Hydrogen Council: Investitionen realisierbar

scalingDer Hydrogen Council hat die Klimakonferenz COP23 genutzt, um eine neue Studie vorzustellen: Unter dem Titel Hydrogen, Scaling up hatte die Beratungsagentur McKinsey darin Informationen über einen Fahrplan zur großflächigen Einführung von Wasserstoff und über deren Auswirkungen auf die Energiewende zusammengetragen. Demnach ließen sich fast 20 Prozent der bis 2050 angestrebten CO2-Reduktionen (ca. 6 Gigatonnen) allein mit Hilfe von Wasserstoff erreichen.

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Power-to-Gas macht Strom günstiger

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(Quelle: Greenpeace Energy)

Greenpeace Energy hat im August 2015 eine neue Studie vorgestellt, gemäß der „Windgas“ (mit Hilfe von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien erzeugtes Gas – Wasserstoff oder Methan) zur Stabilisierung der Energiewende beitragen kann. Der auf den 97 Seiten angefertigte Vergleich einer künftigen

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Roland-Berger-Studie fordert Investitionsanreize für Brennstoffzellen-Endkunden

Roland-Berger-Cover„Stationäre Brennstoffzellen stehen in Europa an der Schwelle zur kommerziellen Markteinführung.“ Diese Feststellung aus der Studie von Roland Berger Strategy Consultants verdeutlicht im Umkehrschluss, dass europaweit der Markteintritt von BZ-Heizgeräten immer noch nicht stattgefunden hat. Damit hier aber eine Kommerzialisierung erfolgen kann, ist gemäß der Analyse zum Stand der stationären Brennstoffzellentechnologie in Europa „in der Anfangsphase die Förderung durch die öffentliche Hand notwendig“.

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Hype-Hopping – Grund sind übersteigerte Erwartungen

Wer hätte das gedacht, dass nach dem Elektromobilitäts-Hype so bald gleich der nächste Hype durch die Energiewirtschaft pflügt. Wir waren doch gerade noch dabei, über das Wohl und Wehe der Elektrofahrzeuge zu sinnieren, da geht es quasi schon wieder los. Dieses Mal unter dem Schlagwort „Energiespeicherung“.

Ein untrügliches Zeichen für das Aufflammen einer neuen Euphoriewelle ist stets die Anzahl der Veranstaltungen, die zu einem speziellen Thema abgehalten werden. Zur Jahrtausendwende boomte es hier ganz kräftig bei allem, was mit Brennstoffzellen zu tun hatte, um 2008/2009 waren es die E-Autos mit der Batterietechnik, jetzt ist es die Speicherung von elektrischer Energie – speziell von „grünem“ Strom.

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Positive Aussichten für Brennstoffzellen-Heizgeräte

 Zusatzerlöse inklusive Minutenreservevermarktung (MR)Der Einsatz von kleinen stationären Brennstoffzellen ist sinnvoll und erweitert das Portfolio kleiner Kraft-Wärme-Kopplungs-Geräte – so lautet jedenfalls das offizielle Ergebnis einer Studie, die das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) im Auftrag der Initiative Brennstoffzelle sowie der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) angefertigt hat. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzellenheizgeräte teilweise bereits gegeben ist.

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Autobauer ruhen sich aus

Die Anfang Mai 2012 erschienene Trendstudie Elektromobilität 2012 des Beratungsunternehmens Warnstorf-Berdelsmann Consulting hat ergeben, dass die großen Automobilkonzerne eher bremsen als pushen. Jörg Warnstorf, Geschäftsführer und Autor der Studie, erklärte gegenüber pressetext: „51 Prozent der befragten Fachleute sagen, dass die Elektromobilität aktuell stagniert.“ Die Unzufriedenheit der Branche sei daher hoch. In den Kommunen wachse zwar grundsätzlich das Interesse, aber sobald die Diskussion auf den Preis käme, würden alle abwinken. „Erschwerend kommt hinzu, dass der Staat zwar Millionen in Einzelprojekte investiert, die aber nur den großen Akteuren zugute kommen, während kleinere das Nachsehen haben”, sagte Warnstorf weiterhin und fügte noch hinzu: „Die deutschen Autobauer ruhen sich derzeit auf ihren Exporterfolgen im Luxussegment aus und sehen keine Eile, sich konsequent mit Elektromobilität zu befassen. Entsprechend werden Ankündigungen für den Start des ersten deutschen Elektroautos ständig nach hinten verschoben – zuerst auf 2011, später auf Anfang und nun auf Herbst 2012.“ Im Rahmen der Studie wurden über 400 Experten aus Wissenschaft, Entwicklung, Zulieferung, Finanzwelt und Automobilindustrie befragt.

