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ABB wird sein verteiltes Leitsystem System 800xA für den Kawasaki-LH2-Terminal in Ogishima, Japan, liefern. Kawasaki Heavy Industries hat die Technologie für den laut eigenen Angaben weltweit ersten kommerziellen Terminal für flüssigen Wasserstoff ausgewählt. Bis 2030 soll die Demonstrationsphase dauern – danach soll der kommerzielle Betrieb starten.
ABO Energy und die finnische Stadt Oulu haben eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung einer Anlage für grünen Wasserstoff unterzeichnet. Die Elektrolyseleistung könnte laut ABO Energy in mehreren Phasen auf bis zu 600 MW ausgebaut werden.
Siemens Energy bereitet die rechtliche und operative Abspaltung seines Geschäftsbereichs Transformation of Industry vor. Zu dem Bereich mit 17.000 Beschäftigten und 5,7 Milliarden Euro Umsatz gehört auch das Elektrolyseur-Geschäft für die Produktion von grünem Wasserstoff.
Air Products bezieht künftig langfristig RFNBO-konformen Wasserstoff aus Nobians Chloralkali-Anlage in Rotterdam. Die Anlage gilt mit einer Kapazität von mehr als 14.000 Tonnen pro Jahr als Europas größte RFNBO-zertifizierte Wasserstoffproduktion.
Das University College London (UCL) richtet einen von Horiba finanzierten Lehrstuhl für fortschrittliche Antriebstechnologien ein. Erster Inhaber wird ab September 2026 Professor Thomas S. Miller. Die Partnerschaft zielt auf Forschung zu Brennstoffzellen und Batterien.
Der estnische Elektrolyseur-Hersteller Stargate Hydrogen verstärkt sein Geschäft in Finnland. Als Country Director übernimmt Petri Sarnes die Leitung. Er kommt von Siemens und soll die Position des Unternehmens im wachsenden finnischen Wasserstoffmarkt ausbauen.
Der norwegische Elektrolyseur-Hersteller HydrogenPro hat seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz lag bei 15 Millionen NOK, das Nettoergebnis bei minus 51 Millionen NOK. Parallel startete die Produktion einer neuen Elektrodengeneration.
Für den Ausbau seiner Produktionsanlagen in Kawasaki erhält Asahi Kasei Fördermittel der Präfektur Kanagawa und der Stadt Kawasaki. Bis 2028 soll dort eine Jahreskapazität von mindestens 2 GW für Zellrahmen und Membranen alkalischer Elektrolyseure entstehen. Mit der bestehenden Kapazität für Chlor-Alkali-Elektrolyseanlagen würde die jährliche Gesamtkapazität damit auf über 3 GW steigen.
Die eFuel Alliance hat ein Positionspapier vorgelegt, das strombasierte Kraftstoffe als sicherheitspolitisch relevanten Faktor für Europa einordnet. Der Verband fordert praxistaugliche Produktionsregeln, verbindliche Unterquoten und eine Anrechnung von Investitionen auf das NATO-Ausgabenziel.
Der Hamburger Hafen bereitet sich auf Ammoniak als maritimen Kraftstoff vor. Die Hamburg Port Authority (HPA) und MB Energy haben eine Risikoanalyse und ein Sicherheitskonzept für die Ship-to-Ship-Bebunkerung erarbeitet. Ein Importterminal soll ab 2029 die Versorgung sichern.
Der finnische E-Methan-Entwickler Nordic Ren-Gas und der Dresdner Elektrolyse-Hersteller Sunfire haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen. Sunfire wird damit bevorzugter Technologiepartner für die Wasserstoff- und E-Methan-Projekte von Ren-Gas.
RCT Hydrogen aus Konstanz liefert einen schlüsselfertigen 10-MW-Elektrolyseur für das Projekt „Green Hydrogen Sines“ im Hafen von Sines. Auftraggeber ist das Projektentwicklungsunternehmen Beyond Green. Die Auslieferung soll 2026 beginnen, die Produktion im Sommer 2027 anlaufen.
Die EU-Kommission hat ihre Revision des Emissionshandelssystems und den Electrification Action Plan vorgelegt. Beide Vorhaben haben laut dem Branchenverband Hydrogen Europe große Bedeutung für die Wasserstoffwirtschaft. Auch eine 100-Milliarden-Euro-Bank für industrielle Dekarbonisierung ist geplant.
