Die Studie untersucht insbesondere die globalen Absatzpotenziale ostdeutscher Technologieunternehmen im Bereich der Elektrolysetechnologien. Auf Basis einer Technologie- und Akteursanalyse sollen bestehende Kompetenzen ermittelt und mögliche Wertschöpfungsanteile am globalen Markt abgeschätzt werden. Daraus wollen die Auftragnehmer potenzielle Arbeitsmarkteffekte ableiten. Zusätzlich untersucht die Studie die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten im Kontext europäischer Technologiekompetenz.
Wertschöpfungskette reicht von Forschung bis Export
„Hinter der Wasserstoff-Wertschöpfungskette stecken weit mehr als der Aufbau und Betrieb von Elektrolyseuren oder die Anwendung von Wasserstoff in Industrie und Mobilität", sagt IWO-Geschäftsführer Dominik Härle. „Sie beginnt bereits mit der Forschung und Entwicklung, reicht über Komponentenfertigung und Anlagenbau bis hin zum Export der Technologien." Die Studie solle eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage für die strategische Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland liefern.
Das Wifor Institute bringt als unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut seine Expertise in makroökonomischen Analysen ein. „Unsere Analysen sollen belastbar quantifizieren, welche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte mit dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland verbunden sein können", sagt Florian Fickler, Teamlead Arbeitsmarktforschung beim Wifor Institute. Das Fraunhofer ISE steuert technologische Kompetenz entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette bei – von der Materialforschung über Elektrolyseprozesse bis zur Systemintegration.
Ergebnisse für Spätsommer 2026 geplant
Die Ergebnisse sollen nach Angaben der IWO im Spätsommer 2026 vorgestellt werden. Sie sollen als Grundlage für industrie- und arbeitsmarktpolitische Entscheidungen dienen.
Die IWO ist die gemeinsame Plattform der sechs ostdeutschen Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ihre Gründung geht auf einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz Ost aus dem Jahr 2022 zurück. Die Initiative vernetzt Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Der Bund unterstützt sie als Netzwerkmitglied.