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H2 in der Logistik

Mobilitätstag in Bremerhaven: Wasserstoff-Lkw zum Anfassen und Ausprobieren

Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Luneort fand der "Mobilitätstag Wasserstoff im Schwerlastverkehr" statt. Organisiert hatten ihn Green Fuels, Hy.City.Bremerhaven und die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft und Häfen Bremen, dem Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N), dem Oldenburger Energiecluster (Olec), den H2-Regionen Emsland und Ostfriesland sowie der Metropolregion Nordwest. Die Veranstaltung richtete sich an Speditionen, Logistikunternehmen, Betreiber von Schwerlastflotten, kommunale Betriebe und Entsorgungsunternehmen. Die Teilnehmenden konnten wasserstoffbetriebene Lkw-Modelle besichtigen und Probe fahren.

Förderaufruf des Bundes: Chance für Technologie-Wechsel jetzt nutzen

Aktuelle Dynamik erhält das Thema durch den laufenden Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) für den Aufbau eines Initialnetzes von Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge und die Anschaffung von Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb. Carsten Beyer von der Now betonte, dass es im laufenden Jahr keine weitere Förderung geben werde – auch nicht für rein batterieelektrische Nutzfahrzeuge. „Wenn Sie an einen Technologie-Wechsel denken, dann sollten Sie diese Chance nutzen", so Beyer.

Netz der H2-Tankstellen soll bald den gesamten Nordwesten abdecken

Auch die Infrastruktur stand im Fokus. Die Betreiber Hy.City.Bremerhaven, Score und H2 Mobility Deutschland wollen nach Angaben der Veranstalter kurzfristig den gesamten Nordwesten von Lingen bis Cuxhaven mit Wasserstofftankstellen abdecken. Andreas Wellbrock von Hy.City.Bremerhaven betonte die Notwendigkeit, gerade in der Phase des Hochlaufs zusammenzuarbeiten. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in Betriebserfahrungen, Wartungsaspekte, infrastrukturelle Voraussetzungen und Kosten.

Branche fordert Wasserstoffpreis von maximal 8 Euro pro Kilogramm

Veranstalter und Teilnehmende zogen ein gemeinsames Fazit: Wasserstofftechnologien im Schwerlastverkehr haben Potenzial, erfordern aber einen verlässlichen Wasserstoffpreis von maximal 8 Euro pro Kilogramm, eine zuverlässige Infrastruktur und klare Förderrahmen. Michael Murck von der BIS sagte: „Der heutige Tag zeigt, dass gemeinsam an lösungsorientierten Wegen gearbeitet wird – von Fahrzeugtechnik über Förderlandschaften bis hin zu Betriebskonzepten."