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Infrastruktur

HyCavern: Europäisches Konsortium entwickelt Felskavernen-Speicher für Wasserstoff

Das Projekt HyCavern soll Lösungen für die großtechnische Wasserstoffspeicherung in ausgekleideten Felskavernen (Lined Rock Caverns, LRC) entwickeln und validieren. Die Koordination liegt bei SINTEF Industry in Trondheim. Die Projektleitung übernehmen Pierre-Rolf Cerasi und Mohammad Masoudi. Gefördert wird das Vorhaben durch die Clean Hydrogen Partnership.

Anders als Salzkavernen oder erschöpfte Erdgaslagerstätten sind ausgekleidete Felskavernen nach Angaben des Konsortiums nicht auf bestimmte geologische Formationen angewiesen. Sie sollen damit auch in Regionen einsetzbar sein, in denen herkömmliche Untergrundspeicher nicht zur Verfügung stehen. Das Konzept kombiniert bergmännisch aufgefahrene Hohlräume mit Stahl- und Betonauskleidungen sowie Überwachungssystemen.

Kohlenstoffarmer Beton, Sensoren aus dem 3D-Drucker und weitere Komponenten gehen in den Test

In den kommenden drei Jahren will das Konsortium mehrere technische Bausteine entwickeln. Dazu zählen Stahlauskleidungen mit Laserschweißverfahren und Schutzbeschichtungen, die Wasserstoffversprödung, Ermüdung und Leckagerisiken reduzieren sollen. Geplant sind außerdem Tests mit kohlenstoffarmem Beton für die Gestein-Schnittstelle, Simulations- und Optimierungswerkzeuge für unterschiedliche geologische Bedingungen sowie Überwachungssysteme mit faseroptischen Sensoren, 3D-gedruckten Sensoren und digitalen Zwillingen.

Darüber hinaus soll das Gesamtkonzept unter realitätsnahen Betriebsbedingungen validiert werden. Ein GIS-basiertes Werkzeug soll die Standortauswahl in Europa unterstützen. Ergänzend ist eine technisch-ökonomische Bewertung samt Geschäftsmodellanalyse vorgesehen.

Dem Konsortium gehören neben SINTEF unter anderem die Fundación Hidrógeno Aragón (Spanien), die University of Edinburgh und die University of Oxford (Großbritannien), die TU Delft (Niederlande), das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT (Deutschland), die AGH-Universität Krakau (Polen), das Bundesamt für Landestopografie swisstopo (Schweiz), Baker Hughes, Deloitte sowie Picum MT (Deutschland) an. Weitere Informationen stellt das Konsortium unter www.hycavern.eu bereit.