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Markt

HydrogenPro startet Produktion der Gen4-Elektroden und schließt Kapitalerhöhung ab

Das norwegische Unternehmen HydrogenPro hat seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Der Hersteller alkalischer Hochdruck-Elektrolyseure mit Sitz in Herøya erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 15 Millionen norwegischen Kronen (NOK), nach 16 Millionen NOK im Vorquartal. Das EBITDA verbesserte sich von minus 32 Millionen NOK auf minus 16 Millionen NOK. Das Nettoergebnis fiel mit minus 51 Millionen NOK jedoch schwächer aus als im ersten Quartal (minus 41 Millionen NOK). Der Auftragsbestand stieg leicht auf 262 Millionen NOK, der Kassenstand lag zum Quartalsende bei 59 Millionen NOK.

Produktionsstart der Gen4-Elektroden

Zu den operativen Fortschritten zählt der Produktionsbeginn der Gen4-Elektroden. Nach Unternehmensangaben bieten diese eine höhere Effizienz und eine verbesserte Langzeitstabilität gegenüber den Vorgängerversionen. Die Elektroden gehören zum Kern der proprietären Technologie von HydrogenPro und werden in den alkalischen Hochdruck-Elektrolyseuren des Unternehmens eingesetzt.

Parallel schloss HydrogenPro eine Kapitalerhöhung ab. Diese war Teil einer strategischen Überprüfung, die das Unternehmen im Mai 2026 gestartet hatte. Ziel sei es, weiteren Aktionärswert zu schaffen, so das Unternehmen.

Umbau des China-Geschäfts nach LONGi-Abkommen

HydrogenPro passt zudem seine Struktur in China an. Nach einer OEM-Vereinbarung mit dem Solarkonzern LONGi stellt das Unternehmen auf ein schlankeres lokales Team um und veräußert Teile seiner dortigen Anlagen. Das OEM-Modell sieht vor, dass LONGi Elektrolyseure auf Basis der HydrogenPro-Technologie fertigt. HydrogenPro reduziert im Gegenzug den eigenen operativen Fußabdruck vor Ort.

Projektpipeline von 300 Millionen NOK

Nach Unternehmensangaben ist HydrogenPro als Lieferant für zwei größere Projekte ausgewählt worden. Das Gesamtvolumen der beiden potenziellen Verträge beziffert das Unternehmen auf knapp 300 Millionen NOK. Die Vertragsvergabe stehe noch unter dem Vorbehalt endgültiger regulatorischer Freigaben und technischer Prüfungen.

CEO Jarle Dragvik ordnete das Quartal wie folgt ein: „Das vergangene Quartal markierte wichtige operative und strategische Meilensteine für HydrogenPro. Die Einführung unserer neuen Gen4-Elektroden stellt einen bedeutenden technologischen Fortschritt dar, der unseren Kunden eine höhere Effizienz und Langlebigkeit bietet.“ Zum Umbau in China sagte Dragvik: „Wir optimieren unser Geschäftsmodell in China im Anschluss an die wegweisende OEM-Vereinbarung mit LONGi, verschlanken unseren operativen Fußabdruck und veräußern nicht-strategische Vermögenswerte.“

Hintergrund

HydrogenPro wurde 2013 gegründet und ist an der Osloer Börse notiert (OSE: HYPRO). Das Unternehmen entwickelt und liefert als OEM alkalische Hochdruck-Elektrolyseure sowie großskalige Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff. Nach eigenen Angaben ist HydrogenPro nach ISO 9001, ISO 45001 und ISO 14001 zertifiziert. Forschungs-, Vertriebs- und Produktionsstandorte betreibt das Unternehmen in Dänemark, Deutschland, den USA und China. Der Hauptsitz liegt in Herøya, Norwegen.

HydrogenPro CEO Jarle Dragvik

HydrogenPro

HydrogenPro CEO Jarle Dragvik