Automobilhersteller sollen liefern

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© Pixabay

Das Maß aller Dinge im Mobilitätssektor ist derzeit China. Dort wird heute die Politik gemacht, nach der sich auch hiesige Automobilhersteller zu richten haben, wenn sie denn weiterhin in diesem Bereich mitspielen wollen. Die Luft in etlichen chinesischen Großstädten ist derart schlecht, dass der Handlungsdruck die dortigen Politiker zu drastischen Maßnahmen zwingt. Dementsprechend wird dort Elektromobilität massiv gefördert

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KWK-Novelle lässt Nachfrage boomen

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Der 4,3-m-Stack leistet 400 kW

„Allein in den ersten sechs Wochen des neuen Jahres sind mehr Anfragen als im ganzen letzten Jahr eingegangen“, berichtete Andreas Frömmel während der E-world 2016. Kein Wunder, große Brennstoffzellenkraftwerke sind nach der KWK-Novelle Ende 2015, in der die vorherige Übergangsregelung festgeschrieben wurde, gefragt (s. HZwei-Heft Jan. 2016). Für Anlagen, die bis Ende 2016 bestellt und bis Ende 2017 gebaut werden, gilt somit weiterhin der volle KWK-Bonus gemäß dem KWK-Gesetz von 2012 – und das unabhängig von der Leistungsgröße. Dadurch profitieren auch die Kraftwerke mit Megawattleistung von dieser Klausel.

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Mit dem H2-Info-Mobil durch Europa

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(Quelle: H2U, © Sergio Ferraris)

Seit diesem Frühjahr ist in Italien das Wasserstoff-Info-Mobil H2M unterwegs. Das Gespann bestehend aus Zugmaschine und Anhänger startete am 20. April 2015 seine Reise durch Europa. Startpunkt der Ländertournee war das italienische Abgeordnetenhaus, die finale Station wird Ende 2015 Paris sein, wo während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 21) für

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Europa: Eldorado für erneuerbare Energien und Energiespeicher

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Interview mit Mark Schiller, Vizepräsident von Proton OnSite (Quelle: Proton OnSite)

In Japan stehen bereits 50.000 Brennstoffzellenheizgeräte, und in Kalifornien fahren schon Wasserstoffautos – und was passiert hier? Entwickelt sich Deutschland zu einem Leitmarkt oder doch eher zu einem „late follower“? Ganz schlecht kann es um die Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik in der Bundesrepublik nicht stehen, denn aus dem Ausland hört man häufig, dass wir von dort aus betrachtet recht weit vorne liegen. Um mehr darüber zu erfahren, sprach HZwei mit Mark Schiller, dem Vizepräsidenten für Geschäftsfeldentwicklung von Proton OnSite, der mit seinem Unternehmen aus Connecticut nahe New York verstärkt nach Europa drängt.

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Die Formel E fährt in Berlin

Formel-E-Berlin
Formel-E-Berlin
Ex-Formel-1-Pilot Lucas di Grassi fuhr einen E-Boliden durch Berlin (Foto: FIA Formula E)

Die FIA Formel E Championship wird ab dem Jahr 2015 in der deutschen Bundeshauptstadt jährlich ein Rennen veranstalten. Wie die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) bekannt gab, wurde Berlin als einer von weltweit zehn Austragungsorten, an denen die rein elektrische Rennserie ausgetragen wird, ausgewählt. Für die rund einstündige Wettfahrt soll auf dem Gelände des ehemaligen innerstädtischen Flughafens Tempelhof ein eigens gestalteter Rundkurs aufgebaut werden.

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EU investiert 22 Mrd. Euro in die Technologieförderung

José Manuel Barroso
José Manuel Barroso (Quelle: Europ. Kommission)

Wie im Juli 2013 aus Brüssel bekannt wurde, sollen in der Europäischen Union innerhalb der nächsten sieben Jahre insgesamt 22 Mrd. Euro in die Förderung innovativer Technologien investiert werden. Allein zehn Milliarden Euro sicherte dafür die Industrie zu, acht Milliarden sollen aus dem EU-Haushalt und vier Milliarden aus den Etats der Mitgliedsländer kommen. Diese Gelder sollen in unterschiedliche Bereiche fließen – vom H2- und BZ-Sektor über die Elektronikbranche bis hin zu nachhaltiger Biotechnologie und Arzneimitteln. Damit wird die zweite Phase der Gemeinsamen Technologieinitiative Brennstoffzellen und Wasserstoff (Fuel Cells and Hydrogen Joint Technology Initiative, FCH JTI) eingeläutet.

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The Hydrogen Solution – Die Wasserstoff-Lösung

Kommentar von Peter Hoffmann

Peter Hoffmann, Foto: Ben Hoffmann
Peter Hoffmann, Foto: Ben Hoffmann

Rhinecliff, New York – Auf der ganzen Welt werden Regierungen und Unternehmen unaufhörlich angehalten, in Solar-, Wind- und Bioenergie sowie Geothermie zu investieren. Nur in den Vereinigten Staaten sucht man – anders als in Europa oder Asien – eine Diskussion über Wasserstoff und Brennstoffzellen als bahnbrechend neue Technologie weitestgehend vergebens. Das muss sich ändern: Diese sauberen und erneuerbaren Energiequellen stellen nicht nur eine Null-Emissionen-Energieversorgung, sondern auch einen Null-Emissionen-Kraftstoff für Autos und Nutzfahrzeuge, die größten Umweltverschmutzer von allen, in Aussicht.

