Der Automobilzulieferer Dana erweitert sein Wasserstoffportfolio um eine metallische Bipolarplatte für Elektrolyseure. Die Komponente wurde am Standort Neu-Ulm entwickelt und kombiniert Umformtechnik, eine leitfähige Beschichtung und eine integrierte Elastomerdichtung.
Die Platte besteht aus Titan oder Stahl und wird im Hochgeschwindigkeits-Umformverfahren hergestellt. Damit lassen sich nach Unternehmensangaben komplexe Strömungsfeldgeometrien bei konstanter Serienqualität realisieren. Eine leitfähige Beschichtung sichert die elektrische Leistungsfähigkeit, eine umspritzte Elastomerdichtung gewährleistet Dichtheit über einen breiten Temperaturbereich. Mit einer Materialstärke von rund 0,1 Millimetern und Formaten bis zu 800 × 800 Millimetern passen mehr Platten in das gleiche Stack-Volumen. Das soll die Leistungsdichte erhöhen und die Kosten pro Kilowatt senken.
„Unsere Bipolarplatte verbindet Werkstoffkompetenz mit Großserienfertigung. Damit machen wir grünen Wasserstoff wettbewerbsfähiger", sagt Philipp Konrad, Leiter eMobility Products bei Dana in Neu-Ulm. Dana bringt nach eigenen Angaben Erfahrung im Stanzen, Prägen, Beschichten und in der Elastomerverarbeitung ein. Das Unternehmen mit Sitz in Maumee (Ohio, USA) erzielte 2025 einen Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar und beschäftigt 28.000 Mitarbeiter in 24 Ländern.