Das Fuldaer Unternehmen Jumo hat seinen digitalen Temperaturfühler dsensTEMP für weitere Anwendungsfelder vorgesehen. Das Gerät soll nach Unternehmensangaben neben den bisherigen Einsatzgebieten in Heizung, Klima, Lüftung und Trinkwasserherstellung demnächst auch in der Wasserstofftechnologie verwendet werden können. „Für den Einsatz im Medium Wasserstoff ist die bald verfügbare Einschraubvariante vorgesehen, welche die spezifischen Design- und Materialanforderungen des Wasserstoffs berücksichtigt“, erläutert Rainer Marius Moritz, Wasserstoffexperte bei Jumo, auf Anfrage von HZwei.
Der Fühler erfasst Temperaturen in einem Bereich von -55 bis +150 Grad Celsius. Die Genauigkeit gibt der Hersteller mit 0,2 Grad Celsius an. Die Kommunikation läuft über eine 1-Wire-Schnittstelle. Diese liefert ein direktes digitales Signal, das laut Jumo kein Driftverhalten zeigt. Zudem soll die Verbindung bis zu einer Kabellänge von 100 Metern störunempfindlich bleiben.
Rückverfolgbarkeit über ID-Erkennung
Der dsensTEMP verfügt über eine ID-Erkennung. Damit lässt sich jeder Sensor eindeutig zuordnen – etwa im Schadensfall oder beim Austausch eines Fühlers. Der integrierte digitale Temperaturchip bietet zusätzlich einen Verschlüsselungs-Key als Schutz gegen Manipulation.
Die Schutzhülse besteht aus Edelstahl. Dies soll den Sensor für anspruchsvolle Umgebungen qualifizieren. Zunächst bietet Jumo das Gerät in einer Einsteckausführung an. Eine Einschraubausführung soll nach Unternehmensangaben folgen.
Für die Wasserstoffbranche sind präzise und manipulationssichere Temperaturmessungen in zahlreichen Prozessschritten relevant – etwa bei der Elektrolyse, der Speicherung oder dem Transport von Wasserstoff. Konkrete Angaben zu möglichen Einsatzszenarien in der Wasserstofftechnologie macht Jumo in der Produktankündigung bislang nicht.