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Hexis gehört jetzt Viessmann

Das Galileo-1000N-Gerät von Hexis (re.) auf der Hannover Messe 2012

Der Heizgerätehersteller Viessmann hat diesen Herbst 50 Prozent der Anteile am Brennstoffzellenunternehmen Hexis erworben. Die anderen 50 % liegen nach wie vor bei einem schweizerischen Investor, der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, die den BZ-Hersteller aus Winterthur Ende 2005 vor der Insolvenz gerettet hatte. Volker Nerlich, der für die Viessmann Werke gearbeitet hatte, bevor er 2002 zu Hexis kam, erklärte gegenüber HZwei, dass beide Unternehmen gemeinsam „im Herbst 2013 eine Kleinserie des Galileo-1000N-Moduls hochfahren werden“. Im gleichen Atemzug schränkte er jedoch ein, dass dies eher eine „geheime Markteinführung“ wird, da zunächst geringe Stückzahlen des Festoxidsystems (SOFC) an ausgewählte Kunden verkauft würden.

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Siemens soll PEM-Elektrolyseur für CEP liefern

Am 10. September 2012 ist Siemens in Berlin der Clean Energy Partnership (CEP) beigetreten. Der Elektrokonzern soll eine der 50 bis zum Jahr 2015 geplanten H2-Tankstellen mit der passenden Elektrolyseurtechnik ausstatten. „Wir produzieren mit unserer Technologie ‚grünen Wasserstoff’, der mehrheitlich mittels regenerativer Stromquellen gewonnen wird. Dadurch helfen wir im Rahmen der Clean Energy Partnership mit, Wasserstoff als alternativen, sauberen Kraftstoff zu etablieren“, erklärte Gaëlle Hotellier, Leiterin Hydrogen Solutions bei Siemens. Die Spitzenleistung dieses PEM-Elektrolyseurs soll bei 300 kW liegen.

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Honda will Wasserstoffbewegung neuen Antrieb verleihen

Ende Mai 2011 ist Honda der Clean Energy Partnership (CEP) beigetreten und setzte damit ein klares Zeichen, dass man an die Zukunft des Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle glaubt. Wasserstoffgetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge sind eine zukunftsträchtige Alternative zum batteriebetriebenen E-Mobil und der japanische Autohersteller Honda möchte die Technik nun auch in Europa vorantreiben. Die gemeinsame Initiative CEP, ein Zusammenschluss von 14 Unternehmen, ist das führende Projekt zur Demonstration von Brennstoffzellen-Fahrzeugen und zur Förderung der benötigten Infrastruktur zum Betanken der Fahrzeuge. Fahrzeughersteller, Infrastruktur- und Energieunternehmen und die deutsche Regierung wollen mit ihrem Wissen den Weg für den Markteintritt der Wasserstoff-Mobilität in Europa bereiten. Der Beitritt von Honda, die mehrere Jahre Forschungserfahrung in der Brennstoffzellen-Technologie mitbringen, soll der Wasserstoffbewegung in Europa neue Impulse verleihen und dem gemeinsamen Ziel, die Großserieneinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu bezahlbaren Preisen voranzutreiben, dienen.

Seit 2002 liefert Honda den wasserstoffgetriebenen FCX Clarity an Fahrzeugflottennutzer in den USA und Japan, mittlerweile sogar an Privatkunden. Derzeit wird die Limousine in Kleinserie hergestellt. In den nächsten drei Jahren will man etwa 200 Fahrzeuge ausliefern. Zwei solche Modelle steuert Honda bei, um die Aktivitäten der CEP zu unterstützen.

Bevor jedoch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in Großserie produziert und abgesetzt werden können, muss eine entsprechende Infrastruktur in Form von Wasserstofftankstellen geschaffen werden. Auch hierfür will Honda sich mit seinem CEP-Beitritt einsetzen. Thomas Brachmann, Senior Engineer Automobile Engineering & Research bei Honda R&D Europe, erklärte dazu: „Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen in Deutschland ist bei Weitem nicht ausreichend, woran aber die Bundesregierung und alle beteiligten Industrien mit Hochdruck arbeiten.“ Weltweit gibt es derzeit nur etwa 200 Stationen. Von den 22 Tankstellen in Deutschland sind nur acht öffentlich zugänglich. Dies soll in den kommenden Jahren so weit ausgebaut werden, dass man deutschlandweit emissionsfrei Auto fahren kann.

Bis die Grundlagen für einen flächendeckenden Einsatz von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb geschaffen sind, bleiben Hybridfahrzeuge bei Honda der Absatzschlager bei den umweltbewussten Fahrzeugen. Hier wird ein konventioneller Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor kombiniert. Der Honda Jazz Hybrid kann beispielsweise streckenweise im „Segelbetrieb“, also rein elektrisch gefahren werden. Mit dem CR-Z stellte Honda 2010 außerdem das weltweit erste Sportcoupé mit Hybridantrieb vor und verfügt damit über ein äußerst breites Angebotsspektrum von Hybridfahrzeugen.

Autor: Bastian Weber