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Luftfahrt

RWTH Aachen und Airbus entwickeln Brennstoffzellensystem für Kurzstreckenflugzeuge

Das Konsortium will ein leichtes und zertifizierbares Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzellensystem (LT-PEM) entwickeln, das den Anforderungen der zivilen Luftfahrt genügt. Es soll in Kurzstreckenflugzeugen mit rund 100 Sitzplätzen zum Einsatz kommen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo VII-1 über den Klima- und Transformationsfonds (KTF).

„Um Wasserstoff als Energieträger in der Luftfahrt nutzbar zu machen, müssen Brennstoffzellensysteme nicht nur leistungsfähig, sondern auch langlebig, skalierbar und qualifiziert sein", sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker. Brennstoffzellensysteme seien bislang nur eingeschränkt für den dynamischen und sicherheitskritischen Betrieb in Flugzeugen ausgelegt.

Airbus, DLR und weitere Partner beteiligt

An dem Projekt beteiligt sind Airbus Operations, Aerostack, TLK-Thermo, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Technische Universität Braunschweig und der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen. Die Forschung soll den gesamten Antriebsstrang abdecken – von der Energiequelle über die Leistungselektronik und Regelung bis zur Integration ins Flugzeug.

GENtwoPRO ist bereits das zweite Luftfahrtprojekt des PEM-Teams. Erst kürzlich startete der Lehrstuhl das Forschungsprojekt Lime, das sich mit einer hybrid-elektrischen Lösung für Regionalflugzeuge befasst. Beide Vorhaben verfolgen nach Angaben des Lehrstuhls einen ganzheitlichen Ansatz, um unterschiedliche elektrische Energiewandler und Speicher im Kontext luftfahrtspezifischer Anforderungen zu erforschen.

Der 2014 gegründete Lehrstuhl PEM beschäftigt sich neben Batteriesystemen und Elektromotoren auch mit Wasserstofftechnologien. Am Standort arbeiten rund 73 Forschende sowie weitere Mitarbeitende und studentische Hilfskräfte.