Die Genehmigungen erlauben Mantle8 zunächst nicht-invasive Untersuchungen. Danach hat das Unternehmen die Option, zu einer vollständigen Explorationslizenz überzugehen. Das Gebiet liegt an der Südflanke der Pyrenäen. Die Geologie ähnelt jener, die Mantle8 bereits über seine fünfjährige Comminges-Lizenz auf französischer Seite untersucht (HZwei berichtete).
Zum Einsatz kommen laut Unternehmen die eigenen Technologien Geologix (geologische Modellierung), Horex (4D-Bildgebung) und Apogeh (Bewertung von Wasserstoffsystemen). Die Daten sollen mit einer proprietären Technologie-Plattform ausgewertet werden, um das Potenzial für Vorkommen von natürlichem Wasserstoff zu bewerten.
Region mit industrieller Abnahme-Perspektive für Wasserstoff
„Navarra und das Baskenland bieten eine seltene Kombination aus günstiger Geologie und etablierter Infrastruktur, in einer Region mit starkem industriellem Abnahmepotenzial“, sagt Emmanuel Masini, Gründer und CEO von Mantle8. Man verfüge bereits über ein gutes geologisches Verständnis der Region.
Masini fordert zugleich klarere regulatorische Rahmenbedingungen in Europa. Die spanischen Behörden hätten bestehende Regeln für Kohlenwasserstoffe an Wasserstoff angepasst, „aber es gibt noch Arbeit zu tun“. Aus Sicht des Unternehmens könne natürlicher Wasserstoff eine strategische und souveräne Ressource für Europa werden – besonders für Sektoren, in denen eine Elektrifizierung nicht möglich ist.
Mantle8 hat nach eigenen Angaben 2026 eine Series-A-Finanzierungsrunde über 31 Millionen Euro abgeschlossen. Zusätzlich habe es 2,17 Millionen Euro an Fördermitteln der französischen Regierung für die Weiterentwicklung seiner Technologie-Plattform erhalten. Weitere Genehmigungen in anderen Ländern seien in den kommenden Monaten zu erwarten.