BZ-Antrieb auch für große Schiffe denkbar

Abbildung der Yacht ONE 50, welche eine umweltfreundliche Seefahrt ermöglichen soll, © Meyer Werft
Die ONE 50, © Meyer Werft

Derzeit fahren sie noch mit Schweröl – einer Substanz, die eher an Teer als an einen Fahrzeugkraftstoff erinnert. Schweröl ist der Rest, der nach diversen Destillationsvorgängen von Rohöl übrigbleibt. Wenn die leichter flüchtigen Bestandteile (Kerosin, Benzin, Diesel, Heizöl) für andere Anwendungen abgetrennt wurden, bleibt für die großen, robusten Zweitaktmotoren der Ozeanriesen diese schwarze Pampe, die erst erwärmt werden muss, bevor sie dann verbrannt werden kann. Der Umstieg auf andere Kraftstoffe wie beispielsweise LNG (Liquefied Natural Gas) ist zwar bereits eingeleitet, wird aber nicht ausreichen. Deswegen setzen immer mehr Akteure auf Wasserstoff und unternehmen derweil erste Realisierungsversuche.

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Zeit für generationengerechtes Wirtschaften

Wir hätten es so viel einfacher haben können. Alles, was wir heute benötigen, hätten wir schon längst aufbauen und vorbereiten können. Wir wussten doch – oder ahnten es zumindest –, dass es einmal so kommen könnte. Der Club of Rome hat uns bereits vor fünfzig Jahren genau das Szenario prophezeit, das sich uns nun bietet.

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HZwei-Befragung von Elektrolyseurherstellern

Der EL 4.0 - zunächst gebaut in Pisa, dann in Saerbeck, © Enapter
Der EL 4.0 wird zunächst in Pisa, dann in Saerbeck gebaut, © Enapter

Im Elektrolysesektor geht es weiter mit großen Schritten vorwärts. Insbesondere was die Kosten betrifft: Die meisten Hersteller konnten in den vergangenen Monaten wesentliche Preisreduktionen erzielen, auch wenn sich das nicht überall in einer Senkung des Endpreises bemerkbar gemacht hat. Zudem werden sowohl die Stacks als auch die gesamten Systeme immer kompakter und effizienter.

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Dezentrale H2-Anlagen können wirtschaftlich betrieben werden

Elogen-E100, © Elogen
© Elogen

Bislang hatte Deutschland ein weitestgehend zentralisiertes Energieversorgungssystem: Große Kraftwerke erzeugten Strom und Wärme, die dann mittels einer weitverzweigten Infrastruktur bundesweit verteilt wurden. Mit dem Aufkommen der erneuerbaren Energien vor zwei Jahrzehnten verbreitete sich zusehends die Idee einer Dezentralisierung: Indem lokale Solar- und Windkraftanlagen beziehungsweise Biogasanlagen vor Ort Strom beziehungsweise Wärme erzeugen, können diese Energien ohne verlustreiche Transporte regional genutzt werden. Dieser Grundgedanke wird jetzt auch bei der Wasserstofferzeugung per Elektrolyse verfolgt. Ob solch ein Ansatz sinnvoll sein könnte, hat das Reiner Lemoine Institut in seiner neusten Studie „Netzdienliche Wasserstofferzeugung“ untersucht. Die Ergebnisse wurden am 10. März 2022 in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt.

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Ist die Gasbranche wirklich H2-ready?

Gashauseinführungen HSP von Schuck – für H2-Gas geeignet, © Schuck
Gashauseinführungen HSP von Schuck – für H2-Gas geeignet, © Schuck

Der Wärmesektor gilt immer noch als der „schlafende Riese“, der geweckt werden muss, damit die Energiewende zu schaffen ist. Ein wesentliches Problem ist der Mangel an Alternativen zur Wärmeerzeugung mit fossilen Energieträgern. Großer Profiteur vom Ausstieg aus der Kohle- und Kernenergie dürfte die Gasbranche werden, die jetzt schon damit wirbt, dass man Erdgas durch grünen Wasserstoff ersetze, obwohl bislang kaum CO2-frei erzeugtes H2-Gas vorhanden ist. Anbieter von Brennstoffzellenheizungen haben es dennoch momentan schwer, von derAufbruchstimmung in der H2-Branche zu profitieren, weil ihre Anlagen zunächst noch auf fossile Gase angewiesen sind.

