Aktuell sind laut dem Monitoring nur 44 Projekte mit 181 MW zur Wasserstofferzeugung tatsächlich in Betrieb. Für weitere 27 Projekte mit in Summe 1.271 MW gibt es immerhin eine Investitionsentscheidung oder sie sind im Bau. Für den Löwenanteil der Projekte – 98, um genau zu sein, mit einer Gesamtleistung 11.896 MW – gibt es jedoch noch keine finale Entscheidung.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, sieht dafür Gründe: „Damit aus Planungen auch tatsächlich Investitionsentscheidungen, realisierte Projekte und ein funktionierender Markt werden, braucht es jetzt klare, verlässliche und europäisch anschlussfähige Rahmenbedingungen. Wasserstoff ist der zentrale Hebel zur Dekarbonisierung der Industrie, deshalb wird es höchste Zeit, dass der Markthochlauf an Fahrt gewinnt.
Der BDEW hatte dafür bereits im März dieses Jahres ein Wasserstoffgesetz „H2G“ nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG vorgeschlagen.
Positionspapier: BDEW fordert Wasserstoffgesetz nach Vorbild des EEG
Um die Lücke zwischen der Zahlungsbereitschaft der Abnehmer und den Wasserstoffbereitstellungskosten zu schließen, schlägt der BDEW die Einführung von Wasserstoff-CfDs gepaart mit Garantieinstrumenten vor.
arüber hinaus brauche der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mehr europäische Zusammenarbeit. Deutschland solle dabei, wie im Koalitionsvertrag verankert, eine führende Rolle beim Aufbau einer Wasserstoff-Allianz auf Ebene der EU-Mitgliedstaaten übernehmen, so Andreae.