Kommentar zur leidigen Wasserstoff-Farbenlehre

Vielleicht täuscht mein Eindruck, aber ich habe das Gefühl, dass immer mehr Akteure der Wasserstoff-Community die Diskussion über die verschiedenen Farben des Wasserstoffs leid sind. Schon seit Monaten wird nun überall über grünes, blaues und türkisfarbenes Gas debattiert. Erst hier in Deutschland, jetzt auch in Brüssel.

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Über NWS, Green Deal und Corona

Der Kompromiss der fünf beteiligten Bundesministerien für die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) sieht vor, dass nicht die von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek geforderten zehn Gigawatt an Elektrolyseurkapazitäten bis 2030 angepeilt werden, sondern zunächst „nur“ fünf Gigawatt, allerdings mit dem Zusatz, „nach Möglichkeit“ weitere fünf bis 2035 zu installieren.

Wie erwartet zeigten sich der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband DWV und auch der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) damit nicht zufrieden. Der DWV-Vorsitzende Werner Diwald und auch DVGW-Präsident Gerald Linke hoffen aber darauf, dass die „weiteren fünf Gigawatt“ nicht erst bis 2040 oder 2035, sondern schon bis 2030 umgesetzt werden.

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Einstige Ideale – Spagat zwischen Vision und Realität

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Werner Diwald

Kennen Sie das? Sie verfolgen seit Jahren eine politische Linie und denken stets, dass Sie genau das Richtige tun. Dann stellen Sie aber eines Tages fest, dass sich irgendetwas falsch anfühlt, so dass Sie sich fragen müssen: Haben Sie Ihre Linie verlassen oder haben sich die Umstände verändert? So ähnlich muss es den Fans der Solarenergie ergangen sein: Anfangs waren sie die Visionäre, die mit sauberem Strom die Welt retten wollten. Und dann wurden sie plötzlich beschimpft, dass sie sich bereichert hätten und nun Schuld für steigende Strompreise seien.

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„Frühe“ Märkte

Warum heißen die „Frühen Märkte“ im Brennstoffzellensektor eigentlich „Frühe Märkte“? Man dürfte meinen, das liegt daran, dass damit die Bereiche bezeichnet werden, in denen Brennstoffzellen als Erstes kommerziell angeboten werden. Wie wir wissen, zählen der Automobilsektor sowie der Hausenergiesektor eher zu den „späten Märkten“ (Einige Beobachter der Szene behaupten ketzerisch, dieser Zeitpunkt läge immer fünf … Weiterlesen