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Sunfire-CEO Nils Aldag und Hydrogen-Europe-Chef Jorgo Chatzimarkakis fordern einen stärkeren Schutz der europäischen Elektrolyseur-Industrie. Europäische Anlagen seien preislich konkurrenzfähig – doch ohne politische Flankierung drohe ein Verlust wie einst bei der Solarindustrie. Das ist eine Kernbotschaft aus dem Podcast "The Hydrogen Elevator", der nun erstmals in Kooperation mit dem Wasserstoff-Magazin HZwei erschienen ist.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Es enthält 67 Maßnahmen, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen sollen. Beim Thema Wasserstoff sehen Branchenverbände jedoch erhebliche Lücken.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die EnWG-Novelle zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffbinnenmarktpakets beschlossen. Der Entwurf verankert Wasserstoff umfassend im Energierecht. BDEW und Thüga begrüßen das, verlangen aber Änderungen bei Fristen und Finanzierung.
Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat einen Förderaufruf über bis zu 8 Millionen Euro für die Erzeugung und Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff veröffentlicht. Unternehmen können Projektvorschläge bis zum 24. April 2026 einreichen.
Die EU-Kommission hat am 4. März den Industrial Accelerator Act vorgelegt. Das Gesetz soll europäische Fertigung über „Made in EU"- und CO2-Anforderungen stärken. Für Wasserstoff bringt es weniger, als sich manche erhofft hatten.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert ein eigenständiges Wasserstoffgesetz. Das „H2G" soll nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den stockenden Markthochlauf beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.
Der Bundestag hat das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz (WasserstoffBG) verabschiedet. Es soll Genehmigungsverfahren für Wasserstoffinfrastrukturen und -anlagen beschleunigen. Gegenüber dem Kabinettsentwurf wurde der Anwendungsbereich auf kohlenstoffarmen Wasserstoff ausgeweitet.
Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland scheitert nicht an mangelndem Interesse der Unternehmen. Ganz im Gegenteil: Regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Risiken auch auf EU-Ebene bremsen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette. Das zeigt eine Studie von BDEW und Capgemini.
Die EU-Kommission hat ein deutsches Beihilfeprogramm über drei Milliarden Euro genehmigt. Es soll Investitionen in die Produktion von Cleantech-Technologien fördern – darunter auch Elektrolyseure. Die Förderung läuft bis Ende 2030.
Anlässlich des Nordsee-Gipfels in Hamburg fordern BDEW und AquaVentus eine stärkere europäische Zusammenarbeit beim Offshore-Wind-Ausbau – und eine konsequente Integration der Offshore-Elektrolyse in die nationale und regionale Planung. Eine Studie zeigt: Weniger dichte Bebauung, grenzüberschreitende Flächenkooperationen und kombinierte Infrastrukturen können Kosten senken und Effizienz steigern.
Branchenverband DVGW sieht den Erfolg des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland vor allem von klaren Mengenangaben und dem Ausbau der Infrastruktur abhängig. Für den Wärmemarkt fordert der Verband eine technologieoffene Strategie.
Förderverein AquaVentus warnt vor negativen Folgen des aktuellen Netzentwicklungsplans 2037/2045 für die Offshore-Wasserstoffwirtschaft. Die Initiative fordert von der Bundesnetzagentur substanzielle Nachbesserungen – und eine stärkere Berücksichtigung von Wasserstoffinfrastruktur.
Das BMWE hat mit der Europäischen Kommission eine Grundsatzeinigung zu Eckpunkten für die Kraftwerksstrategie erzielt. Damit ist eine Hürde aus dem Weg geräumt. Die neuen Kraftwerke sollen H2-ready sein.
Die Wasserstoffinitiative AquaVentus fordert im Rahmen der WindSeeG-Novelle die gesetzliche Verankerung kombinierter Anschlusskonzepte für Offshore-Windparks. Ziel ist eine effizientere Nutzung von Windstrom und eine kostengünstigere Wasserstoffproduktion.
Mit der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank und dem Innovationsfonds 2025 stellt die EU bis zu sechs Milliarden Euro für Wasserstoffprojekte bereit. Deutschland und Spanien beteiligen sich mit zusätzlichen nationalen Mitteln.
Eine neue Studie des Projekts TransHyDE analysiert mögliche Entwicklungspfade für das europäische Wasserstoffsystem bis 2050. Sie fordert schnelle politische Entscheidungen, um Kosten zu senken, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Fehlinvestitionen zu vermeiden.
Beim Parlamentarischen Abend des Deutschen Wasserstoff-Verbands (DWV) in Berlin diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über zentrale Hebel für den Markthochlauf von Wasserstoff – darunter Nachfrageinstrumente, Strompreise und Genehmigungen.
Der Branchenverband BDEW sieht im Haushaltsentwurf 2026 der Bundesregierung erhebliche Lücken bei der Förderung der Wasserstoffwirtschaft. Der Verband fordert zusätzliche Mittel für Elektrolyse, Speicher und Infrastruktur.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Entwurf für eine weitere Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und anderer Vorschriften vorgelegt. Es geht dabei um die Umsetzung des europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, kurz VDMA, spricht sich für die Einführung einer Grüngasquote aus. Sie soll den Markthochlauf von grünem Wasserstoff und anderen klimaneutralen Gasen beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.
Das Bundeskabinett hat am 1. Oktober einen Entwurf für das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz veröffentlicht. Es soll den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur erleichtern und beschleunigen.
Die Landesinitiative IN4climate.NRW hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das die EU-Regulatorik für grünen Wasserstoff kritisiert. Die darin geäußerten Empfehlungen erhalten Unterstützung von mehr als 20 Unternehmen und Branchenverbänden sowie Forschungseinrichtungen.
Nach dem Vorliegen des vom BMWE beauftragten „Monitorings“ lassen die Reaktionen der Verbände nicht lange auf sich warten. Sie fallen gemischt aus.
Am gestrigen Montag hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den „Monitoringbericht“ zur Energiewende veröffentlicht. Auch zehn Maßnahmen hat Ministerin Katherina Reiche vorgestellt. In Bezug auf Wasserstoff scheinen feste Ziele der Vergangenheit anzugehören, stattdessen gibt man sich „flexibel“ und „technologieoffen“. Reiche spricht von einer Ausrichtung auf den Bedarf und die Nachfrage. Die im Gutachten dargestellte Notwendigkeit, diese zunächst aufzubauen, ignoriert sie.
Das fordern unisono der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der AquaVentus Förderverein, dessen Ziel es ist, mit Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff direkt auf hoher See zu erzeugen und per Pipeline an Land zu bringen. Der Transport über Pipelines sei eine kostengünstige, schnelle und umweltverträgliche Lösung.