Finnland noch zögerlich bei eigener Wasserstoffstrategie

Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions
Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions

Die natürlichen Voraussetzungen dieses skandinavischen Landes für die Wasserstoffwirtschaft sind im Vergleich zu vielen mitteleuropäischen Ländern relativ gut: Finnland hat ausreichend erneuerbare Energieressourcen, verfügt über enorme Wasserressourcen und hat wettbewerbsfähige Strompreise. Der finnische Strommix stützte sich im Jahr 2021 mehrheitlich auf einen hohen Anteil der Kernenergie (35,6 %) und Wasserkraft, die mit 22,5 Prozent fast ein Viertel beigetragen hatte. Die Windkraft war mit 12,5 Prozent die drittwichtigste Stromquelle. Gleich dahinter mit 10,3 Prozent die Biomasse. Hinzu kommt ein hoch entwickeltes und zuverlässiges Energieübertragungsnetz und technologisches und digitales Know-how, dass die Stromerzeugung in Finnland besonders effizient und günstig macht.

Die aktuellen Anfragen an den nationalen Netzbetreiber Fingrid zu Windkraftnetzanschlüssen belaufen sich auf knapp 100 GW an zusätzlicher Leistung. Darüber hinaus sind öffentlich bekannte Projekte derzeit in verschiedenen Planungsstadien mit insgesamt 21 GW zusätzlicher Kapazität geplant. Finnlands gesamte Stromerzeugungskapazität (einschließlich aller Erzeugungsformen) lag im Jahr 2020 bei rund 16 GW. Die Wachstumsprognose ist also vielversprechend, gerade auch deshalb, weil Onshore-Windkraft und die Biomasse große Entwicklungssprünge gemacht haben.
Besonders viel Potenzial wird im Ausbau der Offshore-Windkraft vermutet. Aktuell ist dieser Bereich in Finnland noch nicht relevant, allerdings spricht die finnische Windkraftbranche von 31 neuen Offshore-Farmen, die in der Zukunft an den Küsten Finnlands entstehen könnten. Die ersten Ausschreibungen für die Offshore-Windenergie sollen, laut der finnischen Regierung, in den Jahren 2023 und 2024 möglich sein.

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„Im Januar 2021 wurden die ersten Genehmigungen für Forschungen im Bereich der Offshore-Windenergie in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Finnlands erteilt. Wpd Finland Oy erhielt den Zuschlag für das Gebiet westlich von Jakobstad. Kurz zuvor hatte bereits OX2 Finland Oy die Freigabe für Forschungsarbeiten in diesem Areal erhalten. Zusätzlich wurden Letzterem noch Forschungsarbeiten westlich von Hailuoto genehmigt“, hieß es dazu bei Germany Trade and Invest im Januar 2022. Wpd Finland Oy engagiert sich ansonsten umfangreich im Bereich der Onshore-Windkraft. Das Unternehmen investiert unter anderem auch in Windkraftanlagen im hohen Norden Finnlands und hat mit dem Windpark Nuolivaara das erste Bauprojekt in Lappland jenseits des Polarkreises realisiert.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autorin: Aleksandra Fedorska

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