Rebound-Effekte vermeiden

Kurt-Christoph von Knobelsdorff

Heute fällt uns auf die Füße, was wir früher getan oder gelassen haben. Das sehen wir gerade nicht nur bei der Energie- und Klimakrise, sondern auch im täglichen Leben. Wer in den vergangenen Jahren privat bereits eine Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe installiert hat, darf sich derzeit freuen, denn er oder sie muss keine Angst vor horrenden Energienachzahlungen haben.

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IPCEI-Technologiewelle ist gestartet

Standorte der 62 deutschen IPCEI-Vorhaben, © BMWi
Standorte der 62 deutschen IPCEI-Vorhaben, © BMWi

Nach langem Warten hat die Europäische Kommission die ersten Vorhaben des IPCEI Wasserstoff genehmigt. Im Rahmen dieser „wichtigen Projekte von allgemeinem europäischem Interesse“ (Important Project of Common European Interest) sollen maßgebliche Fortschritte beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gemacht werden. Durch die damit verbundene beihilferechtliche Sondergenehmigung können sehr viel mehr Fördermittel ausgeschüttet werden, als ansonsten innerhalb Europas gestattet. Aus Deutschland sind zunächst vier Vorhaben mit dabei. Weitere sollen im Laufe des Jahres folgen.

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Déjà-vu in Stuttgart

F-Cell Pitch, © Landesmesse Stuttgart
© Landesmesse Stuttgart

Für all diejenigen, die schon etwas länger in der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche tätig sind, wird es wie ein Déjà-vu anmuten, wenn sie am 4. Oktober 2022 zur f-cell anreisen werden. Sie werden dann vom S-Bahnhof oder Flughafen zum Messegelände laufen und nicht wie in den vergangenen Jahren zum Haus der Wirtschaft. Und genau diesen Umzug – aus der Stuttgarter Innenstadt raus zum Flughafen – hat es ja 2008 schon einmal gegeben. Damals allerdings noch unter der Ägide von Peter Sauber.

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Mit einem Solar-H2-Boot nach Monaco

MEBC 2022 – Start in der Energy Class, © MEBC, Carlo Borlenghi
MEBC 2022 – Start in der Energy Class, © MEBC, Carlo Borlenghi

32 Studierende der Technischen Universität Berlin haben Großes vor: Sie wollen ein mit erneuerbaren Energien angetriebenes Boot bauen und damit an der 10. Monaco Energy Boat Challenge teilnehmen. Bislang hat ihre Projektwerkstatt mit dem Namen „WannSea“ lediglich ein zehn Zentimeter langes Modell der zwei Bootsrümpfe vorzuweisen. Bis zum Juni nächsten Jahres soll ein seetüchtiger Katamaran mit Elektroantrieb fertiggestellt und bereit zum Ablegen sein.

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Fünf von zehn H2-Reallaboren in Realisierung

Prof. Ulrich Wagner, Trans4ReaL-Sprecher, © Trans4ReaL, Enno Kapitza
Prof. Ulrich Wagner, Trans4ReaL-Sprecher, © Trans4ReaL, Enno Kapitza

Eine ernüchternde Bilanz: Nur drei der insgesamt 18 Reallabore befinden sich in Realisierung. Peter Altmaier, der Wirtschaftsminister der alten Bundesregierung, hatte hochtrabend von der Praxisnähe der von ihm geförderten Vorhaben geschwärmt und sie gegen allerlei Kritik verteidigt. Dabei hatte es bereits während des Auswahlprozesses ausreichend Stimmen gegeben, die darauf hingewiesen hatten, dass die Zeit für Demonstrationsprojekte vorbei sei. Doch Altmaier brachte seinen gesamten Einfluss mit ein und setzte sich durch. Heute ist klar, dass die meisten Reallabore aufgrund von zu viel Bürokratie und Auflagen nicht umgesetzt werden.

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H2-Quartiere rechnen sich

Das analysierte Wohnquartier des Bauvereins, © Bauverein, TIM-Online
Das analysierte Wohnquartier des Bauvereins, © Bauverein, TIM-Online

Bislang ist der H2-Anteil im deutschen Gasnetz verschwindend gering. Derzeit wird nur im Rahmen einzelner, zeitlich befristeter Demonstrationsprojekte die Eignung von bis zu 30 Prozent Wasserstoff erprobt. H2-Mikronetze, also Netze für Quartiere oder Regionen, in denen 100 Prozent Wasserstoff eingesetzt würde, gibt es noch nicht. Dabei hat Lennart Lohaus kürzlich belegt, dass H2-basierte Quartierslösungen schon heute wirtschaftlich attraktiv sein können. Im Rahmen seiner Masterarbeit entwickelte er ein Optimierungsmodell zur Auslegung von regenerativen Versorgungslösungen mit dem Energieträger Wasserstoff im Rheinischen Revier.

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Enginius gewinnt neu ausgelobten H2Eco Award

Dr. Johannes F. Kirchhoff bei der Enginius-Präsentation in Bremen – im Hintergrund der Citypower
Dr. Johannes F. Kirchhoff – im Hintergrund der Citypower

Der Auftakt für Enginius hätte kaum besser ausfallen können: Am 16. Mai 2022 stellte die Faun Umwelttechnik GmbH & Co. KG ihre neue Marke in Bremen der Öffentlichkeit vor, und nur zwei Wochen später heimste der niedersächsische Fahrzeughersteller während der Hannover Messe den erstmals verliehenen H2Eco Award ein. Parallel dazu sorgte die Tochtergesellschaft der Faun Gruppe auch auf der IFAT 2022, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, vom 30. Mai bis 3. Juni in München für Aufsehen.

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H2-Trucks mieten – nicht kaufen

Portrait Sara Schiffer, © hylane
Sara Schiffer – Gründerin und Geschäftsführerin hylane, © hylane

Dass Automobilhersteller eigene Carsharing-Unternehmen betreiben, ist hinlänglich bekannt. Aber dass ein Versicherungsunternehmen wasserstoffbetriebene Lkw vermietet, ist neu. In der Tat muten die Pläne der hylane GmbH, eines Tochterunternehmens des Versicherers DEVK (historisch von „Deutsche Eisenbahn-Versicherungskasse“), auf den ersten Blick ungewöhnlich an. Im Rahmen ihrer Pressekonferenz am 11. April 2022 machten die beteiligten Partner aber deutlich, dass ungewöhnliche Zeiten mitunter auch ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich machen. Gleiches gilt für die Vertriebsmarke H2 Delivery, die bereits im Dezember 2021 für ihr Mietkonzept warb.

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Da, wo wir sind, ist ganz weit vorne

 HyStarter und HyExperts der Runde II
HyStarter und HyExperts der Runde II

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat am 12. Mai 2022 die nächste Runde des HyLand-Programms gestartet. Vertreter von jeweils 15 HyStarter- und HyExperts-Regionen waren nach Berlin gekommen, um die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) ausgestellten Förderbescheide in Empfang zu nehmen. Wissing kündigte zudem einen weiteren HyPerformer-Aufruf an – noch für dieses Jahr.

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Signifikante H2-Mengen aus dem Ausland

Thorsten Kasten, © DWV
Thorsten Kasten, © DWV

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) e. V. wird immer größer und erlangt angesichts der derzeitigen energiepolitischen Herausforderungen immer mehr an Bedeutung. Seit einigen Jahren entwickelt er sich an der Seite des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) zum zentralen Industrieverband. Um die Zusammenarbeit beider Verbände noch weiter zu verbessern, wählte das DWV-Präsidium im Frühjahr 2021 auf Vorschlag des DVGW Thorsten Kasten zum zweiten Vorstand (s. HZwei-Heft Juli 2021). HZwei sprach während der Hannover Messe mit Kasten über sein erstes Jahr beim DWV und mit Tilman Wilhelm, seit April dieses Jahres neuer Leiter Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DVGW, über die Herausforderungen der Energiewelt.

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