Der dort erzeugte grüne Wasserstoff soll in einem Gasfermentationsverfahren mit abgeschiedenem CO2 zu Aceton umgewandelt werden. Aceton dient als Plattformchemikalie für Lösungsmittel, Kunststoffe und weitere industrielle Anwendungen. Das Verfahren soll vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben werden, sodass das Endprodukt nach Angaben der Beteiligten faktisch emissionsfrei ist.
Teil des EU-Projekts PYROCO2Die Installation gehört zum Projekt PYROCO2, einem Vorhaben des EU-Programms Horizon 2020 Green Deal. Ein Konsortium will damit einen kommerziell tragfähigen Weg zur direkten Umwandlung von CO2 in Aceton demonstrieren. „In diesem Projekt geht es darum, einen praktikablen und skalierbaren Weg zu zeigen, wie sich abgeschiedenes CO₂ und erneuerbarer Wasserstoff in wertvolle Chemikalien umwandeln lassen", sagt Alexander Wentzel, Chief Scientist bei SINTEF. Dafür brauche es Wasserstoff-Erzeugungstechnologie, die Effizienz, Flexibilität und einen Pfad zu niedrigeren Systemkosten verbinde.
Zweites kommerzielles Projekt für P2H2Es handelt sich um den zweiten kommerziellen Auftrag für Power to Hydrogen. Das erste Projekt im Hafen von Antwerpen-Brügge soll laut Unternehmen im Sommer in Betrieb gehen. Paul Matter, CEO von Power to Hydrogen, sieht in dem Auftrag ein Signal für wachsende industrielle Nachfrage nach AEM-Elektrolyse. Die AEM-Architektur des Unternehmens ist nach eigenen Angaben für schnelles Lastfolgeverhalten mit fluktuierender erneuerbarer Stromversorgung ausgelegt und kommt ohne Iridium aus. Die Reaktionszeit gibt P2H2 mit unter 50 Millisekunden an, der Wasserstoff werde unter Druck ausgegeben.