Die AquaDuctus Pipeline GmbH beginnt mit den Baugrunduntersuchungen für die geplante Offshore-Wasserstoffpipeline in der Nordsee. Die Arbeiten vor Norderney und Hilgenriedersiel starten laut Unternehmen frühestens am 20. Juli 2026 und liefern Daten für Trassenführung und Bauverfahren.
Ineratec und Zeopore kooperieren bei einem neuen Hydrocracking-Verfahren für synthetische Kraftstoffe. Ziel ist es, Fischer-Tropsch-Wachse aus Power-to-Liquid-Anlagen effizienter zu drop-in-fähigen E-Fuels und Chemikalien aufzuwerten.
Intelligent Energy hat ein 120-kW-Brennstoffzellensystem für große Drohnen vorgestellt und sich zugleich nach eigenen Angaben den bislang größten Auftrag im UAV-Segment gesichert. Die Technologie soll längere Flugzeiten und höhere Nutzlasten ermöglichen.
Die EU-Kommission überprüft wichtige Regeln für grünen Wasserstoff. Hintergrund sind geopolitische Risiken und stockende Investitionen. Der Elektrolyseur-Hersteller Quest One nennt konkrete regulatorische Hürden und schlägt Anpassungen für einen schnelleren Markthochlauf vor.
Die chinesische Tochterfirma des US-Unternehmens Verde Hydrogen liefert Kernkomponenten für eine netzunabhängige Erzeugung von grünem Wasserstoff für die China Coal Energy Group. Der Auftrag umfasst vier alkalische Elektrolyseure mit je 1.200 Nm³/h sowie eine integrierte Einheit zur Gas-Flüssig-Trennung und Reinigung.
Die größte Hürde für Wasserstoffimporte sind nicht die Kosten, sondern die zögerliche Regulierung in der EU – das sagt Cornelius Matthes von DII Desert Energy im Podcast „The Hydrogen Elevator“. Laurent Antoni von IPHE, einem zwischenstaatlichen Zusammenschluss für gemeinsame Wasserstoff-Spielregeln, sieht diese Herausforderung ebenfalls. Er betont aber die Fortschritte in diesem Feld und die Notwendigkeit, gemeinsame Lösungen zu suchen.
Ein Bündnis aus 16 deutschen und europäischen Wirtschaftsverbänden fordert eine europäische Wasserstoffallianz auf Ebene der Mitgliedstaaten. Deutschland soll dabei eine führende Rolle übernehmen. Der Hochlauf komme zwar voran, bleibe aber hinter den Erfordernissen zurück.
Thyssenkrupp Uhde hat von Fuella AS zwei Pre-FEED-Aufträge für Großanlagen zur Produktion von grünem Ammoniak in Brasilien erhalten. An den Häfen Pecém und Açu sollen diese jeweils 400.000 Tonnen Ammoniak jährlich erzeugen. Das norwegische Unternehmen Fuella AS hat Thyssenkrupp Uhde mit der Pre-FEED-Phase für zwei Großprojekte zur Erzeugung von grünem Ammoniak in Brasilien beauftragt. Die Projekte PeGA in Pecém und AçuGA in Açu sehen jeweils eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen Ammoniak vor, der vollständig auf Basis erneuerbarer Energien erzeugt werden soll.
Ein europäisches Konsortium aus fünfzehn Partnern hat das Projekt HyCavern gestartet. Ziel ist die Entwicklung unterirdischer Wasserstoffspeicher in bergmännisch erstellten, ausgekleideten Felskavernen. Koordiniert wird das dreijährige Vorhaben vom norwegischen Forschungsinstitut SINTEF.
Mehrere Elektrolyseprojekte in Dänemark sollen ab 2031 Wasserstoff für den deutschen Markt erzeugen. Der Deutsche Wasserstoffverband spricht von guten Konditionen dank wettbewerblicher Förderung. Gleichzeitig dürfe man die H2-Produktion in Deutschland nicht vernachlässigen.
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Elektrolyseure, die in die dänische Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen und Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz beliefern.
HES International und das kanadische Energieunternehmen North Atlantic wollen gemeinsam eine Importroute für Wasserstoff über den Hafen Wilhelmshaven aufbauen. Grundlage soll die LOHC-Technologie sein. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu in Berlin ein Memorandum of Understanding.