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Die österreichische SAG Group hat 2025 die Serienproduktion ihres selbst entwickelten Wasserstoff-Kryotanksystems für schwere Nutzfahrzeuge gestartet. Der österreichische Aluminiumtank-Hersteller erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von 160 Millionen Euro.
Daimler Truck will ab Ende 2026 eine Kleinserie von 100 Brennstoffzellen-Lkw mit Flüssigwasserstoff in den Kundeneinsatz bringen. Der Mercedes-Benz NextGenH2 Truck basiert auf dem GenH2-Prototyp und nutzt Komponenten aus dem eActros 600.
Die drei Unternehmen Daimler Truck, HHLA und Kawasaki Heavy Industries wollen gemeinsam eine Lieferkette für grünen Flüssigwasserstoff über den Hamburger Hafen aufbauen. Ziel ist es, den Import aus Erzeugerländern zu ermöglichen und die Versorgung des europäischen Hinterlands zu sichern.
Daimler Truck hat vier Prototypen der nächsten Generation des GenH2 Truck in den Schweizer Alpen getestet. Die Fahrzeuge legten über 10.000 Kilometer zurück und zeigten auch bei großer Hitze und in Höhenlagen eine stabile Leistung.
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das Start-up Magnotherm haben Europas erste Pilotanlage zur Wasserstoffverflüssigung mit magnetokalorischer Kühlung in Betrieb genommen. Die Technologie soll energieeffizienter und kostengünstiger sein als herkömmliche Verfahren.
Air Products, Anbieter von Industriegasen und nach eigenen Angaben größter Wasserstofflieferant der Welt, hat den ersten Flüssigwasserstoff als Treibstoff für die fast 119 Meter lange Brennstoffzellen-Superjacht „Breakthrough“ geliefert.
In Deutschland sind etwa 62 % der Schienenstrecken elektrifiziert, in den USA sind weniger als 1 % der Strecken. Für die übrigen Schienenwege könnte flüssiger Wasserstoff ein klimafreundlicher Treibstoff sein, heißt es in einer Studie der SAG Group, eines Anbieters von Kryotank-Systemen.
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) beteiligt sich an einer internationalen Partnerschaft zum Aufbau des weltweit ersten Importkorridors für Flüssigwasserstoff. Am 15. April 2025 wurde im Rahmen des Staatsbesuchs des Sultans von Oman in den Niederlanden eine entsprechende Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet.