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Unternehmen

Lhyfe und Strabag wollen Wasserstoff-Projekte in Deutschland gemeinsam entwickeln

Mit ihrer Ende Mai geschlossenen Kooperationsvereinbarung wollen Lhyfe und Strabag bei grünen Wasserstoffprojekten schneller vorankommen. Lhyfe bringt dafür operative Erfahrung in der Wasserstoffproduktion mit, Strabag die Bauexpertise. Lhyfe verfügt nach eigenen Angaben über vier installierte und RFNBO-zertifizierte Produktionsstandorte für grünen Wasserstoff (HZwei berichtete), zwei weitere sind im Bau. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben eine Flotte von mehr als 80 Wasserstoffcontainern des Typs 4 sowie rund 15 Speicherstandorte. Im September 2025 sei Lhyfe zum größten europäischen Produzenten von RFNBO-Bulk-Wasserstoff durch Wasserelektrolyse aufgestiegen.

Strabag deckt nach eigener Darstellung den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten ab – von Planung und Engineering über Ausführung bis zum langfristigen Betrieb. Der Konzern bringt zudem Erfahrung in Finanzierung und Investitionen in die Kooperation ein.
Vorgesehen sind unter anderem eine schnellere Planung und Umsetzung von Projekten sowie eine gezielte Senkung von Entwicklungs- und Realisierungsrisiken.

Umsetzung der RED III sichert langfristige Nachfrage

Die Unternehmen sehen dabei Potenzial in der europäischen Renewable Energy Directive III (RED III). Diese verpflichtet bestimmte Industrieakteure zur Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO). Deutschland setze diese EU-Richtlinie gerade in nationales Recht um. Laut den EU-Vorgaben hätte das zwar bereits bis Ende Mai 2025 geschehen sein müssen. Trotz der Verzögerung sehen die Partner Deutschland als einen der fortschrittlichsten Märkte beim Aufbau einer Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff. Die regulatorische Entwicklung sichere die langfristige Nachfrage und ermögliche schnellere Investitionsentscheidungen, heißt es in der Pressemitteilung der Unternehmen.