Trelleborg Sealing Solutions präsentiert auf der Hydrogen Technology World Expo vom 20. bis 22. Oktober in Hamburg sein Portfolio an Dichtungslösungen für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das H2Pro-Portfolio mit mehr als 20 Dichtungswerkstoffen für Erzeugung, Transport, Speicherung und Endanwendung von Wasserstoff.
Nach Unternehmensangaben wurden die Werkstoffe in proprietären Prüfverfahren für Anforderungen realer Wasserstoffanwendungen validiert. Sie zeichnen sich laut Trelleborg durch minimale Wasserstoffpermeation, Beständigkeit gegen schnelle Gasdekompression (Rapid Gas Decompression, RGD) sowie Abrieb- und Extrusionsbeständigkeit aus. Aus den Werkstoffen lassen sich Rahmendichtungen, Gummi-Metall- und Gummi-Kunststoff-Komponenten sowie Mehrkomponentenlösungen für Ventile, Elektrolyseure und Brennstoffzellen-Stacks fertigen.
Neue Rahmendichtung FlexiBond für Elektrolyseure und Brennstoffzellen
Als Neuheit innerhalb der H2Pro-Reihe stellt Trelleborg die Dichtungslösung FlexiBond vor. Diese verbinde die Eigenschaften großformatiger Rahmendichtungen mit hoher Formstabilität und reduziere den Investitionsaufwand für komplexe Spritzgussanlagen, sagt James Simpson, Global Segment Director Energy bei Trelleborg. „Die Lösung eröffnet neue konstruktive Möglichkeiten für Elektrolyseure und Brennstoffzellen, indem sie die Eigenschaften großformatiger Rahmendichtungen mit hoher Formstabilität verbindet und den erforderlichen Investitionsaufwand für komplexe Spritzgussanlagen reduziert“, so Simpson.
Dichtungen für Flüssigwasserstoff und Elektrolyse
Für Anwendungen mit Flüssigwasserstoff bei kryogenen Temperaturen zeigt Trelleborg das Turcon-Variseal-Portfolio aus Hochleistungspolymeren. Die Dichtungen seien für extreme Druck- und Temperaturbedingungen ausgelegt und in verschiedenen Geometrien erhältlich – sowohl für statische als auch für dynamische Dichtaufgaben.
Für die Erzeugung von grünem Wasserstoff per Elektrolyse umfasst das Portfolio unter anderem HMF-FlatSeal-Flachdichtungen, Rahmendichtungen und Gummi-Metall-Verbunddichtungen. Diese sind nach Herstellerangaben für Temperaturen von +50 bis +160 °C sowie Drücke bis 80 bar ausgelegt und für alle Elektrolyseurtechnologien geeignet. Dichtungen in Elektrolyseanlagen spielen eine Rolle für die Trennung des erzeugten Wasserstoffs und Sauerstoffs sowie für den Schutz der Anlagenkomponenten vor elektrochemischen Angriffen.
Testzentrum in den USA
Für die Entwicklung und Prüfung seiner Wasserstofflösungen betreibt Trelleborg ein 93 Quadratmeter großes Testzentrum in Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana. Dort finden Wasserstoff-Leckageprüfungen, Untersuchungen zur schnellen Gasdekompression, Kompatibilitätsprüfungen sowie dynamische Prüfungen und Permeationsprüfungen statt. Prüfungen sind nach Unternehmensangaben bei Drücken bis 1.034 bar und in einem Temperaturspektrum von kryogenen Bedingungen bis über 180 °C möglich. Zusätzlich lassen sich Druckzyklusprüfungen unter verschiedenen Umgebungstemperaturprofilen durchführen.
Trelleborg Sealing Solutions ist ein Anbieter von Präzisionsdichtungen, Lagern und kundenspezifischen Polymerkomponenten. Das Unternehmen gehört zur schwedischen Trelleborg Gruppe, die 2025 einen Jahresumsatz von rund 34 Milliarden Schwedischen Kronen erzielte und in rund 40 Ländern vertreten ist. Der Geschäftsbereich betreibt weltweit über 35 Produktionsstätten, mehr als 60 Customer Solution Center und 15 R&D-Zentren.