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Österreich

Bosch prüft Einspeisung von Wasserstoff in neues Startnetz in Linz

Beide Unternehmen haben eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von Wasserstofflösungen unterzeichnet. Ziel ist es, die regionale Wasserstoffwirtschaft in Linz zu stärken und die Dekarbonisierung der Energieversorgung voranzutreiben.

Einspeisung ins H2-Startnetz wird geprüft

Im Zentrum der Kooperation steht die Nutzung des Wasserstoffs, der im Elektrolyseprüffeld des Bosch Engineering Centers Linz erzeugt wird. Die Linz AG prüft derzeit, ob dieser Wasserstoff über eine neue Leitung ins entstehende H2-Startnetz Linz eingespeist werden kann. Die Leitung soll ausschließlich Wasserstoff transportieren und erste potenzielle Abnehmer versorgen.

Darüber hinaus untersuchen die Partner den Aufbau zusätzlicher Elektrolyseanlagen sowie Möglichkeiten zur gemeinsamen Nutzung bestehender Infrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erprobung eines netzdienlichen Betriebs, um das Stromnetz zu stabilisieren und erneuerbare Energien effizienter zu nutzen.

Vom Testbetrieb in reale Anwendungen

Die Zusammenarbeit wird wissenschaftlich begleitet. Forschungspartner sollen technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte analysieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll in den kommenden Monaten konkrete Empfehlungen für die nächsten Schritte erarbeiten. „Das Bosch Engineering Center Linz bietet mit seinem Elektrolyseprüffeld ideale Voraussetzungen, um Wasserstoff-Technologien vom Testbetrieb in reale Anwendungen zu überführen“, sagt Christian Ganser, Leiter des Bosch Engineering Center Linz.

Die Partnerschaft ist Teil der Wasserstoff-Offensive 2030 des Landes Oberösterreich. Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Schritt“ für die Umsetzung der regionalen Wasserstoffstrategie. Die Bosch-Gruppe ist bereits Teil des oberösterreichischen Wasserstoff-Netzwerks, das 78 Unternehmen und Forschungseinrichtungen umfasst.