Die Konzernsparte Thyssenkrupp Nucera und Moeve haben einen Vertrag über Planung, Beschaffung, Fertigung und Lieferung von Elektrolyse-Equipment unterzeichnet. Thyssenkrupp Nucera wird demnach 15 standardisierte Elektrolyseure mit je 20 MW Leistung liefern. Die Gesamtkapazität beträgt 300 MW. Die Anlage soll jährlich rund 45.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und die CO₂-Emissionen um rund 250.000 Tonnen pro Jahr senken.
Erste Phase des „Andalusian Green Hydrogen Valley"
Das Projekt trägt den Namen Onuba und ist Teil des „Andalusian Green Hydrogen Valley", das Moeve im La Rábida Energy Park in Huelva, Spanien, entwickelt. Onuba stellt die erste Phase dieses Plans dar. Moeve hatte Anfang März die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für das Projekt bekanntgegeben. Zum Einsatz kommt die alkalische Wasserelektrolyse-Technologie von Thyssenkrupp Nucera.
Standortvorteil für grünen Wasserstoff in Südspanien
„Die Iberische Halbinsel bietet eine der größten Chancen Europas für die großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff. Onuba zeigt: Große Projekte für grünen Wasserstoff können selbst in volatilen Märkten vorankommen und die endgültige Investitionsentscheidung erreichen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen", sagte Werner Ponikwar, CEO von Thyssenkrupp Nucera. Maarten Wetselaar, CEO von Moeve, erklärte: „Gemeinsam mit seinen Partnern etabliert Moeve einen strategischen Knotenpunkt für saubere Energie in Südspanien, um die Energie- und Industrie-Resilienz Europas zu stärken."
Der Standort in Südspanien soll nach Unternehmensangaben von umfangreichen Solar- und Windressourcen profitieren. Strategische Hafeninfrastruktur und bestehende Transportkorridore sollen das Angebot mit der industriellen Nachfrage in Nordeuropa verbinden.