Timmy Dooley, Irlands Staatsminister im Ministerium für Klima, Energie und Umwelt, hat angekündigt, den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU zu einem Schwerpunkt der irischen Ratspräsidentschaft zu machen. „Ein zentraler Fokus der irischen Präsidentschaft wird auf dem Mehrjährigen Finanzrahmen der EU liegen, der dazu beitragen wird, eine angemessene Finanzierung durch die Mitgliedstaaten für Forschung, Entwicklung und Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien sicherzustellen, die wir benötigen, um unsere Dekarbonisierungsziele in der gesamten EU zu erreichen", sagte Dooley bei einem Dialog mit Vertretern aus Forschung, Industrie und Energiesektor am 16. Juni 2026 in Dublin.
Irland übernimmt die Präsidentschaft im Rat der EU vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026. In diesen Zeitraum fallen die Verhandlungen über den nächsten MFR sowie die Vorbereitung des nächsten Rahmenprogramms für Forschung und Innovation. Eine Einigung über den EU-Haushalt wird 2026 erwartet.
Eingeladen zu dem Dialog hatte Hydrogen Europe Research (HER). Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 170 Universitäten, Forschungszentren und industrielle Forschungseinrichtungen aus 30 Ländern. HER-Präsident Luigi Crema forderte eine engere Verzahnung von Forschung und industrieller Umsetzung: „Wasserstoff ist viel mehr als ein Energieträger. Er ist ein Test für Europas Fähigkeit, wissenschaftliche Exzellenz in industrielle Führungsstärke zu überführen."
Paul McCormack, CEO und Gründungsmitglied von Hydrogen Ireland, verwies auf laufende Projekte im Land, darunter das Hydrogen Valley Sh2amrock in Galway und das grenzüberschreitende Tal Hybernia. Nach McCormacks Darstellung verfügt Irland über das Potenzial, Netto-Exporteur von erneuerbarem Wasserstoff zu werden.