Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search
Weißer Wasserstoff

Mantle8 darf natürliche Wasserstoffvorkommen in den französischen Pyrenäen erkunden

Die französische Regierung hat der Mantle8-Tochter G&OL SAS das exklusive Explorationspermit „Permis de Comminges“ erteilt. Es gilt für fünf Jahre und umfasst 739 Quadratkilometer in den Départements Haute-Garonne und Hautes-Pyrénées. Der Erlass wurde am 11. April 2026 im Journal officiel veröffentlicht. Parallel dazu startet Mantle8 das Projekt Hydrogeco im Pyrenäenvorland.

Die Lizenz erlaubt nach Unternehmensangaben nur Forschung und Datenerhebung, nicht aber eine industrielle Förderung. Als Unternehmensziel nennt Mantle8, bis 2030 insgesamt 10 Millionen Tonnen natürlichen Wasserstoff zu finden - das ist jedoch keine projektspezifische Förderprognose für Comminges.

Mantle8 darf im Lizenzgebiet geowissenschaftliche und geophysikalische Untersuchungen durchführen. Das Areal umfasst 109 Gemeinden in sieben Gemeindeverbünden. Wenn die Studien Wasserstoff in ausreichender Menge bestätigen, soll nach Unternehmensangaben zunächst eine weitere Bewertungsphase folgen. Diese könnte eine Explorationsbohrung umfassen. Dafür wären zusätzliche Genehmigungen nötig. Erst danach käme ein Antrag auf ein Förderpermit infrage.

Horex erstellt 4D-Modelle des Untergrunds

2025 hat Mantle8 nach eigenen Angaben am Hydrogeco-Standort erstmals ein aktives unterirdisches Wasserstoffsystem in 4D abgebildet. Die sogenannte Horex-Technologie ist ein geowissenschaftliches Untergrund-Bildgebungsverfahren, bei dem im Feld installierte Sensoren natürliche Signale aus dem Untergrund empfangen sollen. Die Daten werden anschließend per Mehrparameteranalyse in 3D-Bilder und zeitabhängige 4D-Modelle überführt. Damit will Mantle8 geeignete Reservoirs und aktive Wasserstoffquellen genauer lokalisieren.

Natürlicher Wasserstoff entsteht laut Mantle8 durch geologische Prozesse wie die Serpentinisierung. Dabei reagiert Wasser mit eisenreichen Gesteinen im Untergrund. Das Unternehmen hatte im Mai 2026 eine Serie-A-Finanzierung über 31 Millionen Euro gemeldet. Hinzu kommt ein Zuschuss von 2,06 Millionen Euro aus dem EU-Just-Transition-Fund. Das Kapital soll unter anderem weitere Explorations- und spätere Bohrkampagnen finanzieren.