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Investitionen sind der Hauptkostenfaktor für Wasserstoffnetze und -speicher. Wo sie für kleine und schwankende Mengen benötigt werden, wird es besonders teuer. Bei Wasserstoffkraftwerken könnten diese Faktoren den Wasserstoffpreis sogar verdoppeln, so eine Fraunhofer-Studie.
Die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt hat die Dichtheitsprüfung mit Wasserstoff bestanden. Der TÜV Thüringen begleitete die Prüfung. Betreiber DBI aus Freiberg will die Anlage nun stufenweise hochfahren.
Anfang Juni hat die Bundesnetzagentur den Entwurf für den Netzentwicklungsplan Gas/Wasserstoff vorgelegt. Die IHK Cottbus kritisiert, dass die banenenartig verlaufende Leitung in die Lausitz zu spät komme und zu vieles unklar sei.
Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) sieht die Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz allenfalls als zeitlich begrenzte Übergangslösung. In einem am 18. Juni veröffentlichten Informations- und Grundlagenpapier warnt das Beratungsgremium davor, der Fokus auf Beimischung könne den Aufbau einer eigenen Wasserstoffinfrastruktur verzögern.
In Hohenwart versorgt Deutschlands erstes Wasserstoffnetz private Haushalte und Gewerbe über bestehende Gasleitungen mit reinem Wasserstoff.
Der saarländische Gasnetzbetreiber Creos hat den Bauauftrag für die 16 Kilometer lange Wasserstoffleitung zwischen Leidingen und Dillingen vergeben. Den Zuschlag erhielt eine Arbeitsgemeinschaft aus Enrotec und Max Streicher. Die Bauarbeiten sollen im August 2026 beginnen.
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Elektrolyseure, die in die dänische Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen und Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz beliefern.
Flüssige Wasserstoffderivate wie Methanol lassen sich in Bezug auf die Energiemenge per Pipeline bis zu zehnmal günstiger transportieren als gasförmiger Wasserstoff. Das zeigt eine Fallstudie von Fraunhofer IEG und Fraunhofer ISI. Das dafür entwickelte Simulationsmodell HyTROM+ soll Planungssicherheit für Importkorridore schaffen.
Die Northern Europe Energy Group, SEFE und das Konsortium Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC) haben auf der Messe WindWorks 2026 in Riga eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist eine integrierte Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der nordisch-baltischen Region nach Deutschland.
Der französische Tankstellenhersteller Atawey hat den Verkauf von drei Wasserstoff-Tankstellen für den Schwerlastverkehr in Belgien bekannt gegeben. Auftraggeber sind Colruyt Group und Virya Energy. Die Stationen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die EnWG-Novelle zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffbinnenmarktpakets beschlossen. Der Entwurf verankert Wasserstoff umfassend im Energierecht. BDEW und Thüga begrüßen das, verlangen aber Änderungen bei Fristen und Finanzierung.
Die Hamburger Energienetze errichten einen 106 Meter langen Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn im Stadtteil Hamburg-Altenwerder. Durch den Tunnel soll eine Wasserstoffleitung für das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) verlegt werden, das ab 2027 Industriestandorte im Hafengebiet versorgen soll.
Beim Sea Lapland Hydrogen Day 2026 am 11. Februar in Kemi präsentierte sich Finnlands Norden als künftiger Wasserstoff-Hub für Europa. Die fünf Gemeinden Tornio, Keminmaa, Kemi, Simo und Tervola warben gemeinsam um internationale Investoren.
Delta, MODEC und Eld Energy wollen bis 2027 ein Festoxid-Brennstoffzellensystem (SOFC) auf einer schwimmenden Produktions- und Lagerplattform (FPSO) testen. Es wäre laut den Unternehmen der erste Einsatz dieser Technologie im Offshore-Bereich. Auch Anwendungen an Land soll es geben.
Anlässlich des Nordsee-Gipfels in Hamburg fordern BDEW und AquaVentus eine stärkere europäische Zusammenarbeit beim Offshore-Wind-Ausbau – und eine konsequente Integration der Offshore-Elektrolyse in die nationale und regionale Planung. Eine Studie zeigt: Weniger dichte Bebauung, grenzüberschreitende Flächenkooperationen und kombinierte Infrastrukturen können Kosten senken und Effizienz steigern.
In Deutschland sollen bis Ende 2025 insgesamt 36 Wasserstofftankstellen schließen – viele davon wurden mit EU-Mitteln gefördert. Eine Petition fordert politisches Eingreifen, um Versorgungslücken und den Verlust öffentlicher Investitionen zu verhindern (Update zur Meldung vom 10.12.2025).
Gascade hat rund 400 Kilometer bestehender Erdgasleitungen auf Wasserstoff umgestellt. Die neue Nord-Süd-Achse ist Teil des Projekts „Flow – making hydrogen happen“ und bildet einen zentralen Abschnitt des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.
Unter dem Motto „Connecting the Dots” wollen sechs europäische Betreiberfirmen von Wasserstofftankstellen die Infrastruktur auf den wichtigsten europäischen Routen ausbauen. Im Fokus stehen mehr Tankstellen und Fahrzeuge – vor allem kurzfristig bis 2028.
Beim 3H2-Forum in Basel diskutierten rund 300 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Rolle von Wasserstoff im Dreiländereck. Im Fokus standen grenzüberschreitende Strategien, konkrete Anwendungsprojekte und Investitionen.
Eine neue Analyse von Frontier Economics im Auftrag von AquaVentus zeigt: Durch die Kopplung von Offshore-Windparks mit Elektrolyseuren und hybriden Anschlusskonzepten könnten jährlich bis zu 1,7 Milliarden Euro Systemkosten eingespart werden.
Die Netzbetreiber Ferngas, Gascade und TEN konkretisieren ihre Pläne zur Umstellung des Thüringer Erdgasnetzes auf Wasserstoff. Erste Netzkopplungen sind in Planung, ein Wasserstoffspeicher und ein H₂-Hub sollen angebunden werden.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Entwurf für eine weitere Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und anderer Vorschriften vorgelegt. Es geht dabei um die Umsetzung des europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets.
Wie kann der Betrieb von Wasserstoff-Lkw wirtschaftlich werden? H2 Energy aus der Schweiz setzte früh auf ein „Pay-per-Use“-Modell und baute parallel Infrastruktur und Flotte auf.
Die EU unterstützt mit 15,3 Millionen Euro die Vorbereitungsphase des Baltic Sea Hydrogen Collector. Die geplante Offshore-Pipeline soll künftig erneuerbaren Wasserstoff von Finnland nach Deutschland transportieren und ist Teil des europäischen Wasserstoff-Kernnetzes.
Das Bundeskabinett hat am 1. Oktober einen Entwurf für das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz veröffentlicht. Es soll den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur erleichtern und beschleunigen.