Die Energie Steiermark will eine Elektrolyseanlage mit Protonen-Austausch-Membran (PEM) und einer Leistung von mehr als 5 MW errichten und betreiben. Nach Angaben des Energieversorgers soll die Anlage jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Eine Pipeline soll den Standort der Elektrolyse in Bergla direkt mit dem Industriegebiet um St. Martin verbinden. Wolfram wird als erster Pilot- und Ankerkunde an die Anlage angeschlossen. Das Unternehmen bezeichnet die Anlage als die größte Wasserstoffanlage der Steiermark.
Umstellung von grauem auf grünen Wasserstoff
Wolfram benötigt Wasserstoff für die Reduktion von Wolfram und die Karburierung – zentrale Schritte in der Herstellung von Wolframmetall- und Wolframkarbidpulvern. Mit dem Wechsel von grauem auf grünen Wasserstoff will das Unternehmen seine Kernproduktionsprozesse dekarbonisieren. Wolfram verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel einer Netto-Null-Bilanz bis 2050. Das Unternehmen gehört zur Sandvik-Gruppe, die sich zu Klimazielen im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet hat.
„Die Sicherung von grünem Wasserstoff für unseren Betrieb in St. Martin ist ein Meilenstein für Wolfram“, sagt David Goulbourne, Präsident der Wolfram Bergbau und Hütten AG. „Diese Partnerschaft unterstützt unser Netto-Null-Ziel, stärkt unsere langfristige Versorgungssicherheit und verankert nachhaltige Produktion direkt im Kern unserer Wertschöpfung.“
Die Wolfram Bergbau und Hütten AG betreibt eine integrierte Wertschöpfungskette in Österreich mit einem Untertage-Wolframbergwerk in Mittersill sowie einer Verarbeitungs-, Veredelungs- und Recyclinganlage in St. Martin im Sulmtal.