Wenig Interesse an Elektromobilität in der Öffentlichkeit

Von der Bundesregierung werden Steuermittel in erheblichem Umfang zur Verfügung gestellt, die den strukturellen Wandel im Verkehrssektor hin zu einer nachhaltigen Mobilität unterstützen sollen. Eines dieser Instrumente, die die Forschung und Entwicklung, aber auch Demonstrationsprojekte im Bereich der Elektromobilität voranbringen sollen, ist der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität. Aber weiß denn der Steuerzahler, wofür sein Geld investiert wird? Gibt es seitens des Normalbürgers überhaupt ein Interesse an dieser Technologie? Was denken die Leute, die später mal die Elektrofahrzeuge kaufen sollen, heute über diese Antriebstechnik? Die eTrust-Studie hat über ein Jahr lang untersucht, ob diese Bemühungen beim Verbraucher Früchte getragen haben. Das ernüchternde Ergebnis lautet: Den Menschen ist bislang noch nicht klar, welchen persönlichen Mehrwert sie von der Elektromobilität haben.

Das Thema Elektromobilität ist in den vergangenen Jahren aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der großen Konzerne und den Labors der öffentlich geförderten Forschung herausgekommen und auf eine politische Bühne gehoben worden. Durch diese größere Öffentlichkeit, aber auch durch die bevorstehende Möglichkeit, erste Elektroautos tatsächlich kaufen zu können, wurde diese Thematik auch in der deutschen Bevölkerung zunehmend prominenter. Bei aller gegenwärtigen Euphorie über die Vorteile und Zukunftsperspektiven der Elektromobilität gilt es jedoch, die unmittelbaren technologischen, politischen und nachfrageseitigen Umsetzungsbedingungen nicht aus den Augen zu verlieren. Ganz so einfach, wie der derzeitige „Hype“ um Elektrofahrzeuge mitunter suggerieren mag, ist der Umstieg im Mobilitätssektor nicht. Batteriehersteller, Autoindustrie und Energieversorger benötigen noch einige Jahre, bis die Fahrzeug- und Batterietechnologien technisch ausgereift und bezahlbar für einen Massenmarkt zur Verfügung stehen und ein Netz von Ladestationen aufgebaut ist. Insbesondere die Akzeptanz seitens der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer wird entscheidend für die Entwicklung eines elektromobilen Massenmarktes sein.

Ziel der Studie „eTrust – Leitbilder und Zukunftskonzepte der Elektromobilität“ war es deshalb, die Wahrnehmung der Elektromobilität in der Gesellschaft zu analysieren sowie die heute bestehenden Leitbilder und Zukunftskonzepte der Elektromobilität herauszuarbeiten. Evaluiert wurde dabei, in welchen Kontext Elektroautos und neue Mobilitätskonzepte eingeordnet werden, welche Bilder damit verbunden werden und welche Herausforderungen sich für die Etablierung von Elektrofahrzeugen ergeben könnten. Um die Akzeptanz von Elektroauto und neuen Mobilitätskonzepten bei Endkunden zu hinterfragen, wurden in der eTrust-Studie einstündige Tiefeninterviews mit 24 Bürgerinnen und Bürgern geführt. Weitere 15 Bürgerinnen und Bürgern nahmen an zwei Fokusgruppendiskussionen teil.

Die Studie wurde von April 2010 bis Juni 2011 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erstellt und durch die Nationale Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH koordiniert. Das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. führte das eTrust-Projekt gemeinsam mit dem Institut für Transportation Design der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Spilett New Technologies GmbH durch.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass Bürgerinnen und Bürger noch nicht von der Technologie überzeugt sind. Werden sie beispielsweise gebeten, ihre Assoziationen zu Elektroautos zu äußern, fallen ihnen als erstes negative Dinge ein. Bemängelt werden die langen Ladezeiten, die zu geringe Reichweite, die hohen Kosten von Elektrofahrzeugen und das fehlende Tankstellennetz. Negative Assoziationen sind präsenter, vielfältiger und konkreter als die positiven Assoziationen. Der primär wahrgenommene Vorteil des Elektroautos ist seine Umweltfreundlichkeit. Doch wie umweltfreundlich das Fahrzeug tatsächlich ist, hängt von der Herkunft des eingesetzten Stroms ab.

Auch mögliche Probleme beim Batterie-Recycling beeinträchtigen aus Bürgersicht die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos. Es wird befürchtet, dass viele Batterien gar nicht zu recyceln sind, und die Gefahr gesehen, dass Altbatterien in die Dritte Welt „entsorgt“ werden. Die bestehenden Unsicherheiten zu Stromherkunft und Batterie-Recycling sind ein Problem, weil damit der Hauptvorteil der Elektroautos, die Umweltfreundlichkeit, auf tönernen Füßen steht. Erwähnenswert ist weiterhin, dass die Sicherheit von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen kein nennenswertes Problem für die Akzeptanz zu sein scheint.

Die positiven Eigenschaften der Elektromobilität rufen zudem auf der Seite der Endkunden kaum Kaufbegeisterung hervor. Es fehlen die persönlichen Vorteile sowohl auf der pragmatischen als auch auf der emotionalen Ebene. In der Wahrnehmung potenzieller Endkunden eignen sich Elektroautos aufgrund ihrer Kleinheit und ihrer begrenzten Reichweite weder als Transport- noch als Langstreckenfahrzeug, sondern allenfalls als Stadt- oder Zweitauto.