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Rezension: Fünfte Auflage des H2-Buches

Cover "Wasserstoff und Brennstoffzellen - Die Technik von gestern, heute und morgen"

Innerhalb von gerade einmal neun Monaten war die vierte Auflage des Buchs „Wasserstoff und Brennstoffzellen – Die Technik von gestern, heute und morgen“ vergriffen. Aufgrund dieser großen Nachfrage haben sich Eva Augsten und Sven Geitmann frühzeitig an die Arbeit gemacht und sind nun dabei, das bestehende Manuskript nochmals zu überarbeiten und zu aktualisieren. Die erweiterte fünfte Auflage befindet sich bereits in der finalen Phase und wird voraussichtlich im Mai 2022 erhältlich sein.

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Hannover Messe mit weniger Hallen und weniger Tagen

Die Hydrogen + Fuel Cells Europe, die nach aktuellem Stand vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Präsenz auf dem Hannoveraner Messegelände stattfinden wird, könnte wieder in bewährter Form live vor Ort Branchenvertreter vernetzen. Davon geht jedenfalls Tobias Renz, der Organisator dieser Fachmesse auf der Hannover Messe, aus. Die gebuchte Standfläche könnte ähnlich groß werden wie beim letzten Mal im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Renz hofft, erneut um die 200 Aussteller präsentieren zu können.

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Interview mit Prof. Stephan Reimelt, Deutschland-Chef Bloom Energy

Prof. Stephan Reimelt, © Bloom
© Bloom

Das enorme Interesse an der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik hat den börsennotierten Unternehmen in diesem Bereich viel Aufmerksamkeit beschert. Für Brennstoffzellenhersteller wie Bloom Energy ist es jedoch schwer, von der Aufbruchstimmung in der H2-Branche auch wirklich zu profitieren, weil ihre Anlagen zunächst noch auf fossile Gase angewiesen sind. Über die Herausforderungen bei der dezentralen Energieversorgung mit Brennstoffzellenkraftwerken sprach HZwei mit Prof. Stephan Reimelt, dem Leiter für Geschäftsfeldentwicklung bei Bloom Energy in Deutschland.

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Wirtschaftswunder Wasserstoff

Elektrolyseur in Namie, Fukushima, Japan, © Asahi Kasei
© Asahi Kasei

Die Herstellung von Wasserstoff gilt inzwischen weltweit als neuer Zukunftsmarkt. Die vielen unterschiedlichen Elektrolyseurhersteller erfreuen sich derzeit einer bis dato unbekannten Nachfrage. Zahlreiche neue Akteure drängen auf das Feld, und immer mehr konventionelle Energieversorger schwenken von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien um und nehmen H2-Gas in ihr Portfolio auf. Doch wo genau stehen wir aktuell beim Thema Elektrolyseure und was dürfen wir noch erwarten? Hier ein grober Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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Autarke Kleinanlagen auf dem Vormarsch

Prototyp Miniwindkraftanlage, © Fraunhofer IAP
Prototyp Miniwindkraftanlage, © Fraunhofer IAP

Bislang ist das Energieversorgungssystem in Deutschland und Europa zentralistisch aufgebaut. Große Kraftwerke erzeugen Strom und Wärme, die dann über Strom- oder Fernwärmeleitungen verteilt werden. Mit dem Aufschwung der Solar- und Windenergieerzeugung vor rund zwanzig Jahren verbanden etliche Akteure die Hoffnung auf eine Dezentralisierung, die aber in vielen Belangen enttäuscht wurde. Dezentral angesiedelte Erzeugungssysteme sind zwar mehr geworden, aber einen grundlegenden Wandel hat es noch nicht gegeben.

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