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Technologie

Finnisches Konsortium will Stahl mit Wasserstoff aus Methanpyrolyse herstellen

Kern des Projekts ist eine Alternative zur Elektrolyse: Der finnische Cleantech-Anbieter Hycamite spaltet Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff – ohne CO2-Emissionen. Nach Unternehmensangaben benötigt das Verfahren nur rund ein Achtel der Energie einer Elektrolyse. Ein Großteil davon lasse sich aus der Abwärme des Stahlwerks decken, sagt Laura Rahikka, Chief Operating Officer (COO) von Hycamite.

Für die Stahlindustrie ist der Ansatz aus zwei Gründen interessant. Erstens liefert er Wasserstoff zur Reduktion von Eisenerz. Zweitens fällt fester Kohlenstoff an, der in der Elektrostahlproduktion weiterhin gebraucht wird – etwa zum Schlackenaufschäumen im Elektrolichtbogenofen (Electric Arc Furnace, EAF) und für Legierungen. Hycamite will beide Produkte direkt in den Stahlprozess einspeisen.

Das Projekt Future Sustainable Electric Steel Mill (FutSteel) soll die Kombination aus Elektrolichtbogenofen und modernisierten Warmwalzprozessen entwickeln. Untersucht wird auch, ob sich die neuen Verfahren für Spezialstähle eignen. Hycamite war bereits am Vorgängerprojekt Towards Fossil-Free Steel Phase 2 (FFS2) beteiligt.

Forschungspartner sind die Universität Oulu, das Technical Research Centre of Finland (VTT) und die Åbo Akademi University. Aus der Industrie beteiligen sich SSAB, Coolbrook, Ovako, Hycamite, Otanmäki Mine, Strategic Resources, Titanor, Carbo Culture, Convion und Nordkalk.