Wasserstoff-Tankstellen für die Schweiz

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(Foto: S. Geitmann)

In der Schweiz starten erste Anläufe für den Aufbau einer Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge. Anfang April 2015 vermeldete ein Firmenkonsortium, dass Anfang 2016 die erste öffentliche Wasserstofftankstelle errichtet werden soll. Der dort zum Einsatz kommende Kraftstoff soll nachhaltig mit Hilfe von Wasserkraft erzeugt werden. Dafür plant der Energiedienstleistungskonzern Axpo

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Neuer NOW-Genehmigungsleitfaden für H2-Tankstellen

NOW_LOGO_kurzDie NOW hat einen Leitfaden für die Zulassung von Wasserstoffstationen erstellt. Da die Genehmigung von H2-Tankstellen bis dato für die meisten Antragsteller und Behördenvertreter nicht zum Alltag zählt und somit ungewohnt ist, sammelte die NOW Erfahrungen der bisherigen Genehmigungsverfahren und erstellte daraus einen Leitfaden.

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50 H2-Stationen bis 2015

„Ich habe gerade heute Vormittag den Startschuss gegeben zum Aufbau einer Tankstelleninfrastruktur.“ Mit diesen Worten berichtete Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer am Nachmittag des 20. Juni 2012 über die neue Initiative seines Hauses. Gemeinsam mit zahlreichen führenden Industrieunternehmen hatte er kurz zuvor in einer Absichtserklärung unterschrieben, dass es in Deutschland bis zum Jahr 2015 ein Versorgungsnetz mit mindestens 50 öffentlichen Tankstellen geben wird. „Heute haben wir zugegebenermaßen erst 15 Tankstellen. […] Aber alle, die sich 2014 ein Wasserstofffahrzeug zulegen, werden die Gewissheit haben, dass sie in ganz Deutschland damit fahren können“, erklärte Ramsauer und fügte sogleich hoch hinzu: „Dafür stellt der Bund 20 Mio. Euro zusätzlich bereit.“ Weitere 20 Mio. Euro werden im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie von der Industrie (Air Liquide, Air Products, Daimler, Linde und Total Deutschland) beigesteuert. Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, fügte hinzu: „Mit Beginn der Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen ab 2015 muss sichergestellt sein, dass die Kunden in den Metropolregionen und entlang der Hauptautobahnen tanken können.“

Elektrisch Tanken

Elektrofahrzeuge werden möglicherweise in naher oder ferner Zukunft das Bild auf unseren Straßen prägen. In Anbetracht der Tatsache, dass mit der stetig wachsenden Umweltverschmutzung nicht zu spaßen ist und einem jeden Autofahrer bewusst sein sollte, welchen Schaden er der Umwelt, auch nur durch seinen eigenen kleinen Beitrag, mit dem Ausstoß von Abgasen zufügt, ist die wachsende Zahl an Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf den Straßen zu begrüßen.

Hybridfahrzeuge sind inzwischen, wenn auch im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor gering, keine Seltenheit mehr. Jährlich kommen immer neue Modelle auf den Markt. Und auch Elektroautos sollen in Zukunft immer häufiger werden. So verspricht beispielsweise Honda für das Jahr 2013, ein reines Elektroauto herauszubringen. Dieser Plug-In-Hybrid verfügt über einen Akku, der problemlos an einer Steckdose aufgeladen werden kann. Wie derzeit geplant ist, wird dieses Modell, die neue Generation des Civic Hybrid, zunächst aber nur in Japan und den USA erscheinen. Die Frage, wann ein ähnliches Vehikel auch in Europa auf den Markt kommt, bleibt offen. Jedoch sind auch hier schon Alternativen zum herkömmlichen Auto zu erhalten, wie beispielsweise der Honda CR-Z oder der Honda Jazz Hybrid.

Doch es reicht natürlich nicht nur, Elektroautos herauszubringen. Es müssen selbstverständlich auch an so vielen Orten wie möglich, dementsprechende Ladestationen geschaffen werden, um den reibungslosen Verkehr zu gewährleisten. Keinem ist ja genutzt, wenn das rein elektrische Fahren möglich gemacht wird, die Autos dann aber reihenweise auf der Strecke stehen bleiben, weil ihnen der Strom ausgeht.

So wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich viel Energie in den Aufbau einer Ladeinfrastruktur gesteckt werden. Erst kürzlich nahm enercity eine Ladestation in Hannover in Betrieb. Hier soll man nun ab 2013 problemlos und zudem noch kostenlos Autostrom tanken können. Dazu braucht man zunächst einmal eine bestimmte Tankkarte, die im Internet erhältlich ist. Laut enercity werden laufende Stromkosten bis Ende des Jahres 2013 nicht berechnet. Man ist nicht einmal gezwungen, eine solche Karte käuflich zu erwerben. Wer nur gelegentlich eine solche Ladesäule nutzen möchte, kann sich auch während der Öffnungszeiten eine Tankkarte im Kundencenter von enercity ausleihen.

Dies ist wahrscheinlich nur der Anfang einer ganz neuen Kultur des Tankens. Wenn sich die Elektroautos in ein paar Jahren auf den Straßen vermehren, so wird man auf immer mehr elektrische Tankstellen treffen und diese bald vielleicht als selbstverständlich ansehen.

Autor : Bastian Weber