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International

Northern, SEFE und BHC-Konsortium wollen Wasserstoff-Korridor von der Ostsee nach Deutschland aufbauen

Die drei Partner wollen Angebot, Infrastruktur und Nachfrage für grünen Wasserstoff entlang eines Ostsee-Korridors zusammenführen. Northern soll die Erzeugungsseite abdecken, das BHC-Konsortium den geplanten Offshore-Transportkorridor bereitstellen und SEFE als Abnehmer die Nachfrageseite sichern.

Flaggschiffprojekt in Lettland mit 100.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr

Das Flaggschiffprojekt von Northern, CIS Liepāja in Lettland, soll in einer ersten Phase nach Unternehmensangaben rund 100.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Ein erheblicher Anteil davon ist für den Export nach Deutschland und in andere EU-Märkte vorgesehen. Die vollständige Projektentwicklung soll Investitionen von über einer Milliarde Euro mobilisieren.

Das BHC-Konsortium besteht aus Gasgrid Finland, Gascade Gastransport und Copenhagen Energy Islands, einem Teil von Copenhagen Infrastructure Partners. Das Projekt hat den Status eines Vorhabens von gemeinsamem Interesse (Project of Common Interest, PCI) und hat 15,3 Millionen Euro an EU-Fördermitteln für Vorbereitungsarbeiten erhalten. Die Infrastruktur soll nach Angaben der Beteiligten Anfang bis Mitte der 2030er-Jahre einsatzbereit sein.

Große Ressourcen für Wasserstoff in den nordischen und baltischen Staaten

Thor Magnus Rovik, Chief Executive Officer von Northern, sagte: „Die nordisch-baltische Region verfügt über bedeutende Ressourcen und wird als Energieknotenpunkt für die europäische Energieversorgung und -wende von großer Bedeutung sein. Der nächste Schritt besteht darin, dieses Ressourcenpotenzial mit der Infrastruktur und den Kunden zu verbinden."

Hans Dieter Hermes, Executive Vice President Hydrogen and Clean Energies bei SEFE, sagte: „Mit dem Start der Strategic Baltic Partnership tragen wir nicht nur dazu bei, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht, sondern helfen auch Europa dabei, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu werden."

Thomas Dalsgaard, Chief Executive Officer von Copenhagen Energy Islands, betonte: „Die Ostseeregion kann zu einer wichtigen Säule der Wasserstoffzukunft Europas werden. Das erfordert jedoch Korridor-Denken, grenzüberschreitende Infrastruktur wie den BHC und starke Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette."