen Bericht des Energy Industries Council (EIC) schafft nur ein Bruchteil der Vorhaben den Sprung von der Planung in die Umsetzung. Die Vertragsvergaben haben sich 2025 halbiert.
Eine künftige Wasserstoffwirtschaft hängt nicht nur vom Bau neuer Elektrolyseure ab. Entscheidend ist auch, wie flexibel das Stromsystem mit Überschuss-Strom umgehen kann. Genau hier können lokale Flexibilitätsmärkte eine zentrale Rolle spielen – erläutert Regulierungsexpertin Kora Töpfer von EPEX SPOT.
Die Hannover Messe ist in der Wasserstoffbranche ein fester Termin. Im Rahmen der Hydrogen + Fuel Cells Europe in Halle 11 zeigen viele Unternehmen neue Produkte, von denen wir hier eine Auswahl präsentieren.
In vielen Industrien ist Leasing ein bewährtes Finanzierungsmodell. In der Wasserstoffbranche standen dem bisher oft die Förderbedingungen entgegen. Das ändert sich gerade.
Die Hydroverse Convention des H2UB und der Hy.Summit.Rhein.Ruhr finden am 15. September 2026 erstmals gemeinsam in der Messe Essen statt. Die beiden Veranstaltungen wollen Start-ups, Industrie und Wissenschaft für die Dekarbonisierung vernetzen.
Die Strategieberatung EY-Parthenon und die Power-to-X-Plattform des VDMA haben eine umfassende Analyse des PtX-Marktes vorgelegt. Ihr Befund: Der Markt konsolidiert sich. Projekte ohne belastbare Geschäftsmodelle verlieren an Dynamik, während sich Vorhaben mit klaren Standort- und Abnahmevorteilen durchsetzen.
Das französische Geowissenschaftsunternehmen Mantle8 hat eine strategische Partnerschaft mit dem Seismik-Dienstleister S³ geschlossen. Damit sichert sich Mantle8 Zugang zu einer eigenen Flotte seismischer Sensoren, um schneller natürliche Wasserstoffvorkommen weltweit zu erkunden.
Das Berliner Unternehmen Graforce hat eine strategische Finanzierungsrunde in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen. Ein internationales Investorenkonsortium finanziert die industrielle Skalierung der Methan-Plasmapyrolyse, die perspektivisch Wasserstoff zu Kosten von 2 bis 3 Euro pro Kilogramm erzeugen soll.
Der estnische Elektrolyse-Entwickler Stargate Hydrogen ist eine Partnerschaft mit der britischen Seacht Group eingegangen. Die Vereinbarung markiert den Einstieg des Unternehmens in den britischen Wasserstoffmarkt und ist Teil einer europäischen Wachstumsstrategie.
Die Clusteragentur Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion veröffentlicht. Die kostenlose Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette vernetzen.
Thyssenkrupp Nucera verzeichnet im ersten Quartal 2025/2026 einen Umsatzrückgang von 44 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig meldet der Elektrolyse-Spezialist den größten Chlor-Alkali-Auftrag für ein Neubauprojekt in der Unternehmensgeschichte und bestätigt die Prognose für 2025/26.
Wasserstoffaktien erlebten 2021 einen regelrechten Hype. Seitdem sank der Kurs bei vielen Unternehmen, doch manche legten 2025 kräftig zu. Finanzexperte Max Deml fasst das vorige Jahr für HZwei zusammen.
Eine neue Studie des Norddeutschen Reallabors zeigt: Der Markthochlauf von grünem Wasserstoff wird durch einen komplexen Hemmniskreislauf aus Regulatorik, fehlender Wirtschaftlichkeit und Infrastrukturproblemen gebremst. Die Analyse basiert auf Diskussionen aus den NRL-Transformation Labs.
Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt den Wasserstoff-Hub RKN/Rheinland mit 750.000 Euro über fünf Jahre. Ziel ist es, die regionale Wasserstoffwirtschaft zu stärken und den Strukturwandel im Rheinischen Revier aktiv zu begleiten.
Methanol Reformer liefert erstmals ein System nach Japan. Der L18-Reformer soll ab 2026 am Standort Niigata von Mitsubishi Gas Chemical Wasserstoff aus Methanol erzeugen. Das Projekt dient auch der Validierung der Technologie nach japanischen Standards.
In Deutschland sollen bis Ende 2025 vierzehn Wasserstofftankstellen stillgelegt werden – obwohl die meisten von ihnen öffentliche Förderung bekommen haben. Eine Petition fordert nun den Erhalt der Infrastruktur. Kritiker sehen nationale und europäische Wasserstoffziele gefährdet.
HYPOS und das Fraunhofer IKTS haben im Auftrag des DGB-Projekts Revierwende eine neue Online-Plattform zur Wasserstoff-Weiterbildung entwickelt. Die Übersicht „Way to H2“ listet rund 200 Bildungsangebote und richtet sich an Fachkräfte, Studenten und Unternehmen.
Unter dem Motto „Connecting the Dots” wollen sechs europäische Betreiberfirmen von Wasserstofftankstellen die Infrastruktur auf den wichtigsten europäischen Routen ausbauen. Im Fokus stehen mehr Tankstellen und Fahrzeuge – vor allem kurzfristig bis 2028.