Thyssenkrupp nucera und Bharat Heavy Electricals Limited (BHEL) haben in der BHEL-Zentrale in Neu Delhi eine strategische Kooperationsvereinbarung (Strategic Collaboration Agreement) zur Herstellung alkalischer Wasser-Elektrolyseure unterzeichnet. Die Elektrolyseure sind für die Produktion von grünem Wasserstoff in Indien vorgesehen. Die Firmen wollen demnach gemeinsam daran arbeiten, schrittweise eine lokale Fertigung von Elektrolysemodulen in Indien aufzubauen. Das beinhaltet den Aufbau lokaler Fertigungskapazitäten, die gemeinsame Teilnahme an Ausschreibungsverfahren und Hilfe bei der Realisierung von Projekten.
BHEL ist eines der führenden staatlichen Ingenieurs- und Fertigungsunternehmen Indiens. Es ist seit Jahrzehnten in der Stromerzeugung, -übertragung, erneuerbare Energien, Öl und Gas, Transport, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung aktiv. Es besitzt unter anderem mehr als die Hälfte der konventionellen Kraftkwerkskapazitäten in Indien.
Thyssenkrupp nucera will in den indischen Wasserstoffmarkt
„Indien ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für thyssenkrupp nucera“, sagt Kiran Joseph, CEO von thyssenkrupp nucera India. Die Vereinbarung mit BHEL ist nicht der erste Schritt von thyssenkrupp nucera in den neuen Markt. Der Elektrolysespezialist kooperiert seit Anfang des Jahres auch mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), um in Indien einen Markt für für grünen Wasserstoff und Power-to-X in Indien zu schaffen. Ebenfalls in diesem Jahr beauftragte der indische Projektentwickler Juno Joule thyssenkrupp nucera mit einer FEED-Studie für ein 260-MW-Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.