Der japanische Chemiekonzern Asahi Kasei erhält für den Ausbau seiner Produktionsanlagen am Standort Kawasaki Fördermittel der Präfektur Kanagawa und der Stadt Kawasaki. Am Standort in der japanischen Präfektur Kanagawa errichtet das Unternehmen neue Fertigungslinien für Zellrahmen und Membranen. Diese Komponenten werden sowohl in alkalischen Wasserelektrolyseuren als auch in Chlor-Alkali-Elektrolyseanlagen auf Basis der Ionenaustauschmembran-Technologie eingesetzt.
Bis 2028 will Asahi Kasei nach eigenen Angaben eine Produktionskapazität von jeweils mindestens 2 GW für Zellrahmen und Membranen erreichen. Zusammen mit der bestehenden Kapazität für Chlor-Alkali-Elektrolyseanlagen soll die jährliche Gesamtkapazität damit auf mehr als 3 GW steigen.
Der Ausbau soll dazu beitragen, die weltweite Versorgung mit klimaneutralem Wasserstoff zu stärken und gleichzeitig Japans Wettbewerbsfähigkeit im Wasserstoffsektor weiter auszubauen.
Zeitplan und staatliche Förderung
Bereits im Dezember 2024 wurde der Erweiterungsplan von Asahi Kasei für eine staatliche Förderung in Japan ausgewählt. Ziel der Förderung ist es nach Angaben des Unternehmens, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die regionale Wirtschaftsentwicklung – insbesondere in wasserstoffbezogenen Märkten – voranzutreiben. Im Oktober 2025 gab Asahi Kasei die Pläne zum Bau der neuen Produktionsanlagen offiziell frei.
Das Unternehmen zählt zu den etablierten Herstellern alkalischer Wasserelektrolyseure für die Wasserstoffproduktion. Die Technologie basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Chlor-Alkali-Elektrolyse, aus der Asahi Kasei sein Elektrolyseur-Geschäft entwickelt hat.
Kawasaki soll globales Zentrum werden
Asahi Kasei will seinen Produktionsstandort in Kawasaki nach eigenen Angaben zu einem globalen Zentrum sowohl für Wasserelektrolyse als auch für Chlor-Alkali-Systeme entwickeln. Dafür bündelt das Unternehmen dort seine Ressourcen und baut nach eigenen Angaben eine flexible und widerstandsfähige Produktions- und Lieferstruktur auf. Mit den staatlichen Fördermaßnahmen soll die Kapazität weiter ausgebaut werden.
Für die Zukunft plant Asahi Kasei, seine technologische Kompetenz und Lieferkapazitäten im Bereich der Wasserelektrolyse weiter auszubauen. Das Unternehmen will dabei die sich ergänzenden Stärken seiner Aktivitäten in den Bereichen Wasserstoff und Chlor-Alkali-Elektrolyse nutzen, um seine internationale Wettbewerbsposition zu stärken.
Die 1922 gegründete Asahi Kasei Gruppe beschäftigt weltweit rund 50.000 Mitarbeiter und ist in den drei Geschäftsbereichen Healthcare, Homes und Material aktiv.
Asahi Kasei