Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) haben nach eigenen Angaben die letzte Genehmigungshürde für den Bau ihrer Wasserstofferzeugungsanlage im Stuttgarter Hafen genommen. Das Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart hat den Bau in der aktualisierten Ausführung genehmigt. Damit besteht laut SWS nun Planungssicherheit für das Projekt Green Hydrogen Hub Stuttgart.
Neuer Elektrolyseur-Lieferant machte Änderungsantrag nötig
Eine erneute Genehmigung war erforderlich geworden, weil die SWS im Projektverlauf den Lieferanten der Elektrolyseure gewechselt hatten. Dafür mussten sie einen Änderungsantrag einreichen. Zwischenzeitlich änderte sich auch die Zuständigkeit: Mit der Neufassung der Immissionsschutz-Zuständigkeitsverordnung Baden-Württemberg (ImSchZuVO BW) im Dezember 2025 ging die Verantwortung für das Genehmigungsverfahren vom Regierungspräsidium Stuttgart auf das Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart über. Nach Prüfung der Unterlagen erteilte die Behörde die Zustimmung.
Bestandteil eines regionalen Wasserstoffsystems
Mit der Erzeugungsanlage Green Hydrogen Hub Stuttgart sowie der davon ausgehenden Wasserstoffpipeline H2 GeNeSiS wollen die SWS und ihre Partner nach eigenen Angaben ein ganzheitliches System für die Wasserstoff-Versorgung der Region aufbauen. Das Vorhaben umfasst die Erzeugung sowie Logistik und Verteilung von grünem Wasserstoff. Gefördert wird das Projekt vom Verband Region Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg und der Europäischen Union.
Stimmen aus Stadtwerken und Stadtverwaltung
„Erfreulicherweise haben wir nun Planungssicherheit, das leistet unserem Wasserstoffprojekt weiter Vorschub. Die erfolgte Genehmigung ist ein wichtiger Beitrag zum Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur sowie zur Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Energieversorgung in der Region Stuttgart“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.
Auch der Stuttgarter Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, wertet die Entscheidung positiv: „Die Genehmigung ist ein wichtiges Signal – für die Energiewende und für die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stadtwerken. Wasserstoff ist eine komplexe Technologie, daher freuen wir uns, mit den Stadtwerken Stuttgart einen kompetenten Partner an unserer Seite zu haben.“
Mit der nun erteilten Zustimmung kann das Projekt in die nächste Phase übergehen. Angaben zu Zeitplan oder Kapazität der Anlage machten die Stadtwerke in der Mitteilung nicht.