Darüber hinaus werden Elektroautos kaum mit positivem Fahrgefühl, Spaß und Ästhetik in Verbindung gesetzt. Sie werden als „lahme Krücke“, „Behindertenmobil“ und „Spielzeug, das nicht vom Hof kommt“, beschrieben.

Ganz offensichtlich ist es bis jetzt nicht gelungen, der breiten Bevölkerung eine klare, positive Vorstellung zum Fahrgefühl, Fahrspaß oder Design zu vermitteln. Ein solcher unmittelbar persönlicher Mehrwert könnte jedoch für die Beurteilung von Elektroautos und letztlich für die Kaufmotivation große Bedeutung haben. Hier erscheint es notwendig, Endkunden sehr viel mehr als bislang Gelegenheiten zu bieten, in denen sie Elektroautos unter Alltagsbedingungen „er-fahren“ können.

In den Ergebnissen der Studie zeigt sich, dass die Elektromobilität in der Gesellschaft nicht abgelehnt und vor allem mit Umweltfreundlichkeit, Emissionsfreiheit und weniger Lärm verbunden wird. Die Begeisterung für Elektrofahrzeuge hält sich jedoch in Grenzen. Verglichen mit den Fahreigenschaften herkömmlicher Automobile schneiden Elektrofahrzeuge in den Augen von Endkunden eher schlecht ab. Diesen sind die Reichweiten zu kurz und die Ladezeiten zu lang. Außerdem wird Umweltfreundlichkeit nicht primär als persönlicher Nutzen wahrgenommen.

Wenn es das Ziel ist, dass die Elektromobilität in der Gesellschaft angenommen werden soll, lässt sich auf der Basis der eTrust-Studie sagen: In Zukunft muss bei den Menschen klarer ankommen, was der Mehrwert von Elektromobilität ist, um die oben genannten Unsicherheiten abzubauen. Es muss nicht nur transparenter sein, was Elektromobilität für die Umwelt bedeutet. Es müssen vielmehr die potentiellen Nutzer informiert sein, welchen unmittelbaren sachlichen und emotionalen Nutzen Elektromobilität ihnen bringt, das heißt welche Mobilitätsbedürfnisse damit befriedigt werden können. Die große Herausforderung besteht darin, das Umweltargument zu stärken, indem die Unsicherheiten geklärt und für die Allgemeinheit verständlich kommuniziert werden – ohne dass vereinfachende Lösungen und platte Werbebotschaften geboten werden, die weder den Bürgern noch dem Problem gerecht werden.

Auszug des Fachberichts „Zwischen Hope und Hype“ von Dr. René Zimmer und Nicole Lüdi-Geoffroy vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen e.V. (UfU), erschienen in der HZwei, Januar 2012

Auf der IAA ist der Zweite der Erste

Die deutschen Automobilkonzerne zählen in Sachen Elektromobilität nicht gerade zu den Schnellstartern. Andere Hersteller wie beispielsweise Mitsubishi sind dagegen klassische First-Mover. Da kommt es den Deutschen also gerade recht, dass eine aktuelle Studie – allen bis dato geltenden wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten zum Trotz – herausgefunden haben will, dass es bei den Elektrofahrzeugen gar nicht ratsam sei, als erster auf dem Markt zu sein. In diesem speziellen Fall soll es sogar besser sein, etwas später auf den Markt zu kommen. In der Studie heißt es dazu: „Angesicht der Unsicherheiten zur Marktentwicklung kann es klare Second-Mover-Vorteile geben.“ Es soll also ausnahmsweise gelten: Der zweite Vogel fängt den Wurm.

Angesichts solch verdrehter Wirtschaftsweißheiten fragt man sich unwillkürlich: Wer hat denn diese Studie angefertigt? Antwort: DB Research, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank, in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Dies sind arbeitnehmernahe Namen, aber nichts desto trotz renommierte Namen.

Pikanterweise erschienen die Ergebnisse der Studie jedoch genau einen Tag vor dem ersten IAA-Messetag und zwar am 12. September 2011. Weiter heißt es in besagter Studie, das Ziel der Bundesregierung bis 2020 über 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen zu wollen, sei unrealistisch, es seien zu diesem Zeitpunkt nur 6 bis 8 % bei den Neuzulassungen pro Jahr möglich. Dies entspräche jährlich etwa 250.000 neu zugelassenen Elektroautos.

Das klingt doch sehr nach einer Absolution an die deutschen Automobilkonzerne, die in diesem Jahr und auch in nächster Zeit noch nicht mit marktreifen Elektrofahrzeugen aufwarten können. „Ist nicht so schlimm“, scheint da die Studie von DB und IW gen Frankfurt zu rufen, denn eine komplette Umorientierung der Autokäufer ist derzeit nicht zu erwarten. Das sagt jedenfalls der IW-Verkehrsexperte Thomas Puls. Er erklärte in einem Interview: „Wir werden mehr eine Evolution als eine Revolution erleben.“

Das heißt dann wohl, dass Geschäfte vorerst noch nach wie vor mit Premiumfahrzeugen gemacht werden können. Um das Thema Elektromobilität können wir uns dann später immer noch kümmern.